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Wann ist es Zeit für einen neuen Computer?

12.07.2019 | 09:02 Uhr |

Ärgern Sie sich immer häufiger über Ihren Rechner, weil Sie mit seiner Leistung unzufrieden sind? Stürzt er immer häufiger ab oder meldet er Fehler, die Sie sich nicht erklären können? Dann könnte es an der Zeit sein, sich einen neuen PC anzuschaffen.

Natürlich nutzen sich im Laufe der Zeit sämtliche Komponenten mehr oder weniger ab. Dies ist ein schleichender Prozess und nicht alle Bestandteile Ihres PCs geben auf einmal den Geist auf. Daher kann es durchaus sein, dass Sie Ihrem treuen Begleiter mit dem einen oder anderen Ersatzteil weiterhelfen können, bevor Sie ihn komplett ersetzen. Dazu sollten Sie aber zunächst herausfinden, welche Fehler am häufigsten auftreten.

Softwareprobleme: Wenn eine Software regelmäßig abstürzt oder sogar einfriert, ist dies ein deutliches Zeichen dafür, dass etwas nicht stimmt. Denn stoßen die Programme auf Probleme, kann das den kompletten Computer verlangsamen und zu einem Bluescreen führen. Hierbei kann es sich um lediglich ein problematisches Programm, jedoch auch um mehrere fehlerhafte Anwendungen handeln. Um einen Hardwarefehler auszuschließen, empfehlen wir Ihnen, die Datenfestplatte neu zu formatieren und das Windows-Betriebssystem danach erneut zu installieren. Sollten die Abstürze im Anschluss daran immer noch auftreten, so könnte ein Hardwaredefekt vorliegen.

Hardwarefehlfunktionen: Da jederzeit eine Hardwarekomponente ausfallen kann, sollten Sie bei Fehlern ebenfalls diese Möglichkeit im Hinterkopf behalten. Abhängig davon, wo der Fehler auftritt, kann bereits ein einfacher Austausch der defekten Komponente helfen.

Manchmal ist es schwierig festzustellen, ob der Computer tatsächlich schon ausgedient hat oder ob sich eine Reparatur lohnt. Hinweise geben Hardwaregeräusche genauso wie Fehlfunktionen in Anwendungen.
Vergrößern Manchmal ist es schwierig festzustellen, ob der Computer tatsächlich schon ausgedient hat oder ob sich eine Reparatur lohnt. Hinweise geben Hardwaregeräusche genauso wie Fehlfunktionen in Anwendungen.

Mainboard-Ausfall: Das Motherboard ist tatsächlich eines der wichtigsten Bauteile Ihres Computers, weil es sozusagen alle Komponenten zusammenhält. Fällt diese Hardware aus, ist es oft einfacher, sich ein ganz neues System zu kaufen, als nur das Mainboard auszutauschen. Denn zur neuen Hauptplatine passen häufig auch CPU, RAM und Grafikkarte nicht mehr.

Andere Hardwareteile: Für den Fall, dass Ihre Maus einfrieren sollte, könnte eventuell ein Defekt des USB-Ports vorliegen. Um das zu testen, können Sie die Maus oder Tastatur ganz einfach in einen anderen Port stecken. Doch selbst wenn mehrere USB-Steckplätze betroffen sind, kommt eine Reparatur zumeist kostengünstiger, als einen neuen PC anzuschaffen.

Seltsame Geräusche: Stellen Sie ein Klick- oder ein Schleifgeräusch fest, naht häufig auch der Ausfall Ihres Computers. Denn dabei handelt es sich zumeist um einen Defekt der Magnetfestplatte. Ein solcher Fehler kann im schlimmsten Fall zum Verlust Ihrer Daten führen. Ein weiteres verdächtiges Geräusch können laute Lüfter verursachen. Meist sind sie mit viel Staub oder Schmutz bedeckt, was dann die Kühlleistung einschränkt und gleichfalls zu einem Ausfall führen kann. Des Weiteren kann ein übermäßig starkes Lüftergeräusch auch auf einen anderen Defekt hinweisen, weshalb Sie der Sache auf den Grund gehen sollten.

Der Tausch eines Mainboards zieht meist einen langen Rattenschwanz nach sich, wenn andere Komponenten wie Prozessor, RAM und Grafikkarte nicht mehr passen.
Vergrößern Der Tausch eines Mainboards zieht meist einen langen Rattenschwanz nach sich, wenn andere Komponenten wie Prozessor, RAM und Grafikkarte nicht mehr passen.

Nachlassende Leistung: Wenn Ihr Rechner auffallend langsam und träge läuft, liegt das möglicherweise an unzureichendem Speicherplatz oder an veralteter Software. Einen Virenbefall sollten Sie in einer solchen Situation ebenfalls nicht ausschließen und umgehend einen Virenscan durchführen. Manchmal reicht es allerdings auch aus, wenn Sie etwas Platz auf der Festplatte schaffen und zudem veraltete Programme und Dateien restlos entfernen. Ändert diese Maßnahme nichts am Verhalten des Rechners, kommt er möglicherweise aufgrund veralteter Hardware mit moderner Software schlecht zurecht – dies ist ein klares Zeichen von Alter.

Grundsätzlich gilt: Sollten Sie für die Reparatur oder den Austausch alter und defekter Hardware mehr als die Hälfte eines neuen Rechners ausgeben müssen, so lohnt sich der Aufwand nicht mehr. Denn abgesehen von den Kosten ist zu erwarten, dass weitere Defekte nicht mehr lange auf sich warten lassen. Abhilfe schafft hier nur eine PC-Neuanschaffung. 

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