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Windows-Update funktioniert nicht? So reparieren Sie (fast) jeden Fehler

16.10.2018 | 08:04 Uhr |

Fehler beim Windows-Update sind nicht selten und besonders lästig. Der PC ist dann meist für längere Zeit blockiert. Hier finden Sie Tricks, über die sich das automatische Update reparieren oder umgehen lässt.

Wenn alles optimal läuft, installiert Windows alle Updates automatisch und Sie müssen sich um nichts kümmern. Unbemerkt bleiben die Aktualisierungen jedoch nicht. Wer mal schnell den PC einschalten und nach neuen E-Mail sehen wollte, kennt das Problem: Erst einmal will Windows die letzten Updates verarbeiten, was eine Zeit lang dauern kann. Umso ärgerlicher ist es dann, wenn Windows Update nicht funktioniert, weil etwa ein Update permanent fehlschlägt und Windows den Vorgang ständig wiederholt. Oft äußern sich die Probleme auch darin, dass ein Update einfach ab einer bestimmten Prozentzahl während des Downloads oder der Installation hängt.

Einige Update-Probleme lassen sich relativ einfach beseitigen, für andere sind spezielle Tools erforderlich. Oft hilft es auch, das automatische Windows-Update zu übergehen und einige Aktualisierungen manuell zu installieren. Bei hartnäckigen Fehlern gehen Sie Schritt für Schritt vor, wobei Sie die möglichen Problemlösungen nacheinander ausprobieren.

Anleitung: So klappt das Windows-Update

1. Grundlegende Ursachen von Update-Fehlern beseitigen

Erst einmal aufräumen: Zu wenig Platz ist die Ursache für viele Windows-Fehlfunktionen.
Vergrößern Erst einmal aufräumen: Zu wenig Platz ist die Ursache für viele Windows-Fehlfunktionen.

Damit das automatische Windows-Update oder ein Windows-Upgrade (nächste Windows-10-Version) planmäßig ablaufen, müssen einige Voraussetzungen erfüllt sein. Eine der wichtigsten wird oft übersehen: Es muss genügend freier Platz auf der Festplatte für die Update-Dateien und für temporären Dateien vorhanden sein. Sinkt der verfügbare Speicherplatz unter 6 GB, lassen sich einzelne Updates oft nicht mehr installieren und ein Windows-Upgrade schlägt mit Sicherheit fehl. Das automatische Windows-Update meldet dann beispielsweise den Fehlercode „0x8024a203“, manchmal erscheint aber auch eine hilfreiche Meldung über zu wenig Speicherplatz.

Wie viel Platz auf Laufwerk „C:“ noch verfügbar ist, sehen Sie im Windows-Explorer nach einem Klick auf „Dieser PC“. Sollte er zu gering sein, verschieben Sie große Dateien auf ein anderes Laufwerk und löschen Sie nicht mehr benötigte Programme. Verwenden Sie die Datenträgerbereinigung, um die Festplatte aufzuräumen. Das Tool lässt sich unter allen Windows-Versionen über die Tastenkombination Windows-R und die Eingabe von cleanmgr.exe starten.

Damit beseitigen Sie beispielsweise temporäre Dateien. Nach einem Klick auf „Systemdateien bereinigen“ zeigt das Tool mehr Optionen. Sie können zusätzlich die Downloads vorheriger Windows-Updates löschen („Windows Update-Bereinigung“) und auch den Ordner „Windows.old“ („Vorherige Windows-Installation(en)“). Sind beide Bereiche gelöscht, lassen sich allerdings Updates nicht mehr Deinstallieren, beziehungsweise Sie können nicht mehr zur vorherigen Windows-Version zurückkehren.

Sicherheitssoftware: Einige Virenscanner können das Windows-Update behindern. Diese erkennen zwar keine Schadsoftware in den Update-Dateien, aber die Echtzeitprüfung beansprucht zu viel Zeit. Kommt es dabei zu deutlichen Verzögerungen, lassen sich Updates nicht installieren. Schalten Sie daher zumindest die Echtzeitprüfung des Virenscanners aus oder deinstallieren Sie die Software vor dem Update oder Upgrade. Achten Sie bei der Neuinstallation darauf, die jeweils aktuellste Version der Sicherheitssoftware zu verwenden.

