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Windows: 32- und 64-Bit-Programme identifizieren

16.05.2021 | 09:03 Uhr | Roland Freist

Ob eine Anwendung auf einer 32- oder einer 64-Bit-Architektur basiert, sieht man ihr nicht an. So können Sie es herausfinden.

Einige Entwickler geben diese Information im Infofenster unter „Hilfe“ an, verpflichtend ist das aber nicht. Es gibt jedoch einige Tricks, wie Sie ein Programm entsprechend zuordnen können.

Im Task-Manager können Sie als zusätzliches Detail die Angabe der Programmarchitektur einblenden, vorausgesetzt, die betreffende Anwendung ist aktiv.
Vergrößern Im Task-Manager können Sie als zusätzliches Detail die Angabe der Programmarchitektur einblenden, vorausgesetzt, die betreffende Anwendung ist aktiv.

Falls die Anwendung bereits läuft, benötigen Sie dazu lediglich den Task-Manager von Windows. Öffnen Sie ihn mit einem Rechtsklick auf die Taskleiste und die Auswahl von „Task-Manager“ und wechseln Sie zum Register „Details“. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf einen der Spaltenköpfe, also beispielsweise auf „Name“, und gehen Sie auf „Spalten auswählen“. Im folgenden Fenster setzen Sie ein Häkchen vor „Plattform“ und bestätigen mit „OK“. Nun erscheint die neue Spalte „Plattform“ mit der Angabe der jeweiligen Architektur.

Der Virenprüfer Virustotal von Google zeigt bei den Details zu einer hochgeladenen Datei auch an, ob es sich um ein 32- oder 64-Bit-Programm handelt.
Vergrößern Der Virenprüfer Virustotal von Google zeigt bei den Details zu einer hochgeladenen Datei auch an, ob es sich um ein 32- oder 64-Bit-Programm handelt.

Falls das zu überprüfende Programm nicht aktiv ist, gehen Sie anders vor. Öffnen Sie in Ihrem Browser Virustotal, die Virenprüfung von Google. Sie hat die Adresse https://virustotal.com. Im Startfenster klicken Sie auf „Choose file“ und wählen dann im Explorer die EXE-Datei aus, die Sie untersuchen wollen. Bestätigen Sie mit „Öffnen“. Wechseln Sie anschließend vom Register „Detection“ zu „Details“. Dort finden Sie im Abschnitt „Basic Properties“ bei „File Type“ und „Magic“ die Angabe der Programmarchitektur.

Tauchen im Kompatibilitäts- Tab des Explorers in der Liste der unterstützten Betriebssysteme auch Windows 95, 98, Me und XP auf, so handelt es sich meist um ein 32-Bit-Programm.
Vergrößern Tauchen im Kompatibilitäts- Tab des Explorers in der Liste der unterstützten Betriebssysteme auch Windows 95, 98, Me und XP auf, so handelt es sich meist um ein 32-Bit-Programm.

Und schließlich gibt es noch eine dritte Möglichkeit. Suchen Sie die EXE-Datei im Explorer und klicken Sie sie mit der rechten Maustaste an. Öffnen Sie die „Eigenschaften“ und wechseln Sie zum Register „Kompatibilität“. Setzen Sie im Abschnitt „Kompatibilitätsmodus“ vorübergehend ein Häkchen vor „Programm im Kompatibilitätsmodus ausführen für“ und klappen Sie darunter das Dropdown-Menü aus. Falls hier lediglich Windows Vista, 7 und 8 auftauchen, handelt es sich um eine 64-Bit-Anwendung. Sehen Sie stattdessen auch Einträge für Windows 95, 98, Me und XP, haben Sie es in den meisten Fällen mit einem 32-Bit-Programm zu tun. „In den meisten Fällen“ heißt, dass auch 16-Bit-Programme diese Einträge erzeugen. Da ein 64-Bit-Windows keine 16-Bit-Anwendungen unterstützt, lässt sich das jedoch einfach ermitteln: Klicken Sie die EXE-Datei doppelt an. Falls die Meldung „Diese App kann auf dem PC nicht ausgeführt werden“ erscheint, ist es ein 16-Bit-Programm.

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