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Windows 10 gratis aufwerten: So wird Home zu Pro

05.08.2019 | 08:02 Uhr | Thorsten Eggeling

Windows 10 Home und Pro unterscheiden sich im Preis und bei den Funktionen. Doch fast alles, was in der Home-Edition fehlt, lässt sich über Tricks oder Tools nachrüsten.

Windows 10 gibt es in mehreren, unterschiedlich ausgelegten Varianten. Auf vielen Notebooks und PCs für private Nutzer ist die Home-Edition installiert. Teurere oder für den geschäftlichen Einsatz bestimmte Geräte sind meist mit der Pro-Edition ausgestattet.

Die Editionen unterscheiden sich im Preis. Microsoft verlangt für die Home-Edition zurzeit 145 Euro, Pro kostet 259 Euro. Im Onlinehandel sind günstigere Angebote zu finden, Windows 10 Pro meist für deutlich unter 100 Euro. Nicht alle davon sind seriös und manchmal klappt die Aktivierung mit dem gekauften Lizenzschlüssel nicht oder nicht auf Dauer.

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Den Preisunterschied zwischen Home und Pro rechtfertigt Microsoft mit dem Mehr an Funktionen. Einige sind für den privaten Benutzer nicht von Bedeutung, andere wären für Jedermann nützlich. Wer die Pro-Funktionen braucht, kann die Home-Installation upgraden und den Aufpreis bezahlen. Eine Gratis-Option ist, die fehlenden Funktionen mit Zusatztools nachzurüsten oder mit einem Trick zu aktivieren. Was Sie dafür benötigen, beschreiben wir in diesem Artikel und liefern die passende Software gleich mit. Vergleichen Sie, ob sich ein Upgrade auf Pro für Sie lohnt, oder ob die vorgeschlagenen Freeware-Tools für Sie ausreichen.

Windows 10 Pro: Das sind die Vorteile zu Windows 10 Home

1. Externe Laufwerke mit Bitlocker verschlüsseln 

Das Passwort bei der Windows-Anmeldung schützt Ihren Rechner nur unzureichend. Wer Zugang zum PC hat, kann ein Zweitsystem von einem USB-Stick starten und dann auf Ihre Dateien zugreifen. Vor allem mobile Geräte sind gefährdet, wenn sie in die Hände von unbefugten Personen fallen.

Der einzig wirksame Schutz vor Datenspionage ist Verschlüsselung, wofür Windows Bitlocker mitbringt. Bitlocker-Laufwerke lassen sich nur unter den Pro-Editionen und höher erstellen. Mit den Home-Versionen können Sie immerhin auf die verschlüsselten Laufwerke zugreifen. Wer Bitlocker hier nutzen möchte, verschlüsselt beispielsweise einen USB-Stick auf einem Rechner, der mit einer Pro-Edition läuft.

Alle Bitlocker-Funktionen sind über die Kontextmenüs der Laufwerke erreichbar: „Bitlocker aktivieren“, „Laufwerk entsperren“, „Bitlocker verwalten“. Verschlüsselte Laufwerke werden erst nach Eingabe des Kennworts geladen.

Um beispielsweise ein USB-Laufwerk zu verschlüsseln, klicken Sie es im Windows-Explorer mit der rechten Maustaste an und wählen „Bitlocker aktivieren“. Ein Assistent leitet Sie durch die nötigen Schritte; dabei legen Sie auch ein Entsperrpasswort fest.

