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Stromstärke von USB-Anschlüssen ermitteln

13.03.2019 | 09:30 Uhr |

Nicht alle Buchsen eines Rechners erreichen die gleiche Stromstärke. Mit der Freeware USBDeview können Sie die Stromstärke der USB-Buchsen am Rechner überprüfen.

Das Smartphone oder den Tablet-PC über den USB-Anschluss des PCs mit frischer Energie zu versorgen, ist ein gängiges Verfahren. Bestimmt ist Ihnen dabei schon aufgefallen, dass der Ladevorgang an manchen USB-Schnittstellen nur schleppend vorangeht. Manchmal erreicht man nicht mehr, als den aktuellen Akkuladestand zu halten. Ist das der Fall, liefert der USB-Port eine zu geringe Stromstärke. Tatsächlich erreichen nicht alle Buchsen eines Rechners die gleiche Stromstärke, obwohl manche sogar extra auf das Aufladen externer Geräte ausgelegt sind. Ein Blick ins Handbuch des PCs oder in die Spezifikationen zur Hauptplatine sorgt schnell für Klarheit. Sind die Unterlagen zum Rechner nicht auffindbar, müssen Sie jedoch nicht jeden Anschluss ausprobieren, um Klarheit zu erhalten.

Um die Stromstärke der USB-Buchsen am Rechner zu überprüfen, verwenden Sie das Gratistool USBDeview des Herstellers Nirsoft. Das Programm listet Ihnen jede Menge Details zu allen USB-Buchsen des Systems auf. Darunter finden Sie auch eine Information zur Stromstärke, die in Ampere angegeben ist.

USBDeview benötigt keine Installation, sondern muss nur auf die Festplatte entpackt werden. Das Tool listet Ihnen direkt nach dem Start alle Geräte auf, die über USB ans System angebunden sind. Aus der Liste wird allerdings nicht sofort ersichtlich, wo sich der Anschluss genau befindet – zum Beispiel „zweiter USB-Port von links an der Gehäusefront“.

Die Stromstärke eines USB-Anschlusses bestimmt, wie schnell sich verbundene Mobilgeräte aufladen lassen. Stromstarke Ports finden Sie mit USBDeview heraus.
Vergrößern Die Stromstärke eines USB-Anschlusses bestimmt, wie schnell sich verbundene Mobilgeräte aufladen lassen. Stromstarke Ports finden Sie mit USBDeview heraus.

Um diesen genauen Ort herauszufinden, greifen Sie zu folgendem Trick: Stecken Sie einfach einen USB-Stick in die Schnittstelle, bei der Sie die Stromstärke herausfinden wollen. Das Tool zeigt den Flashspeicher danach mit der genauen Gerätebezeichnung und dem Laufwerksbuchstaben an. So finden Sie heraus, welcher USB-Anschluss genau mit dem jeweiligen Eintrag gemeint ist.

Mit einem Doppelklick auf den Eintrag rufen Sie die Eigenschaften zur Buchse auf. Unter „Power“ finden Sie die Angabe in Milliampere (mA), die der Anschluss liefern kann. Sehen Sie beispielsweise 896 mA, entspricht das dem Standard von USB 3.0 und damit einer nicht übermäßig hohen Stromstärke. Spezielle „Charging Ports“ liefern deutlich mehr Energie. Finden Sie einen solchen leistungsfähigen Anschluss an Ihrem Rechner, wickeln Sie künftig den Ladevorgang Ihres Smartphones darüber ab.

Bei den Angaben im Programm handelt es sich um Richtwerte, nicht um die präzise Stromstärke, die über den USB-Port laufen kann. Wenn Sie einen ganz exakten Wert ermitteln wollen, dann müssen Sie zu entsprechenden Messgeräten greifen. Wollen Sie aber lediglich herauszufinden, welcher USB-Port für das Aufladen des Mobilgeräts am besten geeignet ist, reichen die Werte aus, die Ihnen das Programm liefert.  

Tipp: Windows-Toolkit - 300 Profi-Tools auf einem USB-Stick

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