Bei der Gelegenheit sollten Sie sich überlegen, ob der eingesetzte Virenscanner tatsächlich mehr Sicherheit bietet. Nutzer von Windows 8.1 und 10 können auch alleine auf den Microsoft-Virenscanner vertrauen, der bei Updates keine Probleme verursacht. Windows Defender bietet nach aktuellen Tests die gleiche Erkennungsleistung wie andere bekannte Virenscanner, nervt nicht mit Werbung und belastet das System nur wenig.

USB-Geräte und Treiber: Trennen Sie die Verbindung zu externen Festplatten und USB-Sticks, denn USB-Geräte können das Windows-Update stören. Aktualisieren Sie außerdem – wenn verfügbar – das Bios beziehungsweise die Firmware des PCs und die Treiber etwa für die Grafikkarte. Das kann vor allem für das Upgrade älterer PCs auf Windows 10 erforderlich sein.

Uhr genau einstellen: Das Windows-Update funktioniert nicht richtig, wenn Datum und Uhrzeit falsch eingestellt sind. Verwenden Sie die richtige Zeitzone und korrigieren Sie die Uhr gegebenenfalls.

2. Einzelne Windows-Updates herunterladen und installieren

Wenn beim Update Fehler auftreten, finden Nutzer in Windows nur wenig Hilfe. In den Einstellungen unter „Update und Sicherheit –› Windows Update“ oder bei Windows 7/8.1 in der Systemsteuerung unter „Windows Update“ sehen Sie zwar einen Fehlercode, erhalten aber keine ausführlichen Hinweise zur Ursache.

Hier öffnen Sie eine Microsoft-Webseite mit einer Fehlercode-Liste. Die Liste ist keinesfalls vollständig, Sie können aber immerhin die ungefähre Fehlerquelle ermitteln. Die ersten vier Zeichen des Fehlercodes lauten in der Regel „8024“ (das vorangestellte „0x“ kennzeichnet einen hexadezimalen Wert). Beginnen die nachfolgenden Zeichen beispielsweise mit „4“, handelt es sich um einen „Protocol Talker Fehler“, also um ein Netzwerkproblem. Steht hier eine „6“, liegt der Fehler beim Download-Manager.

Update-Fehler jeder Art lassen sich oft durch eine manuelle Aktualisierung beheben. In den Einstellungen unter „Update und Sicherheit –› Windows Update“ (Windows 10) oder in der Systemsteuerung unter „Windows Update“ (Windows 7/8.1) sehen Sie, welche Updates sich nicht installieren ließen. Dabei steht eine KB-Nummer, nach der Sie auf https://catalog.update.microsoft.com suchen. Laden Sie das für Ihr System passende 32-Bit- oder 64-Bit-Paket herunter und installieren Sie es über den Windows-Explorer per Doppelklick.

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3. Alle verfügbaren Updates auf einmal herunterladen

Download einzelner Updates.
Vergrößern Download einzelner Updates.

Wenn Sie möchten, können Sie alle fehlenden Updates herunterladen und installieren. Die archivierten Updates lassen sich auch auf einem anderen Computer verwenden. Das bietet sich vor allem an, wenn es sich um eine Neuinstallation von Windows 7 oder 8.1 handelt. Für Windows 10 gibt es nicht viele Update-Dateien, wenn Sie für die Neuinstallation immer die neueste ISO-Datei verwenden (siehe Punkt 5). Da zweimal im Jahr eine neue Windows-10-Version erscheint, kann das ISO nur maximal ein halbes Jahr alt sein.

Microsoft liefert seit Oktober 2016 für alle Windows-Versionen kumulative Update-Pakete aus. Diese enthalten alle Updates, die bisher, beziehungsweise ab einem bestimmten Update-Level, erschienen sind. Für Windows 7 beispielsweise gibt es das „Convenience rollup update“ (KB3125574). Es enthält sämtliche Updates, die zwischen dem Erscheinen des Service Pack 1 (2011) und April 2016 erscheinen sind. Die empfohlene Reihenfolge der Installation ist KB3020369, KB2670838, KB3125574, KB3177467, KB3172605, und KB4343900. Starten Sie Windows 7 neu, wenn Sie dazu aufgefordert werden. Danach ist das System für weitere Updates vorbereitet.

Für Nutzer von Windows 8.1 gibt es ein aktualisiertes Installationsmedium vom Dezember 2014. Es enthält eine umfangreiche Sammlung von Updates (KB3000850), die Sie nach einer Neuinstallation daher nicht herunterladen müssen. Damit sich weitere Updates reibungslos installieren lassen, sind KB3173424 und KB3172614 erforderlich.

