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WLAN-Check: Hat jedes Gerät die beste Verbindung?

25.10.2020 | 08:01 Uhr |

Ob die Geräte im Heimnetz tatsächlich immer den besten Zugangspunkt am jeweiligen Standort nutzen, erkennen Sie nicht auf einen Blick. Dafür benötigen Sie zusätzliche Apps und Programme.

Band-Steering, Access-Point-Steering, WLAN-Roaming: Viele Techniken wollen in einem Funknetz dafür sorgen, dass jedes Gerät überall die beste Verbindung hat. Das Zusammenspiel dieser Funktion bezeichnen viele Hersteller als Mesh: In der Praxis bedeutet das, das Sie zum Beispiel mit einem Notebook oder Smartphone durch Ihre Wohnung wandern können, ohne dass die WLAN-Verbindung schlechter wird – sofern Ihr Funknetz natürlich per WLAN-Router, WLAN-Repeater oder WLAN-Mesh-System überall hingelangt.

Ob die Geräte aber auch tatsächlich immer zum besten Zugangspunkt am jeweiligen Standort wechseln, erkennen Sie nicht auf einen Blick. Denn üblicherweise arbeiten alle WLAN-Stationen im Mesh mit derselben SSID und demselben WLAN-Passwort: In den WLAN-Einstellungen des Notebooks oder Smartphones ändern sich daher die sofort wahrnehmbaren Infos zur Verbindung nicht. Dafür benötigen Sie zusätzliche Apps und Programme.

Die Fritz-App-WLAN gibt einen Hinweis, wenn das Smartphone zwischen WLAN-Zugangspunkten wechselt.
Vergrößern Die Fritz-App-WLAN gibt einen Hinweis, wenn das Smartphone zwischen WLAN-Zugangspunkten wechselt.

Am einfachsten funktioniert diese Prüfung am Smartphone: Nutzen Sie dafür die Fritz-App WLAN von AVM. Für den Roaming- Check können Sie sie mit jedem Router und Repeater verwenden, es muss kein AVM-Modell sein. Klicken Sie unter „MEIN WLAN“ auf den Eintrag „WLAN MESSEN“ und bewegen Sie sich mit dem Smartphone durch die Wohnung. Die App zeichnet nun das WLAN-Tempo zwischen dem Phone und dem Zugangspunkt auf, mit dem es aktuell verbunden ist. Wenn Sie nun laufend Ihren Standort wechseln, sollte im Diagramm über den horizontalen Messgraphen für Datenrate (gelb) und Signalstärke (blau) ein senkrechter schwarzer Strich erscheinen, der zum Beispiel mit „Netzwerkgerät 5 GHz“ oder „Netzwerkgerät 2,4 GHz“ bezeichnet ist. Daran erkennen Sie, dass das Smartphone sich mit einem anderen Zugangspunkt verbunden hat. Außerdem zeigt die App beim Verbindungswechsel ganz kurz die MAC-Adresse des neuen Zugangspunkts an.

Im Fritzbox-Protokoll erkennen Sie, ob und wenn ja, welchen Geräten der Router per Band- oder Access-Point-Steering zu einer besseren Verbindung verhilft.
Vergrößern Im Fritzbox-Protokoll erkennen Sie, ob und wenn ja, welchen Geräten der Router per Band- oder Access-Point-Steering zu einer besseren Verbindung verhilft.

Auf einem Windows-Rechner lässt sich mit einfachen Bordmitteln nur der Wechsel des Funkbandes erkennen: Klicken Sie dazu in den Windows-Einstellungen unter „Netzwerk und Internet –› WLAN“ auf die aktive WLAN-Verbindung. Unter „Eigenschaften“ achten Sie auf die Informationen in den Zeilen „Netzfrequenzbereich“ und „Netzwerkkanal“. Wenn Sie sich anschließend in einem anderen Bereich der Wohnung befinden, rufen Sie dieses Menü erneut auf, um zu prüfen, ob das Notebook nun auf ein anderes Frequenzband gewechselt ist: Unter „Netzfrequenzbereich“ steht dann zum Beispiel „2,4 GHz“, wenn vorher noch „5 GHz“ angezeigt wurde.

Die Funktionen Band-Steering und Access-Point-Steering übernehmen Router und Repeater: Deshalb können Sie auch in deren Ereignisprotokollen überprüfen, ob und bei welchen WLAN-Clients ein Verbindungswechsel tatsächlich stattfindet. Besonders einfach ist das bei einer Fritzbox: Sie zeigt mit Einträgen wie „WLAN-Gerät wurde umgemeldet (AP-Steering)“ beziehungsweise „WLAN-Gerät wurde umgemeldet (Band-Steering)“ unter Nennung des betroffenen Geräts klar an, dass sie WLAN-Clients im Mesh zu einer besseren Verbindung verschiebt.

Tipp: Die fünf besten WLAN-Diagnose-Tools

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