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USB-Gerät wird nicht erkannt: Das können Sie tun

13.12.2019 | 10:21 Uhr |

Sollte Windows „USB-Gerät wurde nicht erkannt“ melden, wenn Sie ein USB-Speichermedium mit dem Rechner verbinden, ist der Ärger groß. Natürlich besteht die Chance, dass das USB-Gerät tatsächlich irreparabel beschädigt ist. Doch meist können Sie trotz des Hinweises an Ihre Daten kommen.

Denn als Grund für die Fehlermeldung kommen mehrere Ursachen infrage – etwa der ausgewählte USB-Anschluss, die Partition auf dem USB-Medium oder auch der Gerätetreiber.

Probieren Sie bitte zuerst, das USB-Medium in eine andere Anschlussbuchse einzustöpseln. Haben Sie etwa einen der leicht erreichbaren Anschlussports an der Gehäusefront ausprobiert, verwenden Sie für den zweiten Versuch einen Anschluss an der Rückseite oder an einem USB-Hub. Grundsätzlich ist das hintere Anschlussfeld eines Mainboards weniger fehleranfällig, weil es direkt an den Chipsatz angebunden ist. Sollte die Meldung weiterhin erscheinen, stecken Sie das USB-Gerät einfach an einen anderen Rechner an. Wenn sich auch dort nichts an der Fehlermeldung ändert, wird das Problem wohl höchstwahrscheinlich vom USB-Gerät selber verursacht.

Für den Fall, dass Sie Windows und einen offensichtlichen Treiber-oder Softwarekonflikt ausschließen können, wechseln Sie in die Datenträgerverwaltung des Betriebssystems, während das USB-Medium angeschlossen ist. Die Tastenkombination Windows-R öffnet das Ausführen- Fenster. Dort tippen Sie anschließend diskmgmt.msc ein. Bestätigen Sie in der Folge mit der Enter-Taste, danach öffnet sich die Datenträgerverwaltung. Dort listet Ihnen das Betriebssystem sämtliche angeschlossene Laufwerke auf. Einen USB-Stick erkennen Sie an der Größe oder an dem Zusatz „Wechselmedium“, der allerdings nicht immer erscheinen muss. Sollten Sie den vermeintlich kaputten USB-Speicher dort, jedoch nicht im Windows-Explorer sehen, dann prüfen Sie zuerst den Status der Partition. Denn für den Fall, dass unter der Angabe der Laufwerksbezeichnung, des Laufwerkbuchstabens und der Speicherkapazität wie auch des Partitionstyps etwas anderes als „Fehlerfrei“ steht, dürfte das der Grund sein, warum Windows die darauf gespeicherten Daten nicht anzeigen kann.

Nicht immer können Sie reibungslos auf einen USB-Stick zugreifen. Das bedeutet jedoch nicht automatisch, dass das USB-Gerät defekt ist.
Vergrößern Nicht immer können Sie reibungslos auf einen USB-Stick zugreifen. Das bedeutet jedoch nicht automatisch, dass das USB-Gerät defekt ist.

Mit dem kostenlosen Programm Testdisk können Sie versuchen, die Partitionierung zu reparieren. Wenn die Reparatur erfolgreich ist, sollten Sie wieder Zugriff auf die Dateien erhalten. Ist dies nicht der Fall, hilft Ihnen alternativ das Programm Photorec, das in Testdisk enthalten ist. Dieses Tool eignet sich für die Dateiwiederherstellung, dabei überprüft es auch, ob die Partition beschädigt ist. Sollten Sie die Daten anderweitig schon gesichert haben, können Sie das USB-Medium auch über die Datenträgerverwaltung formatieren. Sollte das System jedoch „nicht zugeordneten Speicherplatz“ anzeigen, so wurde die Partition gelöscht. Mit dem Wiederherstellungsprogramm Photorec sollten sich die Daten erneut abrufen lassen.

Erkennt die Datenträgerverwaltung das Laufwerk als „Fehlerfrei“, könnte auch einfach nur der Laufwerksbuchstabe fehlen. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Partition und wählen Sie die ‚‚Option „Laufwerkbuchstaben und –pfade ändern“. Entscheiden Sie sich im Folgenden für einen Buchstaben. Achten Sie dabei zudem darauf, dem Medium keinen bereits vergebenen Buchstaben zuzuweisen.

Eine weitere Möglichkeit, dieses Problem zu lösen, führt Sie in den Geräte-Manager. Rufen Sie wieder mit der Tastenkombination Windows-R das Ausführen- Fenster auf und geben Sie dort im Anschluss daran devmgmt.msc ein. Daraufhin bestätigen Sie die Eingabe noch. Klappen Sie im nächsten Schritt den Eintrag „Laufwerke“ aus und prüfen Sie, ob bei einem der gelisteten Medien ein Konflikt vorliegt. Mit einem Rechtsklick auf das entsprechende Gerät rufen Sie nunmehr das Kontextmenü auf, in dem Sie „Eigenschaften“ auswählen. Unter „Gerätestatus“ sollte Ihnen Windows nun melden, worin das Problem mit dem Gerät besteht. Sollte die Fehlermeldung nicht eindeutig sein, kopieren Sie die Meldung und googeln danach.

Oftmals hilft es auch, den Treiber des USB-Gerätes zu aktualisieren. Wechseln Sie dazu bitte in den Geräteeigenschaften zu der Registerkarte „Treiber“ und klicken Sie dort auf die Schaltfläche „Treiber aktualisieren“. Findet Windows keinen neuen Treiber, können Sie das Gerät auch durch einen Klick auf den entsprechenden Button deinstallieren. Jetzt klicken Sie im Geräte- Manager oben auf „Aktion“ und im folgenden Schritt auf „Nach geänderter Hardware suchen“. Damit starten Sie eine Neuinstallation des Gerätetreibers. Sie können auch überprüfen, ob unter „USB-Controller“ alles in Ordnung ist und entsprechende Aktualisierungen oder Fehlerbehebungen analog zum Laufwerk durchführen. Nur wenn alle Maßnahmen erfolglos geblieben sind, ist davon auszugehen, dass das USB-Gerät wirklich kaputt ist.

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