2. Systemlaufwerk mit Bitlocker verschlüsseln 

Die Systemfestplatte lässt sich in einer Pro-Edition auf dem gleichen Weg verschlüsseln wie in Punkt 1 beschrieben, allerdings nur, wenn ein TPM-Chip (Trusted Platform Module) auf der Hauptplatine des PCs zu finden ist. Andernfalls erhalten Sie nur einen Hinweis über nötige Änderungen in den Gruppenrichtlinien. Öffnen Sie den Editor für lokale Gruppenrichtlinien (Tastenkombination Win-R, gpedit.msc eingeben) und gehen Sie auf „Computerkonfiguration –› Administrative Vorlagen –› Windows-Komponenten –› BitLocker-Laufwerkverschlüsselung –› Betriebssystemlaufwerke“. Per Doppelklick auf die Richtlinie „Zusätzliche Authentifizierung beim Start anfordern“ öffnen Sie ein Fenster, in dem Sie die Option „Aktiviert“ wählen. Außerdem muss bei „BitLocker ohne kompatibles TPM zulassen“ ein Häkchen gesetzt sein. Bestätigen Sie mit „OK“. Danach klicken Sie im Windows-Explorer das Systemlaufwerk „C:“ mit der rechten Maustaste an und gehen auf „BitLocker aktivieren“. Anschließend geht es gemäß den Anweisungen des Assistenten weiter.

3. Alternative Laufwerksverschlüsselung mit Veracrypt 

USB-Laufwerk verschlüsseln.
Vergrößern USB-Laufwerk verschlüsseln.

Veracrypt  ist der Nachfolger des bewährten Tools True Crypt. Bei der Veracrypt-Installation werden Ihnen zwei Optionen angeboten. Wählen Sie „Installieren“, wenn Sie auch die Windows-Festplatte komplett verschlüsseln wollen. Mit „Entpacken“ erhalten Sie eine portable Anwendung, die sich nur für eine zweites internes oder für externe Laufwerke eignet. Veracrypt ist im Vergleich zu Bitlocker etwas umständlich zu bedienen. Am einfachsten ist es, einen verschlüsselten Container zu erstellen. Dabei handelt es sich um eine einzelne Datei, die Sie etwa auf einem USB-Stick unterbringen, bei Bedarf aber beliebig kopieren oder verschieben können. Klicken Sie in Veracrypt auf „Volume erstellen“, belassen Sie die Option „Eine verschlüsselte Containerdatei erstellen“, und klicken Sie auf „Weiter“. Folgen Sie den weiteren Anweisungen des Assistenten und übernehmen Sie die in der Regel jeweils standardmäßig gesetzten Optionen. Bei „Volume-Speicherort“ geben Sie nach einem Klick auf „Datei“ Ordner und Name des verschlüsselten Containers an. Im Fenster „Volume-Größe“ legen Sie fest, wie groß der Container sein soll.

Systempartition verschlüsseln.
Vergrößern Systempartition verschlüsseln.

Ist die Volume-Erstellung abgeschlossen, klicken Sie im Veracrypt-Fenster auf einen freien Laufwerksbuchstaben, wählen den Container per Klick auf „Datei“ aus und klicken auf die Schaltfläche „Einbinden“. Nach Eingabe des Passwortes steht der entschlüsselte Inhalt unter dem gewählten Laufwerksbuchstaben bereit.

4. Windows-Systemlaufwerk mit Veracrypt verschlüsseln 

Installiert oder portabel?
Vergrößern Installiert oder portabel?

Gehen Sie in Veracrypt auf „System –› Systempartition/ Laufwerk verschlüsseln“. Folgen Sie den Anweisungen des Assistenten und lesen Sie die Hinweise und Meldungen genau. Sie müssen einen mit den Dateisystemen FAT oder FAT32 formatierten USB-Stick bereithalten, der als Rettungsdatenträger dient. Veracrypt erstellt die Datei „VeraCrypt Rescue Disk.zip“. Diese enthält den Ordner „EFI“, den Sie auf den USB-Stick entpacken. Sollte Windows im Bios-Modus booten, erstellt Veracrypt eine ISO-Datei, aus der Sie eine CD/DVD brennen. Für einen bootfähigen USB-Stick benötigen Sie Veracrypt USB Rescue Disk. Es enthält neben einigen Tools die Datei „Howto.txt“ mit einer Anleitung.

