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Windows-"Speicherplätze" für mehr Ausfallsicherheit

09.09.2021 | 10:29 Uhr | Roland Freist

Mit der Windows-Funktion „Speicherplätze“ können Sie Ihre Daten vor Laufwerkfehlern schützen und den Gesamtspeicherplatz durch Hinzufügen weiterer Laufwerke erweitern. Damit lassen sich mehrere Laufwerke zu einem Speicherpool zusammenfassen.

In der Einstellungen-App finden Sie unter „System –› Speicher“ die Funktion „Speicherplätze verwalten“. Damit können Sie mehrere Partitionen zu einem großen Laufwerk zusammenfassen oder wahlweise ein Software-Raid einrichten, bei dem die Daten einer Partition auf ein oder mehr andere Laufwerke gespiegelt, also dupliziert werden. Beim Ausfall einer Festplatte gehen die Daten dabei nicht verloren.

So geht’s: Zum Einrichten klicken Sie auf „Neuen Pool und Speicherplatz erstellen“, Windows 10 zeigt daraufhin die möglichen Lauf- werke an. Setzen Sie zwei Häkchen und klicken Sie auf „Pool erstellen“. Im nächsten Fenster geben Sie dem neuen Laufwerk einen Namen, weisen einen Laufwerksbuchstaben zu und entscheiden sich für einen Resilienztyp: „Einfach (keine Resilienz)“ bedeutet, dass zwei Partitionen auf zwei Platten zu einem großen Laufwerk zusammengefasst werden. Die „Zwei-Wege-Spiegelung“ bezeichnet das Spiegeln der Inhalte von der einen auf die zweite Platte. „Drei-Wege-Spiegelung“ schreibt drei Kopien der Daten, um den Ausfall von zwei Festplatten kompensieren zu können. Diese Methode benötigt fünf Laufwerke. „Parität“ dupliziert keine Daten, sondern arbeitet mit Paritätsinformationen, um nach dem Ausfall einer Festplatte die Daten wiederherstellen zu können. Sie benötigen dafür drei Laufwerke. Der Vorteil gegenüber der Zwei-Wege-Spiegelung ist die höhere Speicherkapazität.

Als Laufwerke unterstützt Windows neben internen Festplatten auch USB-Speicher. Die Verwendung von USB-Sticks ist allerdings nur möglich, wenn sie sich als DRIVE_FIXED anmelden. Die meisten Sticks sind allerdings als DRIVE_REMOVABLE gekennzeichnet und kommen daher für einen Speicherpool nicht infrage.

Mit der Funktion „Speicherplatz verwalten“ legen Sie in Windows Speicherpools an, die entweder mehrere Partitionen zusammenfassen oder Daten auf andere Laufwerke spiegeln.
Vergrößern Mit der Funktion „Speicherplatz verwalten“ legen Sie in Windows Speicherpools an, die entweder mehrere Partitionen zusammenfassen oder Daten auf andere Laufwerke spiegeln.

Beachten Sie, dass Ihr Speicherpool immer nur so schnell ist wie das langsamste Gerät. Eine alte mechanische Festplatte bremst ihn also gehörig aus. Und: Wenn Sie zwei unterschiedlich große Datenträger zu einer Spiegelung vereinen, ist der maximal nutzbare Platz immer nur so groß wie der kleinere der beiden. Ein Zugriff auf den Rest der größeren Platte ist nicht möglich.

Am besten installieren Sie zum Anlegen eines Speicherpools neue Platten immer paarweise in Ihrem Rechner. Falls Sie hingegen eine bereits vorhandene Partition auf eine neue Platte spiegeln wollen, so müssen Sie vor Einrichtung des Pools die Daten auf ein anderes Medium sichern.

Lesetipp: So partitionieren Sie Ihre Festplatte richtig

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