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Windows 11: TPM 2.0 per Bios-Update aktivieren

11.12.2021 | 09:04 Uhr |

Um Windows 11 installieren zu können, schreibt Microsoft unter anderem vor, dass auf dem Rechner TPM 2.0 aktiviert ist.

Bei dem „Trusted Platform Module“ handelt es sich um einen Chip auf der Hauptplatine oder um einen Bestandteil des Uefi: TPM soll die Sicherheit erhöhen, weil das System damit digitale Zertifikate signieren, kryptographische Schlüssel speichern und Manipulationen am Betriebssystem verhindern kann. Darüber hinaus sorgt diese Funktion dafür, dass sich ein Computer eindeutig identifizieren lässt, weil TPM 2.0 direkt an die Hardware gekoppelt ist. Es ist in die meisten Hauptplatinen integriert, die nach 2015 hergestellt wurden. Allerdings ist die Funktion deshalb nicht automatisch auch eingeschaltet. Vor dem Einsatz von Windows 11 müssen Sie also zunächst einmal überprüfen, ob Ihr PC über TPM 2.0 verfügt und wie Sie es anschalten können.

Wenn der PC keine TPM-Funktion beherrscht, dann zeigt Ihnen Windows bei der Prüfung diese Meldung. Möglicherweise lässt sich dieses Problem aber durch ein Bios- Update beheben oder das Bios besitzt eine Funktion, mit der Sie ein vorhandenes TPM erst aktiv
Vergrößern Wenn der PC keine TPM-Funktion beherrscht, dann zeigt Ihnen Windows bei der Prüfung diese Meldung. Möglicherweise lässt sich dieses Problem aber durch ein Bios- Update beheben oder das Bios besitzt eine Funktion, mit der Sie ein vorhandenes TPM erst aktiv

Kontrollieren Sie zunächst, ob TPM 2.0 auf Ihrem System aktiv ist. Öffnen Sie im nachfolgenden Schritt die „Ausführen“-Konsole mithilfe der Tastenkombination Windows-R und tippen Sie tpm.msc ein. Bestätigen Sie dann die Eingabe mit der Enter-Taste. Im Anschluss daran startet die TPM-Verwaltung und sollte anzeigen, ob das Modul aktiv und TPM überhaupt vorhanden ist.

Sollte Ihrem System die TPM-Funktionalität fehlen, die Hardware allerdings nicht älter als 2015 sein, hat der Hersteller der Hauptplatine die Funktionalität möglicherweise in einem Bios-Update nachgeliefert. Aktualisieren Sie also das Bios und prüfen Sie erneut, ob die TPM-Verwaltung nun anzeigt, dass die Funktionalität vorhanden, aber nicht aktiv ist. Manchmal schaltet sich TPM bereits durch das Update ein. Ist das bei Ihnen nicht der Fall, wechseln Sie dazu in das Bios. Das geht etwa, indem Sie die Shift-Taste gedrückt halten, während Sie unter Windows auf „Neu starten“ klicken und daraufhin über die Problembehandlung und die erweiterten Startoptionen das Booten in die Uefi-Firmware-Einstellungen wählen.

Mainboards ab 2015 beherrschen in der Regel TPM 2.0. Oft lässt sich die Funktion nämlich durch ein Bios-Update nachrüsten.
Vergrößern Mainboards ab 2015 beherrschen in der Regel TPM 2.0. Oft lässt sich die Funktion nämlich durch ein Bios-Update nachrüsten.
© Asus

Dort angekommen, suchen Sie nach einer Einstellung für das TPM. Zumeist werden Sie unter den erweiterten Einstellungen, den Sicherheitsoptionen oder unter Sonstiges fündig – jeder Uefi-Hersteller handhabt das anders. Die Bezeichnung der passenden Option ist ebenfalls nicht einheitlich: Neben TPM oder der ausgeschriebenen Variante „Trusted Platform Module“ finden Sie auf Systemen mit Intel-Prozessor oft die Bezeichnung „PTT“, die für „Platform Trust Technology“ steht. Aktivieren Sie die Funktion und vergessen Sie zudem nicht, die Änderungen zu speichern. Nun ist TPM 2.0 aktiv und der Weg für die Installation von Windows 11 ist damit geebnet.

Tipp: Fit für Windows 11: Die Hardware-Voraussetzungen

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