Windows-Partition verschlüsseln
Vergrößern Windows-Partition verschlüsseln

Im letzten Schritt müssen Sie nach einem Klick auf „Test“ Windows neu starten. Geben Sie das festgelegte Passwort ein. Der Wert hinter „PIM“ bleibt leer, drücken Sie nur die Enter-Taste. Nach der Windows-Anmeldung startet Veracrypt automatisch. Klicken Sie auf „Verschlüsseln“, lesen Sie die Hinweise zum Rettungsdatenträger, und bestätigen Sie mit „OK“. Je nach Größe der Partition kann der Vorgang mehrere Stunden in Anspruch nehmen. Danach geben Sie bei jedem Windows-Start das Veracrypt-Passwort ein, um die Systempartition zu entschlüsseln.

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5. Remotedesktop, Remoteunterstützung und Remotehilfe 

Manchmal ist es nützlich, über das Internet oder das lokale Netzwerk auf den Desktop eines anderen PCs zugreifen zu können. Entweder, weil ein Bekannter um Hilfe bittet, oder um Einstellungen bei einem PC in einem anderen Raum zu ändern.

Die Pro-Editionen bringen dafür die Remotedesktopverbindung mit. Sie aktivieren die Funktion, indem Sie Win-Pause drücken und auf „Remoteeinstellungen“ klicken. Wählen Sie die Option „Remoteverbindung auf diesem Computer zulassen“. Auf einem anderen PC starten Sie das Programm „Remotedesktopverbindung“, das auch bei den Home-Editionen installiert ist. Tippen Sie hinter „Computer“ den Namen oder die IP-Adresse des PCs ein, der den Remotedesktop bereitstellt. Nach einem Klick auf „Verbinden“ melden Sie sich mit Benutzernamen und Passwort an und sehen dann den Desktop des entfernten Rechners.

Die Remoteunterstützung funktioniert auch in der Home-Edition, ist aber umständlich einzurichten.
Vergrößern Die Remoteunterstützung funktioniert auch in der Home-Edition, ist aber umständlich einzurichten.

Eine weitere Option in den „Remoteeinstellungen“ ist „Remoteunterstützungsverbindungen mit diesem Computer zulassen“. Die gibt es bei den Home- und Pro-Editionen. Sie ist geeignet, um anderen Benutzern Hilfe anzubieten.

Der Benutzer, der Hilfe anfordert, startet die Remoteunterstützung über die Tastenkombination Win-R, tippt msra ein und klickt auf „OK“ . Weiter geht es mit „Eine vertrauenswürdige Person zur Unterstützung einladen“ und „Einladung als Datei speichern“. Die gespeicherte Datei und das angezeigte Passwort lassen Sie sich dann etwa per E-Mail zuschicken. Sie öffnen ebenfalls die Remoteunterstützung, klicken auf „Einem Benutzer, von dem Sie eingeladen wurden, Hilfe anbieten“ und auf „Einladungsdatei verwenden“. Öffnen Sie die Einladungsdatei und melden Sie sich mit dem Passwort an. Ihr Gegenüber muss den Zugriff noch bestätigen. Sie sehen jetzt den Bildschirm des anderen PCs, können ihn aber nicht fernsteuern. Damit das funktioniert, klicken Sie auf „Steuerung anfordern“, was der Benutzer des ferngesteuerten Computers mit „Ja“ bestätigen muss.

Die Remotedesktopverbindung und Remoteunterstützung sind ohne weitere Maßnahmen nur im lokalen Netzwerk nutzbar. Für den Zugriff über das Internet muss im DSL-Router der Port 3389 geöffnet sein. Weitere Informationen dazu lesen Sie hier . Aufgrund der aufwendigen Konfiguration sind beide Funktionen daher nicht für jeden Nutzer geeignet.

Die Remotehilfe ist schnell konfiguriert, erfordert aber ein Microsoft- Konto.
Vergrößern Die Remotehilfe ist schnell konfiguriert, erfordert aber ein Microsoft- Konto.

Einfacher geht’s mit der Remotehilfe, die bei Windows 10 ab Version 1607 standardmäßig installiert ist (Home und Pro). Die Verbindung läuft über einen Microsoft-Server, was die Anmeldung mit einem Microsoft-Konto erforderlich macht. Eine Portweiterleitung im Router oder Firewall-Regeln sind nicht nötig. Starten Sie die Remotehilfe über eine Suche im Startmenü. Nach einem Klick auf „Unterstützen einer anderen Person“ generiert die App einen Code, den Sie dem Hilfesuchenden mitteilen. Dieser gibt den Code in der Remotehilfe ein und klickt auf „Bildschirm freigeben“. Sie bestätigen den Vollzugriff dann mit „Weiter“, der Hilfesuchende mit „Zulassen“.

