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Übertragung privater Office-Daten an Microsoft verhindern

28.07.2021 | 08:01 Uhr | Roland Freist

Sobald Sie bestimmte Funktionen in Word, Excel & Co. ausführen, schicken diese Programme Daten für die Verarbeitung an Microsoft-Server in der Cloud. So stoppen Sie die Übermittlung von Daten aus Ihren Office-Anwendungen.

Die Übermittlung von Daten geschieht beispielsweise bei der Online-Bildersuche und beim Stöbern in der Hilfe, aber auch beim Zugriff auf die Übersetzungs- und Diktierfunktionen, die Handschriftenerkennung, Ähnlichkeitsprüfung und Stilanalyse von Word sowie auf die Datentypen Aktien und Geographie und die Ideen in Excel. Doch so bequem und praktisch diese Funktionalität auch sein mag, so hat die Nutzung doch einen Haken:

Denn aus den Abfragen lässt sich mit der Zeit ein Benutzerprofil aufbauen. Und da die Übertragung unverschlüsselt erfolgt, bekommt Microsoft über die zur Übersetzung oder Analyse übermittelten Textauszüge auch Einblick in Ihre Dokumente. Da die Verarbeitung der Daten je nach Funktion auch auf Servern in den USA erfolgen kann, landen sie eventuell im Zuständigkeitsbereich der amerikanischen Behörden. Microsoft nennt diese Cloudfunktionen übrigens etwas nebulös „verbundene Erfahrungen“.

Über das Trust Center der Office-Programme können Sie den Zugriff auf Cloudfunktionen wie die Übersetzung, die Handschriften-Erkennung oder auch die Hilfe unterbinden.
Vergrößern Über das Trust Center der Office-Programme können Sie den Zugriff auf Cloudfunktionen wie die Übersetzung, die Handschriften-Erkennung oder auch die Hilfe unterbinden.

Sie können die Übermittlung der Daten aus Ihren Office-Anwendungen stoppen, müssen dann jedoch auf einige Funktionen verzichten. Falls Ihnen der zusätzliche Datenschutz das wert ist, klicken Sie in einem beliebigen Office-Programm auf „Datei –› Optionen“ und markieren auf der linken Seite des folgenden Fensters „Trust Center“. Klicken Sie auf den Button „Einstellungen für das Trust Center“, markieren in der linken Menüleiste des nächsten Fensters „Datenschutzoptionen“ und klicken rechts auf „Datenschutzeinstellungen“.

Scrollen Sie nach unten zum Abschnitt „Verbundene Erfahrungen“ und löschen Sie die Häkchen vor „Office soll Ihre Inhalte analysieren, um Ihnen Verbesserungen bereitzustellen“ und „Office soll Onlineinhalte herunterladen“. Alternativ dazu deaktivieren Sie ganz unten im grau unterlegten Bereich „Verbundene Erfahrungen aktivieren“. Damit schalten Sie die beiden oberen Optionen aus und verhindern zudem, dass Dateien aus den Office-Anwendungen in Onedrive angelegt, gespeichert oder geöffnet werden können. Beachten Sie allerdings, dass es immer noch über den Onedrive-Client von Windows und über den Browser möglich ist, auf den Onedrive-Speicher zuzugreifen. Bestätigen Sie zum Schluss mit „OK“. Die Einstellungen werden in Ihrem Microsoft-Konto gespeichert und sind für alle Office-Programme gültig.

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