Mit den genannten Updates ist bei Windows 7 und 8.1 noch nicht alles abgedeckt. Es gibt zusätzliche Updates etwa für den Internet Explorer und die .Net- und C++- Laufzeitumgebung sowie Patches, die nicht in den kumulativen Paketen enthalten sind. Es ist daher mühsam, die Dateien einzeln über den Update-Katalog herunterzuladen. Einfacher geht es mit einem der drei nachfolgend genannten Tools.

So ermitteln Sie Ihre Windows-Version

Wenn Sie sich nicht sicher sind, was auf Ihrem PC installiert ist, drücken Sie die Tastenkombination Win-Pause. Hinter „Systemtyp:“ finden Sie die Angabe „64-Bit- Betriebssystem“ oder „32-Bit-Betriebssystem“. Die Windows-Version steht unter „Windows-Edition“, und bei Windows 7 ist hier auch „Service Pack 1“ vermerkt, wenn es installiert ist. Wer es ganz genau wissen will, startet über die Tastenkombination Win-R und die Eingabe Winver das gleichnamige Tool. Bei Windows 10 sehen Sie dann beispielsweise „Version 1803 (Build 17134.191)“.

Update Tool 1: Wsus Offline Update lädt vor allem sicherheitsrelevante Updates für Windows 7, 8 oder 10 herunter. Dabei spielt es keine Rolle, unter welchem System Sie das Tool starten. Sie können auf einem anderen PC, etwa unter Windows 7, auch Updates für Windows 8.1 oder 10 herunterladen.

Entpacken Sie das Programm auf die Festplatte, beispielsweise nach „C:\Windows-Updates“, und starten Sie „UpdateGenerator.exe“. Wählen Sie auf der Registerkarte „Windows“ das gewünschte System und die Plattform. Setzen Sie etwa unter „Windows 10“ ein Häkchen bei „x64 Global (mehrsprachige Updates)“ (64 Bit). Unter „Optionen“ setzen Sie Häkchen bei zusätzlichen Update-Paketen, etwa „Windows Defender-Definitionen einschließen“ und „C++ Laufzeitbibliotheken und .Net Frameworks einschließen“. Danach klicken Sie auf „Start“. Die Update-Dateien liegen danach in Ordnern unterhalb von „client“, beispielsweise „w100-x64“ für Windows 10 und „w61-x64“ für Windows 7 (jeweils 64 Bit). Für die Installation der Updates verwenden Sie „UpdateInstaller.exe“ aus dem Ordner „Client“. Setzen Sie Häkchen bei den gewünschten Aktualisierungen, und klicken Sie auf „Start“.

Whdownloader: Das Tool zeigt Ihnen eine Liste mit den möglichen Windows-Updates an.
Vergrößern Whdownloader: Das Tool zeigt Ihnen eine Liste mit den möglichen Windows-Updates an.

Update Tool 2: Eine Alternative ist das Tool Whdownloader . Im Vergleich zu Wsus Offline lädt es fast alle Updates herunter und nicht nur die sicherheitsrelevanten. Es ist jedoch etwas komplizierter in der Benutzung, weil die Installation der Updates über Batchdateien erfolgen muss.

Kopieren Sie Whdownloader in einen Ordner Ihrer Wahl. Nach dem Start des Tools klicken Sie auf das Icon links oben. Damit laden Sie Listen herunter, die Download-Adressen von Update-Dateien für Windows 7 bis 10 enthalten. Im Feld neben dem Icon wählen Sie eine Liste aus, beispielsweise „Windows 10x64“. Sie benötigen in der Regel nur die Dateien unter „General Updates“. In der Spalte „Category“ sehen Sie, für welche Windows-Version sich das Update eignet, etwa „General/17134“ (Version 1803, April-2018-Update, Redstone 4). Fahren Sie mit dem Mauszeiger über eine Zeile in der Spalte „Updates“. Sie erfahren dann, um was für ein Update es sich handelt und zu welcher Versionsnummer es gehört, beispielsweise „1803“. Setzen Sie Häkchen vor die Zeilen mit den gewünschten Updates, und klicken Sie auf „Download“. Die Dateien legt Whdownloader in Ordnern unterhalb von „Updates“ ab.