Die installierte Windows-Edition und -Version ermitteln

Welche Edition auf Ihrem PC oder Notebook eingerichtet ist, finden Sie über die Tastenkombination Win-Pause heraus. Damit öffnen Sie den Bereich „System“ in der Systemsteuerung. Unter „Windows-Edition“ sehen Sie dann „Windows 10 Home“ oder „Windows 10 Pro“. Um welche Version des Systems es sich handelt, ermitteln Sie über die Tastenkombination Win-R und die Eingabe von winver, die Sie per Klick auf „OK“ bestätigen. Im Fenster „Info“ sehen Sie beispielsweise „Version 1903 (Build 18362.175)“. Die Build-Nummer ändert sich nach größeren Updates, die Version nach den Funktions-Upgrades zweimal im Jahr.

6. Fernwartung mit Teamviewer als Alternative einrichten

Teamviewer  ist ein bewährtes Tool zur Fernwartung über das lokale Netzwerk und das Internet. Die Software ist für private Nutzer kostenlos. Die Vermittlung der Verbindung läuft über den Teamviewer-Server im Internet. Besondere Firewall-Regeln sind nicht nötig, und an der Konfiguration des DSL-Routers muss nichts geändert werden, auch wenn Sie über das Internet auf einen anderen PC zugreifen. Teamviewer muss auf Ihrem PC und auf dem Rechner installiert sein, den Sie fernsteuern wollen. Noch einfacher geht es, wenn der Hilfesuchende Teamviewer Quick Support  herunterlädt. Das Tool erfordert keine Installation und lässt sich direkt starten. 

Teamviewer Quick Support lässt sich ohne Installation starten.
Vergrößern Teamviewer Quick Support lässt sich ohne Installation starten.

Teamviewer zeigt unter „Fernsteuerung zulassen“ eine ID und ein Passwort an, die Ihr Gegenüber Ihnen mitteilt. Tippen Sie die ID unter „Partner-ID“ ein, klicken Sie auf „Verbinden“ und melden Sie sich mit dem Passwort an. Sie können dann ohne weitere Rückfragen auf dem entfernten Desktop arbeiten. Unter „Dateien & Extras“ finden Sie mit „Dateiübertragung öffnen“ eine praktische Zusatzfunktion. Es öffnet sich ein einfacher Dateimanager, über den sich Dateien oder Ordner zwischen den PCs übertragen lassen.

Unbeaufsichtigter Zugriff: Wenn Teamviewer automatisch starten und auf Remoteverbindungen warten soll, gehen Sie im Programm auf „Extras –› Optionen“. Setzen Sie unter „Allgemein“ ein Häkchen vor „TeamViewer mit Windows starten“. Danach werden Sie aufgefordert, ein Passwort festzulegen. Mit der angezeigten ID und dem Passwort können Sie sich jetzt von einem anderen Rechner aus anmelden.

Konfigurieren Sie Teamviewer für den automatischen Start mit Windows und legen Sie ein Passwort fest. Der Rechner lässt sich dann jederzeit und ohne Rückfragen fernbedienen.
Vergrößern Konfigurieren Sie Teamviewer für den automatischen Start mit Windows und legen Sie ein Passwort fest. Der Rechner lässt sich dann jederzeit und ohne Rückfragen fernbedienen.

Tipp: Direkt über das lokale Netzwerk lässt sich eine Verbindung schneller herstellen als bei Vermittlung über den Teamviewer-Server. Dazu muss in den Teamviewer-Einstellungen des ferngesteuerten PCs unter „Allgemein“ hinter „Eingehende LAN-Verbindungen“ der Wert „Akzeptieren“ eingestellt sein. Für die Verbindung tippen Sie jetzt die IP-Adresse statt der Partner-ID ein.

