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So verhindern Sie die Übertragung von Drucker-Nutzungsdaten

06.04.2017 | 15:10 Uhr |

Auch Multifunktionsdrucker sammeln eine große Menge an Nutzerdaten und geben diese an den Hersteller weiter. So verhindern Sie, dass diese Daten übermittelt werden.

Sie haben sich einen neuen Multifunktionsdrucker zugelegt. In der Eile haben Sie bei der Installation übersehen, das Übertragen von Nutzungsdaten zu untersagen. Dazu hätten Sie die Programmauswahl vor der Installation manuell definieren müssen, um bestimmte Tools von der Installation auszuschließen. Obwohl die Hersteller beteuern, dass keine personenbezogenen Daten gesendet werden, ist Ihnen die Geschichte nicht geheuer und Sie wollen sichergehen, dass keine Daten übertragen werden.

Alle Hersteller von Druckern und Multifunktionsgeräten für den Heimgebrauch wollen wissen, wie ihre Geräte in der täglichen Praxis genutzt werden. Deshalb haben viele eine Abfragefunktion der Nutzerdaten in die Installationsroutine in Form eines Tools eingebaut. Beispielsweise HP bezeichnet das Programm ganz harmlos als „Studie zur Verbesserung von …“. Danach folgt meist die Produktbezeichnung Ihres Modells.

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Die Daten, die die Tools abfragen, sind umfassend. Die Liste bei HP enthält Computereigenschaften wie Betriebssystem, Hauptspeicherkapazität, Region, Sprache und lokale Zeitzone. Dazu wird die Modellnummer übermittelt und Daten zur Nutzung, etwa die Anzahl der gedruckten Seiten, der verwendete Druckmodus, die eingesetzten Medien, die Tintenmarke, die Dateitypen und eingesetzten Anwendungen. Druckerereignisse wie Tintenfüllstandswarnungen gehen genauso an den Hersteller wie die Benutzung von Fax, Scanner oder Webservices. Die Daten werden übermittelt, sobald Ihr Rechner eine Internetverbindung aufgebaut hat.

Zustimmung verweigern: Wollen Sie die Datensammelei unterbinden, ist der erste Schritt, das dafür zuständige Programm auf Ihrem Rechner ausfindig zu machen. Geben Sie dazu unter Windows 10 im Eingabefenster neben dem Windows-Symbol den Herstellernamen des Druckers – etwa „HP“ – ein. Aus der Programmliste wählen Sie im Falle von HP das Tool „Studie zur Verbesserung von HP Produkten“ aus. Wenn Sie das Programm öffnen, erscheint im Fenster „Für bessere HP Produkte und Services“ eine Auswahl zu Ihrer Zustimmung. Klicken Sie auf „Ich stimme nicht zu“. Danach schließt sich Programm selbsttätig.


Tool deinstallieren: Sind Sie sich nicht sicher, ob Sie damit das Datensammeln Ihrer Druckgewohnheiten vollständig beendet haben, deinstallieren Sie das Programm. Gehen Sie dazu unter Windows 10 mit einem Rechtsklick auf das Windows-Symbol zu „Programme und Features“. Im folgenden Fenster sehen Sie die installierten Programme in einer Liste. Suchen Sie dort nach dem Tool Ihres Druckerherstellers. Bei HP finden Sie es unter der schon genannten Bezeichnung. Bei anderen Herstellern kann es sich auch unter „Feedback“ oder „Customer Participation“ verstecken. Mit einem Rechtsklick darauf wählen Sie aus dem Kontextmenü „Deinstallieren“ aus. Das Programm wird nun von Ihrem Rechner gelöscht. Damit dürften keine Daten mehr an den Druckerhersteller gehen.

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Sind Sie immer noch misstrauisch, deinstallieren Sie das gesamte Softwarepaket zum Drucker, und spielen Sie es neu auf. Achten Sie darauf, dass Sie nur die gewünschten Programme auswählen. Klicken Sie dazu am Anfang der Installation auf „Programmauswahl“ oder „Benutzerdefiniert“.

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