Bei Windows 10 genügt es, zuerst das kleinere Servicing-Stack-Update (etwa 15 MB) per Doppelklick über den Dateimanager zu installieren und dann das größere mit meist mehr als 700 MB („Cumulative Update“). Zusätzlich gibt es in der Regel ein Update für den Adobe Flash Player mit etwa 20 MB. Die Installation aller fehlenden Updates kann per Script erfolgen, was sich aufgrund der Anzahl der Dateien vor allem bei einem frisch installierten Windows 7 oder 8.1 lohnt. Laden Sie die Batchdateien herunter. Kopieren Sie die Batchdatei für das gewünschte Betriebssystem in das Verzeichnis, in das Sie Whdownloader entpackt haben. Starten Sie das Script über den Kontextmenüpunkt „Als Administrator ausführen“. Alle Batchdateien bieten eine einfache Menüführung. Es genügt, die Updates mit „0“ gefolgt von der Enter-Taste einzuleiten. Lesen Sie die beigelegten Readme-Dateien für Informationen zu den anderen Optionen.

Diskussionen und Hilfestellungen rund um Whdownloader finden Sie bei https://forums.mydigitallife.net beziehungsweise direkt im Support-Thread . Infos und Updates für die Installations-Batchdateien . Bei mydigitallife.net müssen Sie sich kostenlos registrieren und anmelden, damit Sie etwas herunterladen können.

Portable Update: Auch dieses Tool präsentiert Ihnen eine Liste mit Update-Downloads.
Vergrößern Portable Update: Auch dieses Tool präsentiert Ihnen eine Liste mit Update-Downloads.

Update Tool 3: Portable Update lädt alle verfügbaren Updates herunter. Allerdings nur für das Betriebssystem, unter dem Sie es gestartet haben. Gegenüber Whdownloader bietet Portable Update den Vorteil, dass es die Updates auch selbst installieren kann.

Beim ersten Start muss das Tool noch einige Dateien bei Microsoft herunterladen. Danach gehen Sie auf die Registerkarte „Search“ und klicken auf „Start“. Wenn die Update-Suche abgeschlossen ist, gehen Sie auf die Registerkarte „Download“. In der Liste sind Häkchen vor den fehlenden Updates gesetzt. Wenn Sie auch bereits installierte Updates herunterladen wollen, setzen Sie auch hier Häkchen. Klicken Sie auf „Start“, um mit dem Download zu beginnen. Erstellen Sie ein Backup des Ordners, in dem Portable Update liegt, inklusive aller Unterverzeichnisse, etwa auf einem USB-Stick. Auf einem anderen PC oder nach einer Neuinstallation starten Sie das Tool, gehen auf „Search“ und klicken auf „Start“. Wechseln Sie zur Registerkarte „Install“, und klicken Sie auf „Start“, um die fehlenden Updates zu installieren.

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4. Tools für die Update-Reparatur verwenden

Update-Fehler beseitigen.
Vergrößern Update-Fehler beseitigen.

Sollte auch die manuelle Installation von Update-Paketen (siehe Punkte 2 und 3) nicht zum gewünschten Ergebnis führen, verwenden Sie zuerst das Tool Windows Update-Problembehandlung. Auf der Download-Seite bietet Microsoft jeweils ein eigenes Tool für Windows 7/8.1 und Windows 10 an. Starten Sie das Tool, und folgen Sie den Anweisungen des Assistenten. Es prüft und korrigiert die Installation der Update-Komponenten, der Update-Dienste und die Netzwerkverbindung. Starten Sie Windows neu, und probieren Sie aus, ob das Windows-Update jetzt funktioniert.

Wenn nicht, probieren Sie als Nächstes die in Windows eingebaute Fehlerbehebung aus. Suchen Sie unter Windows 7 oder 8.1 in der Systemsteuerung nach Problembehandlung, klicken Sie auf „Probleme erkennen und beheben“, auf „Probleme mit Windows Update beheben“, auf „Weiter“ und dann auf „Problembehandlung als Administrator ausführen“. Nutzer von Windows 10 suchen in den Einstellungen (Win-I) nach Problembehandlung, klicken auf „Windows Update“ und dann auf „Problembehandlung ausführen“. Zum Abschluss starten Sie Windows neu und prüfen, ob das automatische Windows-Update korrekt arbeitet.

Das Batchscript Reset Windows Update Agent kann die Update-Komponenten zurücksetzen.
Vergrößern Das Batchscript Reset Windows Update Agent kann die Update-Komponenten zurücksetzen.

Sollte auch dieser Versuch scheitern, verwenden Sie das Tool Reset Windows Update Agent . Entpacken Sie es in ein beliebiges Verzeichnis, klicken Sie die CMD-Datei mit der rechten Maustaste an, und wählen Sie „Als Administrator ausführen“. Bestätigen Sie mit der Y-Taste, drücken Sie die Taste 2 und bestätigen Sie mit der Enter-Taste. Damit setzen Sie die Update-Komponenten zurück.

