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Updates und Upgrade verzögern: Wirrwarr in Windows 10 auflösen

28.06.2019 | 13:36 Uhr | Peter Stelzel-Morawietz

Windows 10 Pro bietet mittlerweile eine ganze Reihe Möglichkeiten, die meist monatlich erscheinenden Updates sowie die „Funktionsupdates“ auf später zu verschieben.

Mit letzterem Ausdruck bezeichnet Microsoft die halbjährlichen Versions-Upgrades seines Betriebssystems, also die Versionen 1709, 1803, 1809, 1903 und so weiter. Das sei deshalb noch einmal betont, weil Windows 10 beim vorübergehenden Aussetzen der Aktualisierungen zwischen beiden Updatearten unterscheidet.

Die im Folgenden beschriebenen Möglichkeiten zum Pausieren der Aktualisierungen beziehen sich auf Windows 10 Version 1903, also auf das sogenannte Mai-Update. Ein Teil der Einstellungen findet sich nur in der Pro-Version von Windows 10, wir gehen dabei jeweils auf die Unterschiede zwischen Home und Professional ein.

So geht’s: Wenn Sie in der Einstellungen-App von Windows 10 Pro auf „Updates & Sicherheit“ klicken, sehen Sie die neue Funktion „Updatepause für 7 Tage“. Hier genügt ein einziger Mausklick, um sämtliche Aktualisierungen für die folgende Woche zu unterbinden. Das kann wichtig sein, wenn der Computer die folgenden Tage unbedingt funktionieren muss und man in dieser Zeit keinerlei Update-Risiko eingehen möchte. Die „Updatepause“ ist Bestandteil beider Windows-Versionen, sie lässt sich nach dem Aktiveren durch Anklicken von „Update fortsetzen“ jederzeit wieder außer Kraft setzen.

Wenn Sie im Fenster des Windows Updates auf „Erweiterte Optionen“ klicken, werden die Unterschiede zwischen der Home- und der Pro-Version deutlich. Gleich sind noch die ersten fünf Einstellungen, von denen die oberste die wichtigste ist: Mit „Erhalten Sie Update für andere Microsoft-Produkte ...“ aktualsieren Sie nicht nur das Betriebssystem, sondern auch Ihre Officesuite und andere Tools des US-Herstellers.

Mit dem Mai-Update (Version 1903) beschränken sich die Einstellungen zum selektiven Verzögern neuer Updates nicht mehr ausschließlich auf Windows 10 Pro.
Vergrößern Mit dem Mai-Update (Version 1903) beschränken sich die Einstellungen zum selektiven Verzögern neuer Updates nicht mehr ausschließlich auf Windows 10 Pro.

Die fünfte Option, also „Updates aussetzen“, ist eine Spezifizierung der schon genannten 7-Tage-Spanne. Wenn Sie hier ein konkretes Datum eingeben, und dann ein Fenster zurückblättern, sehen Sie, dass Windows die Wochenfrist geändert hat. Möglich ist hier eine Dauer von maximal 35 Tagen. 

An dieser Stelle enden die Gemeinsamkeiten der Home- und der Professional-Version. Pro erlaubt zwei weitere Funktionen: Zum einen lassen sich hier die Funktionsupdates, also die halbjährlichen neuen Versionen, bis zu einem vollen Jahr zurückstellen (365 Tage).

Zum anderen können Sie auch die „Qualitätsupdates“ grundsätzlich verschieben. Also alle normalen Updates und Patches, die Microsoft jeden zweiten Dienstag eines Monats am sogenannten Patch Day ausrollt. Nun ist das Schließen von Sicherheitslücken zwar sinnvoll, trotzdem kann man durchaus darüber nachdenken, die Installation ein paar Tage zu verschieben – quasi vorsorglich, falls ein Update (wieder) einmal für erhebliche Probleme sorgt und Microsoft diese nach kurzer Zeit mit einem korrigierten Update löst. Hier beträgt die maximale Verzögerung 30 Tage.  

Tipp: Windows 10 Pro: Das sind die Vorteile zu Windows 10 Home

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