2655321

Windows 11: So aktivieren Sie den Gott-Modus – das bringt er

20.04.2022 | 12:00 Uhr | Panagiotis Kolokythas

Auch unter Windows 11 lässt sich mit einem Trick der sogenannte Gott-Modus freischalten. Wir zeigen Ihnen, wie es geht und was es bringt.

Wie in früheren Windows-Versionen gibt es auch in Windows 11 einen geheimen Schalter, über den sich der "Gott-Modus" freischalten lässt. Ist dieser "Gott-Modus" aktiviert, dann haben Sie den Zugriff auf alle Systemsteuerungseinträge innerhalb eines Ordners und müssen sich nicht mehr mühsam durch die Ordner in der Systemsteuerung quälen.

So schalten Sie den Gott-Modus frei

Um den "Gott-Modus" in Windows 11 zu aktivieren, klicken Sie zunächst mit der rechten Maustaste auf eine leere Stelle auf dem Desktop und wählen dann im Kontext-Menü den Eintrag "Neu" und dann "Ordner" aus. Anschließend klicken Sie mit der rechten Maus auf den neu angelegten Ordner, wählen im Kontextmenü "Umbenennen" aus und ändern den Namen des Ordners wie folgt:

GottModus.{ED7BA470-8E54-465E-825C-99712043E01C}

Welcher Text vor dem ".{" steht, ist dabei völlig egal. Wichtig ist nur, dass dort ein Wort steht und darauf ".{ED7BA470-8E54-465E-825C-99712043E01C}" folgt. Nach dem Umbenennen des Ordners ändert sich das Aussehen des Icons. Der Ordnername wird nicht angezeigt.

Den Ordner "GottModus" legen wir auf dem Windows-11-Desktop ab
Vergrößern Den Ordner "GottModus" legen wir auf dem Windows-11-Desktop ab

Was bringt der Gott-Modus?

Der Gott-Modus schaltet eine komplette Liste aller Aufgaben der Windows-Systemsteuerung frei. Das ist etwa dann hilfreich, wenn Sie die genaue Bezeichnung einer gewünschten Einstellung nicht kennen. Oder eben alle Einstellungsmöglichkeiten an einem Ort wünschen.

Insgesamt gibt es Dutzende Einträge, die einen schnellen Zugriff auf die Einstellungsmöglichkeiten erlauben. Sortiert sind diese in Hauptkategorien wie "Datum und Uhrzeit", "Energieoptionen", "Geräte und Drucker", "Explorer-Optionen" und "Benutzerkonten".

Alle Einstellungen an einem Ort mit dem Gott Modus
Vergrößern Alle Einstellungen an einem Ort mit dem Gott Modus
© IDG

Allerdings warnen wir auch von der Nutzung des Gott-Modus: Viele der Einstellungen richten sich an Windows-Profis! Das Herumspielen in den Einstellungen kann im Extremfall zu einem Totalausfall des Systems führen.

Wieso heißt der Gott-Modus "Gott-Modus"?

Microsoft integriert den "Gott-Modus" bereits seit vielen Windows-Versionen, mindestens seit Windows 7. Die Microsoft-Entwickler nutzen diese geheime und undokumentierte Funktion, um sich einen schnelleren und direkteren Zugriff auf alle Windows-Funktionen zu verschaffen.

Eher unwahrscheinlich ist, dass Microsoft auch intern die Funktion "Gott-Modus" nennt. Der Begriff stammt eigentlich aus dem Gaming-Bereich. Früher versteckten Spiele-Entwickler gerne einen "Gott-Modus" im Code, um ihre Spiele besser durchtesten zu können. Im 3D-Shooter-Klassiker "Doom" lässt etwa der Gott-Modus nach Eingabe von IDDQD aktivieren, wodurch der Spieler unbesiegbar wird.

Lesetipp: So aktivieren Sie den Gott-Modus in Windows 10

PC-WELT Marktplatz

2655321