Prüfen Sie zudem die Systemdateien über „6. Runs the System File Checker Tool“ sowie „7. Scan the image for component store corruption“. Führen Sie über „9. Performs repair operations automatically“ Reparaturen aus, falls das Tool Fehler meldet.

Führt auch Reset Windows Update Agent nicht zum Erfolg, hilft wahrscheinlich nur noch ein System-Reset (Punkt 5).

Update-Cache reparieren

Die in Punkt 4 genannten Tools versuchen, die am Update beteiligten Komponenten zu reparieren. Manchmal liegen auch nur defekte Dateien beziehungsweise unvollständige Downloads im Windows-Update-Cache, was weitere Updates verhindert. Dann empfiehlt es sich, den Update-Cache neu aufzubauen. Öffnen Sie eine Eingabeaufforderung mit administrativen Rechten und führen Sie folgende sechs Befehlszeilen aus:

net stop wuauserv
net stop bits
cd %systemroot%
ren SoftwareDistribution SoftwareDistribution.bak
net start bits
net start wuauserv  

Starten Sie Windows neu, und rufen Sie das Windows-Update in der Systemsteuerung (Windows 7 und 8.1) beziehungsweise den Einstellungen (Windows 10) auf. Klicken Sie auf „Nach Updates suchen“.

5. Windows-Originaldateien wiederherstellen

Windows bietet Funktionen an, über die Sie die Originaldateien wiederherstellen können. Damit beseitigen Sie Probleme, die das Windows-Update behindern.

Windows zurücksetzen: Die Originaldateien lassen sich bei Windows 8 und 10 ohne Setup-Medium wiederherstellen. Der Nachteil dabei: Alle installierten Programme und Treiber sowie Windows-Einstellungen gehen verloren. Nur die persönlichen Dateien bleiben erhalten. Bei Update-Problemen kann das jedoch von Vorteil sein, weil damit auch Programme entfernt werden, die das Windows-Update verhindern.

Über „PC zurücksetzen“ stellen Sie fast den Windows-Neuzustand wieder her.
Vergrößern Über „PC zurücksetzen“ stellen Sie fast den Windows-Neuzustand wieder her.

Rufen Sie unter Windows 10 die „Einstellungen“ über die Tastenkombination Win-I auf, und gehen Sie auf „Update und Sicherheit –› Wiederherstellung“. Unter „Diesen PC zurücksetzen“ klicken Sie auf die Schaltfläche „Los geht‘s“. Wählen Sie „Eigene Dateien behalten“, und folgen Sie den weiteren Anweisungen des Assistenten. Nutzer von Windows 8 finden die ähnliche Funktion „PC ohne Auswirkung auf die Dateien auffrischen“ in den „PC-Einstellungen“ unter „Update/Wiederherstellung –› Wiederherstellung“.

Inplace-Upgrade: Bei einem Upgrade, etwa von Windows 8.1 auf Windows 10, bleiben Ihre persönlichen Dateien und die installierten Programme erhalten. Dieser Umstand lässt sich für ein Pseudo-Upgrade nutzen, bei dem Sie beispielsweise Windows 10 mit Windows 10 upgraden (Inplace-Upgrade). Die Reparaturinstallation ersetzt nur die Systemdateien und Teile der Registry. Installierte Programme und Benutzerdaten bleiben erhalten.

Sie benötigen eine genau zum installierten System passende Installations-DVD oder eine ISO-Datei davon. Ermitteln Sie die Version über Win-R und Winver (siehe Seite 20). Über das Tool zur Medienerstellung für Windows 10 laden Sie die aktuellste Version herunter. Wenn Sie ein älteres Windows benötigen, verwenden Sie das Tool Windows ISO Downloader . Darüber lässt sich auch Windows 7 oder 8.1 laden.

Öffnen Sie den Download-Order im Windows-Explorer, und hängen Sie die ISO-Datei über den Kontextmenüpunkt „Bereitstellen“ in das Dateisystem ein. Oder Sie entpacken das ISO einfach mit 7-Zip . Starten Sie Setup.exe vom bereitgestellten Laufwerk oder aus dem Ordner, in den Sie die Dateien entpackt haben. Klicken Sie auf „Weiter“ und folgen Sie den Anweisungen des Setup-Assistenten.

