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USB 3.1 - Dafür brauchen Sie den Alternate Mode

28.10.2016 | 10:21 Uhr |

Der Tipp erklärt, wozu Sie den neuen Alternate-Modus brauchen und wie Sie erkennen, ob Ihr Mobilgerät ihn beherrscht.

Sie haben ein Notebook, Tablet oder Smartphone mit USB-Typ-C-Anschluss. Um das Gerät aufzuladen und gleichzeitig weitere Peripherie wie etwa eine externe Festplatte oder ein Display anzuschließen, benötigen Sie eine Docking Station oder zumindest einen Adapter. Denn außer den aktuellen USB-Anschluss bietet Ihr Mobilgerät keine weiteren Schnittstellen. Auf der Suche nach dem geeigneten Zubehör stoßen Sie stets auf den Ausdruck „Unterstützung von Alternate Mode vorausgesetzt“. Der Tipp klärt, was das bedeutet und wofür Sie den Modus benötigen.

Teil der Spezifikation von USB Typ-C: Der Alternate Mode (Alt Mode) gehört zur Spezifikation von USB Typ-C und ist von der Vesa (Video Electronics Standards Association) mit dem neuen USB-Typ eingeführt worden. Er sorgt dafür, dass sich über einen USB-Typ-C-Anschluss über ein einziges Kabel mehrere Funktionen abdecken lassen. So lässt sich ein Gerät laden, Daten übertragen und Signale für Audio und Video senden. Im letzteren Falle unterstützt Typ-C dann Displayport. Mit dem Alternate Mode lassen sich eine, zwei oder vier Datenleitungen für andere Signale nutzen. Geräte, die diesen Modus beherrschen, erkennen das angeschlossene Gerät und handeln die Aufteilung der Verbindung untereinander aus. Spezielle Kabel sind nicht nötig.

USB Type C - einfacher, schneller, stärker, flexibler

Das ist in der Theorie möglich: Ein Typ-C-Stecker hat insgesamt 24 Leitungen (Lanes). Je nach Aufteilungsvariante unterscheidet sich das Leistungsvermögen der USB-Typ-C-Schnittstelle. Bei zwei Lanes schafft es der Anschluss, ein Display mit UHD-Auflösung (3840 x 2160 Pixel) anzusteuern und gleichzeitig das volle 10-Gigabit-Tempo von USB 3.1 zu gewährleisten. Bei vier Lanes sinkt die Übertragungsgeschwindigkeit der Daten auf USB-2.0-Niveau (480 Mbit/s), liefert aber noch so viel Bandbreite, dass sie gleichzeitig für ein Display mit 5K-Auflösung (5120 x 2880 Pixel) ausreicht. Nähere Angaben zur Bildwiederholrate der Displays macht die Vesa nicht. Im Falle von UHD sollen jedoch 60 Hertz und 10 Bit Farbtiefe möglich sein.

Probleme in der Praxis: Was der USB-Typ-C-Anschluss Ihres Mobilgeräts wirklich bietet, sehen Sie ihm selten an. Denn die Hersteller kennzeichnen ihn nur in den wenigsten Fällen ausreichend. Auf der sicheren Seite sind Sie, wenn Sie neben der Buchse ein Blitz-Symbol vorfinden. Es steht für Thunderbolt und liefert damit den vollen Funktionsumfang mit 10-GBit/s-Übertragungstempo, schnellem Laden, Displayport Alternate Mode. Die meisten Hersteller von Mobilgeräten verzichten derzeit jedoch auf eine genaue Bezeichnung ihres USB-Typ-C-Anschlusses. Schlimmer noch: Selbst in den technischen Daten zum Gerät fehlen nähere Beschreibungen, welchen Funktionsumfang die eingebaute Schnittstelle mitbringt. Haben Sie das Gerät bereits erworben, können Sie letztlich nur ausprobieren, was der Anschluss beherrscht.

Neuer HDMI-Standard erleichtert USB-C-Nutzung

Ausweg: Bei Notebooks, 2in1-Rechnern und Ultrabooks, die nur über USB-Typ-C-Anschlüsse verfügen, gibt Ihnen das optional erhältliche Zubehör einen Aufschluss, was über die Schnittstelle möglich ist. Bietet der Hersteller etwa eine Docking-Station an, die neben herkömmlichen USB-Anschlüssen auch Ports für HDMI oder Displayport bietet, muss der Typ-C-Anschluss Alternate Mode beherrschen. Sind mehrere USB-Typ-C-Anschlüsse am Mobilrechner vorhanden, können sie auch mit unterschiedlichem Funktionsumfang versehen sein – sprich: einer ausschließlich zum schnellen Aufladen, einer für weitere Aufgaben.

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