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7. Gruppenrichtlinien zur Systemverwaltung nutzen 

Der Gruppenrichtlinieneditor lässt sich auch in der Home-Version aktivieren.
Vergrößern Der Gruppenrichtlinieneditor lässt sich auch in der Home-Version aktivieren.

Der Editor für lokale Gruppenrichtlinien ist ein Tool in der Pro-Edition, über das Administratoren einzelne Benutzerrechte detailliert festlegen können. In der Home-Edition fehlt der Editor. Er lässt sich aber nachinstallieren. Dazu erstellen Sie eine Textdatei mit der Endung „.bat“ und folgendem Inhalt (sechs Zeilen): 

@echo off 
pushd "%~dp0" 
dir /b %SystemRoot%\servicing\Packages\Microsoft-Windows-GroupPolicy-ClientExtensions-Package~3*.mum >List.txt 
dir /b %SystemRoot%\servicing\Packages\Microsoft-Windows-GroupPolicy-ClientTools-Package~3*.mum >>List.txt
for /f %%i in ('findstr /i . List.txt 2^>nul') do dism /online /norestart /add-package:"%SystemRoot%\servicing\Packages\%%i" 
pause 

Klicken Sie die Datei im Windows-Explorer mit der rechten Maustaste an und wählen Sie „Als Administrator ausführen“. Danach starten Sie Windows neu. Der Gruppenrichtlinieneditor lässt sich jetzt über die Tastenkombination Win-R und gpedit.msc starten.

Windows-Anwendungen verbieten oder erlauben

Für mehr Sicherheit lassen sich in Windows 10 Pro Richtlinien für Softwarebeschränkungen festlegen. Damit kann man den Start einzelner Anwendungen erlauben (Whitelist) oder bestimmte Anwendungen verbieten (Blacklist). Bei der Home-Edition fehlt diese Möglichkeit.

Bitte beachten Sie, dass sich die beiden nachfolgend genannten Tools an erfahrene Benutzer wenden. Bei einer Fehlkonfiguration wird Windows unter Umständen unbenutzbar. Halten Sie auf jeden Fall ein Backup bereit.

App Samvid  ist ein kostenloses Tool, über das Sie eine Whitelist beziehungsweise Blacklist für Programme erstellen. Bei der Installation legen Sie ein Admin-Passwort fest und wählen die Option „Scan Now“. Das Tool erstellt eine Liste aller ausführbaren Dateien. Nach dem Start von App Samvid gehen Sie auf „Edit Whitelist“ und aktivieren „View System Drive Applications“. Um die Ausführung bestimmter Programme zu verbieten, markieren Sie sie und klicken auf „Blacklist“. Danach gehen Sie auf „Home“, aktivieren die Option „Enable Whitelist Enforcement“ und klicken auf „Apply“. Neue oder unbekannte Programme lassen sich jetzt nicht starten oder installieren. Sollte das nötig sein, schalten Sie App Samvid ab. Voodoo Shield  ist etwas übersichtlicher, erfordert aber eine kostenlose Registrierung. Nach der Installation klicken Sie auf „AutoPilot Mode“. Voodoo Shield lässt alle bekannten und digital signierten Anwendungen zu. Ansonsten gibt das Tool eine Einschätzung ab und überlässt es Ihnen, ob Sie das Programm starten, blockieren oder in einer Sandbox ausführen möchten.

8. Virtuelle Maschinen mit Hyper-V verwenden 

Hyper-V ist eine Virtualisierungslösung von Microsoft. In virtuellen Maschinen lassen sich Betriebssysteme und Anwendungen installieren und unabhängig vom Hauptsystem verwenden. Das ist nützlich, wenn man neue Systeme oder Software ausprobieren möchte, ohne das installierte Windows zu beeinträchtigen. In der Home-Version fehlt Hyper-V. Alternativ verwenden Sie Virtualbox (siehe Punkt 9). Mit einem Trick lässt sich Hyper-V aber auch in Windows 10 Home Version 1903 aktivieren. Das ist von Microsoft jedoch nicht offiziell vorgesehen. Der reibungslose Betrieb ist nicht gewährleistet und der Trick kann bisher unbekannte Nebenwirkungen haben. Beachten Sie außerdem, dass Sie Hyper-V wieder abschalten müssen, wenn Sie Virtualbox verwenden möchten.

