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USB-Stick verweigert Formatierung – so klappt es doch

12.03.2019 | 09:09 Uhr |

Geht es um den einfachen Transport von Daten von A nach B, sind USB-Sticks ein praktisches und beliebtes Mittel. Was tun, wenn Windows beim Formatieren eines Speichersticks eine Fehlermeldung ausgibt?

Schnell haben Sie Ihre Musik- und Filmdateien, aber auch Programme auf den Flashspeicher kopiert, um sie auf einen anderen PC zu überspielen. Da die Speicherkapazitäten selbst günstiger USB-Sticks locker mehrere Gigabyte umfassen, müssen Sie sich beim Abspeichern von Daten auch lange keine Gedanken machen. Allerdings stoßen Sie irgendwann unweigerlich an eine Kapazitätsgrenze. Dann wollen Sie alle Daten auf dem Flashspeicher auf einen Schlag loswerden. Doch statt zu formatieren, gibt Windows nur eine Fehlermeldung aus.

Physikalischen Schreibschutz checken: Manche USB-Sticks sind mit einer physikalischen Sperre ausgestattet, die die gespeicherten Daten – ähnlich wie bei SD-Speicherkarten – mit einem Schreibschutz versieht. Dann lassen sich die Dateien zwar öffnen und ansehen, aber nicht entfernen. Eine solche Sperre erkennen Sie an dem Schiebeschalter, der sich direkt auf dem Stick befindet. Steht der Schalter auf der Position „Lock“, ist der Schreibschutz aktiv. Selbst wenn Sie den Schalter nicht bewusst verschoben haben, kann sich der Schutz etwa vom Transport in der Hosentasche versehentlich aktiviert haben. Schieben Sie den Schalter also wieder zurück in die andere Position, und prüfen Sie dann im Windows-Explorer, ob sich der Speicher nun formatieren lässt.

Wenn sich Ihr USB-Stick nicht formatieren lässt, hat das in vielen Fällen zwei Ursachen: eine Schreibsperre oder Softwaredefekte. Beides können Sie beheben.
Vergrößern Wenn sich Ihr USB-Stick nicht formatieren lässt, hat das in vielen Fällen zwei Ursachen: eine Schreibsperre oder Softwaredefekte. Beides können Sie beheben.

Softwarefehler reparieren: Gibt es am USB-Stick keinen Regler, verhindert eventuell ein Softwarefehler innerhalb des Speichers Ihre Formatierungsaktion. Um diesen Fehler zu beheben, bietet Windows ein Bordmittel, das externe Datenträger auf softwareseitige Defekte hin überprüft und Fehler automatisch repariert. Um das Tool zu starten, stecken Sie den USB-Stick an den PC an, klicken mit der rechten Maustaste auf das entsprechende Laufwerk und wählen aus dem Kontextmenü den Punkt „Eigenschaften“ aus. Im nächsten Fenster gehen Sie auf die Registerkarte „Tools“ und klicken unter „Fehlerüberprüfung“ auf „Prüfen“. Um den Vorgang anstoßen zu können, müssen Sie Administratorrechte haben, die aber meist den Daten Ihrer Windows-Anmeldung entsprechen. Nun scannt die Fehlerüberprüfung den USB-Stick auf eventuelle Fehler, was je nach Größe des Sticks mehrere Minuten in Anspruch nimmt. Nach Abschluss des Vorgangs sollten Sie den Stick wieder wie gewohnt benutzen können. Daher müsste auch das Formatieren funktionieren.

Wenn sich der Stick aber immer noch nicht formatieren lässt, dann liegt wohl ein ernsthafter Defekt vor, der sich nicht mehr beheben lässt. In diesem Fall bleibt Ihnen nichts anderes übrig, als den Flashspeicher fachgerecht zu entsorgen.

Tipp: Typische USB-Stick-Probleme lösen - so geht's

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