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Hardware auslesen: So finden Sie heraus, welche Komponenten in Ihrem PC stecken

24.07.2020 | 15:00 Uhr | Sebastian Schenzinger

Wenn Sie Ihren PC aufrüsten oder eine Komponente austauschen wollen, sollten Sie wissen, welche Hardware in Ihrem Computer verbaut ist. Wir verraten Ihnen, wie Sie alle wichtigen Informationen mit den Windows-Bordmitteln beziehungsweise durch die Verwendung simpler Tools auslesen können.

Gerade bei Fertig-PCs ist oftmals nicht dokumentiert, welches Mainboard im Rechner verbaut und schon gar nicht, welche BIOS-Version darauf installiert ist. Wenn Sie Ihren PC jedoch mit einem neuen Prozessor aufrüsten wollen, sollten Sie diese Informationen kennen. Doch nicht nur die Daten des Mainboards oder des Prozessors, sondern auch die über den verbauten Arbeitsspeicher oder die Grafikkarte, lassen sich ganz einfach auslesen. Dafür müssen Sie nicht einmal zwingend ein entsprechendes Tools installieren, sondern können die wichtigsten Informationen bereits über die Windows-Bordmittel auslesen.

Unter älteren Windows-Versionen klicken Sie dazu auf den Start-Button und geben den Befehl  msinfo32  in das Suchfeld ein. Bei Windows 10 können Sie einfach msinfo32 in das "Cortana"-Feld auf der Taskleiste eintippen. Klicken Sie danach auf die entsprechende Desktop-App "Systeminformationen". Es ist ebenfalls möglich, über die Tastenkombination Windows+R das „Ausführen“-Fenster aufzurufen und die Systeminformationen direkt über den Befehl msinfo32 zu starten. Falls Rückfragen des Systems kommen, bestätigen Sie diese. 

Hardware auslesen: In den Systeminformationen von Windows finden Sie alle Angaben zu verbauten Komponenten sowie zum Betriebssystem, zu den Versionen der installierten Treiber und vieles mehr.
Vergrößern Hardware auslesen: In den Systeminformationen von Windows finden Sie alle Angaben zu verbauten Komponenten sowie zum Betriebssystem, zu den Versionen der installierten Treiber und vieles mehr.

Im Anschluss daran sollte das Fenster „Systeminformationen“ erscheinen, das Ihnen ausführlich Auskunft darüber gibt, welche Hardware in Ihrem PC steckt. Links im Bereich lassen sich mehrere Kategorien durch einen Klick auf das Plus-Zeichen öffnen. Interessieren Sie sich für die Komponenten, genügt ein Klick auf die entsprechende Kategorie, und Sie erfahren Details wie etwa Modellbezeichnung, Firmware-Version und Art der Systemanbindung. Ihre Eingabegeräte wie Tastatur, Maus und die Bildschirme listet die Systeminformation auch auf.

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Wenn Sie sich von all den Informationen erschlagen fühlen, können Sie alternativ auch das DirectX-Diagnoseprogramm verwenden. Der Start des Programms erfolgt kongruent zu den Systeminformationen nur dass Sie an Stelle von msinfo32 den Befehl dxdiag in das Suchfeld, das Cortana-Feld respektive das Ausführen-Fenster eingeben müssen. Auch hier können wieder Rückfragen des Systems aufpoppen, die Sie einfach bestätigen können.

Kurz und prägnant: Die wichtigsten Systeminformationen auf einen Blick mit dem DirectX-Diagnoseprogramm
Vergrößern Kurz und prägnant: Die wichtigsten Systeminformationen auf einen Blick mit dem DirectX-Diagnoseprogramm

Das DirectX-Diagnoseprogramm liefert kurz und prägnant alle Daten über das Betriebssystem, das Mainboard inklusive der BIOS-Version, dem Prozessor und dem Arbeitsspeicher. Unter den Reitern "Anzeige" und "Eingabe" lassen sich auch noch Informationen über die Grafikkarte sowie die angeschlossenen Peripherie-Geräte finden.

Mehr Infos zu Ihrer Hardware dank HWiNFO

Das mächtigste Tool zum Auslesen ihrer PC-Hardware und für noch so viel mehr ist das kostenlose Programm HWiNFO . Dort können Sie umfangreichste Informationen zur verbauten Hardware wie dem Mainboard, der Grafikkarte, dem Prozessor oder auch dem S.M.A.R.T-Status der Laufwerke finden. Zudem bietet das Tool eine Live-Überwachung aller wichtigen Daten wie der Temperatur, der Leistungsaufnahme oder den Taktraten sämtlicher Komponenten. Zum Testen der Stabilität Ihres System liefert das Tool außerdem Benchmarktests für CPU, Speicher und die Festplatten mit.

HWiNFO: Das wohl mächtigste Tool zum Auslesen sämtlicher Hardware-Daten.
Vergrößern HWiNFO: Das wohl mächtigste Tool zum Auslesen sämtlicher Hardware-Daten.

Ein großer Vorteil von HWiNFO ist noch, dass Sie das Programm nicht zwingend auf Ihrem Rechner installieren müssen, da auch ein portable Version verfügbar ist.

Prozessor und Grafikkarte überwachen mit den Tools CPU-Z und GPU-Z

Mit CPU-Z und GPU-Z können Sie speziell den Prozessor und die Grafikkarte überwachen.
Vergrößern Mit CPU-Z und GPU-Z können Sie speziell den Prozessor und die Grafikkarte überwachen.

Eine weitere Software-Alternative zur Überwachung beziehungsweise dem Auslesen Ihrer Hardware sind die beiden Tools CPU-Z und GPU-Z . Wie die beiden Namen schon vermuten lassen, erhalten Sie hier vor allem Informationen über den Prozessor respektive die Grafikkarte. Zur besseren Überwachung der Hardware lesen die beiden Tools die Sensorik der Komponenten aus, wodurch Sie Live-Informationen über die Taktraten, die Temperaturen oder die anliegende Spannung erhalten. So bekommen Sie auch gleich eine Übersicht ob mit CPU, GPU und RAM alles in Ordnung ist, zusätzlich dazu.

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