Erstellen Sie eine Textdatei mit der Endung „.bat“ (sechs Zeilen):

pushd "%~dp0" 
dir /b %SystemRoot%\servicing\Packages\*Hyper-V*.mum >hyper-v.txt 
for /f %%i in ('findstr /i . hyper-v.txt 2^>nul') do dism /online /norestart /add-package:"% SystemRoot%\servicing\Packages\%%i" 
del hyper-v.txt 
Dism /online /enable-feature /featurename:Microsoft-Hyper-V-All /LimitAccess /ALL 
pause 

Starten Sie die Batchdatei über „Als Administrator ausführen“ und danach Windows neu. Einen Artikel mit Tipps zu Hyper-V finden Sie hier .

Um Hyper-V zu deaktivieren, verwenden Sie eine Suche nach Features und klicken auf „Windows Features aktivieren oder deaktivieren“. Entfernen Sie das Häkchen vor „Hyper-V“, klicken Sie auf „OK“ und starten Sie Windows neu.

9. Virtuelle Maschinen mit Virtualbox erstellen

Virtualbox  ist für die meisten Benutzer einfacher zu bedienen als Hyper-V. Die Software ist kostenlos und lässt sich in allen Editionen von Windows 7 bis 10 verwenden.

Nach der Installation richten Sie das Virtualbox Extension Pack  per Doppelklick auf die Datei im Windows-Explorer ein. Per Klick auf „Neu“ starten Sie einen Assistenten für die Einrichtung einer virtuellen Maschine. Sie legen fest, um welches Betriebssystem es sich handelt, wie viel Hauptspeicher es verwenden soll und wie groß die virtuelle Festplatte werden darf. Zu Installation eines Gastsystems benötigen Sie die ISO-Datei des Setup-Mediums, die Sie über Windows ISO Downloader  herunterladen. Informationen zu den Details der Virtualbox-Konfiguration finden Sie hier .

Die Themen in Tech-up Weekly #160:

► Gaming-Studie: PC nur noch auf Platz 3 in Deutschland: www.pcwelt.de/news/Gaming-Studie-PC-nur-noch-auf-Platz-3-in-Deutschland-10629793.html

► Faceapp: Macher reagieren auf Datenschutz-Bedenken: www.pcwelt.de/news/Faceapp-Macher-reagieren-auf-Datenschutz-Bedenken-10631280.html

► Hacker entwickeln gefährliche Android-App: www.pcwelt.de/news/Hacker-entwickeln-Android-App-die-Menschen-toeten-kann-10630982.html

Quick-News:

► Uplay+: Ubisoft-Spieleflat startet mit 108 Spielen: www.pcwelt.de/news/Uplay-Ubisoft-Spieleflat-startet-mit-108-Spielen-10630556.html

► DAZN kauft Bundesliga-Rechte von Eurosport: www.pcwelt.de/news/DAZN-kauft-Bundesliga-Rechte-von-Eurosport-10631516.html

► 1,5 Millionen Facebook-Nutzer wollen Area 51 stürmen: www.pcwelt.de/news/1-5-Millionen-Facebook-Nutzer-wollen-Area-51-stuermen-10631268.html

► iTAN-Verfahren wird Mitte September eingestellt: www.pcwelt.de/news/iTAN-Verfahren-wird-Mitte-September-eingestellt-10630013.html

► Nintendo: Neues Switch-Modell mit größerem Akku: www.pcwelt.de/news/Nintendo-Neues-Switch-Modell-mit-groesserem-Akku-10631241.html

► Urteil: Telekom muss "StreamOn"-Angebot ändern: www.pcwelt.de/news/Urteil-Telekom-muss-StreamOn-Angebot-stoppen-10629014.html

Fail der Woche:

► E-Scooter-Vergehen sollen härter bestraft werden: www.pcwelt.de/news/E-Scooter-Vergehen-sollen-haerter-bestraft-werden-10630580.html

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