Da bei diesem Verfahren die Dateien auf der Festplatte durch die Versionen auf dem Installationsmedium ersetzt werden, starten Sie nach Abschluss der Reparaturinstallation das Windows-Update.

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6. Windows-Upgrade bei Geräten mit kleinem Laufwerk

Bei Notebooks mit wenig Speicherplatz können Sie einen USB-Stick zum Auslagern verwenden.
Vergrößern Bei Notebooks mit wenig Speicherplatz können Sie einen USB-Stick zum Auslagern verwenden.

Bei einigen Geräten sind Probleme beim Update und Upgrade schon durch die Bauart bedingt. Preisgünstige Notebooks, aber auch Tablet-PCs verfügen oft nur über Flash-Speicher mit 32 GB. Ein Upgrade auf die nächste Version von Windows 10 dauert hier nicht nur lange, es bricht auch oft wegen Platzmangel ab.

Zuerst sollten Sie so viel freien Platz schaffen wie möglich (Punkt 1). Wenn das nicht ausreicht, installieren Sie das Windows-Upgrade manuell. Laden Sie die ISO-Datei der aktuellen Version von Windows 10 herunter (Punkt 5). Entpacken Sie den Inhalt mit  7-Zip auf einen USB-Stick oder eine SD-Karte. Starten Sie dann das Installationstool „Setup.exe“ aus dem Hauptverzeichnis. Folgen Sie den Anweisungen des Assistenten. Dieser prüft den Speicher auf Laufwerk „C:“ sowie auf dem USB-Laufwerk und zeigt den eventuell zusätzlich benötigten Platz an. Löschen Sie dann weitere Dateien, bis die Kapazität ausreicht. Klicken Sie auf die „Aktualisieren“-Schaltfläche, damit der Installationsassistent den Speicherplatz neu berechnet. Anschließend klicken Sie auf „Fortsetzen“ und folgen den weiteren Anweisungen des Assistenten.

7. Upgrade für VHD-Installationen von Windows 10

Bei der Windows-Installation auf einer virtuellen Festplatte (VHD-Datei) funktioniert grundsätzlich kein System-Upgrade, während reguläre Updates sich problemlos installieren lassen. Das automatische Update versucht bei Windows 10 trotzdem fortwährend das Upgrade zu installieren, was regelmäßig scheitert.

Das System-Upgrade lässt sich in einer virtuellen Maschine durchführen. Sie können dafür Virtualbox verwenden, wenn es sich um eine Datei mit der Endung „.vhd“ handelt. Mit vhdx-Dateien kann Virtualbox nicht umgehen. Dafür benötigen Sie beispielsweise Microsofts Virtualisierungssoftware Hyper-V, die zum Lieferumfang von Windows 8.1 Pro und Windows 10 Pro gehört. In den Home-Versionen ist Hyper-V nicht enthalten.

Sollte in der VHD-Datei keine Bootumgebung vorhanden sein, rüsten Sie diese nach. Drücken Sie Win-X, gehen Sie auf „Datenträgerverwaltung“ und dann im Menü auf „Aktion –› Virtuelle Festplatte anfügen“. Geben Sie unter „Speicherort“ die VHD-Datei an, und klicken Sie auf „OK“. Ermitteln Sie in der Laufwerksübersicht, welchen Laufwerksbuchstaben die VHD-Datei erhalten hat, beispielsweise „K:“.

Öffnen Sie über Win-X eine Windows-Powershell als Administrator. Tippen Sie diese zwei Befehlszeilen ein:

bcdboot K:\windows /s K: /l de-de /f all
bootsect /nt60 K: /mbr  

Passen Sie die Laufwerksbuchstaben („K:“) für Ihr System an. Hängen Sie die virtuelle Festplatte im Windows-Explorer über den Kontextmenüpunkt „Auswerfen“ aus.

Erstellen Sie in Virtualbox über die Schaltfläche „Neu“ eine virtuelle Maschine für Windows 10. Folgen Sie den Anweisungen des Assistenten. Im Fenster „Platte“ aktivieren Sie die Option „Vorhandene Festplatte verwenden“ und wählen die VHD-Datei aus. Nach Abschluss des Assistenten starten Sie die VHD-Datei in der virtuellen Maschine. Führen Sie das Upgrade über das automatische Windows-Update wie gewohnt durch – oder verwenden Sie dafür eine ISO-Datei, wie in Punkt 6 beschrieben, was deutlich schneller geht.

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