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Stromspartipps für den PC-Betrieb

30.12.2019 | 13:35 Uhr |

Die Zeiten sind vorbei, in denen sich PCs, Notebooks oder auch Monitore von Haus aus vorwerfen lassen müssen, gierige Stromfresser zu sein. Denn sowohl die Hardware als auch die Software der Geräte sind so gestaltet, dass sie sehr effizient mit der eingespeisten Energie umgehen. Sie müssen dabei allerdings an den richtigen Stellschrauben drehen.

Die erste und einfachste Maßnahme: Lassen Sie Ihre Hardware nicht ständig laufen. Stellen Sie sie so ein, dass sie sich beispielsweise nach einer halben Stunde selbst herunterfährt. Unter Windows 10 geht das denkbar einfach: Tippen Sie in die Windows-Suchleiste einfach Einstellungen für Netzbetrieb und Energiesparen ein und definieren Sie unter „Im Netzbetrieb wechselt der PC in den Ruhezustand nach“ eine entsprechende Zeit. Idealerweise erledigen Sie dies auch gleich für den angeschlossenen Bildschirm, indem Sie direkt darüber eine Dauer wählen. Unserer Meinung nach darf sich der Monitor nach zehn Minuten Inaktivität gern ausschalten. Keine Sorge, aktuelle Bildschirme stören sich nicht am häufigen Ein- und Ausschalten. Wenn Sie eine extra Grafikkarte anstelle einer integrierten CPU-Grafik verwenden, können Sie von der Einstellung sogar noch mehr profitieren. Der Grund: Moderne GPUs werden durch das Abschalten ebenfalls in den Schlummermodus versetzt.

Aber es gibt noch mehr Einstellungen fürs Stromsparen. Tippen Sie hierzu ganz einfach in die Windows- Suchleiste Energie sparplan auswählen und wählen Sie dort den Modus „Ausbalanciert“ aus. Bei Notebooks lassen sich hier eventuell auch noch weitere Modi auswählen, die noch mehr Stromsparpotenzial versprechen. Oftmals müssen Sie als Nutzer bei der Verwendung dieser Profile Kompromisse eingehen. Denn um den Akku zu schonen, reduzieren solche Energiesparpläne beispielsweise die maximale CPU-Taktrate. Das sorgt wiederum dafür, dass Ihnen weniger Leistung zur Verfügung steht. Am besten probieren Sie aus, welcher Energiesparmodus am besten zu Ihrem Nutzungsverhalten passt. Alle Modi lassen sich mithilfe eines Klicks auf „Energiesparplaneinstellung ändern“ weiter modifizieren. So können Sie die Minuten selbst festlegen, bis sich der Monitor und das System deaktivieren. Mit einem Klick auf „Erweiterte Energieeinstellungen ändern“ geht es dann richtig ins Detail. Hier können Sie darüber hinaus definieren, ob sich nach einer gewissen Inaktivität des Systems auch Festplatten, USB-Anschlüsse und Drahtlosadapter oder PCI-Express-Schnittstellen deaktivieren sollen.

Aktuelle Hardware arbeitet meist sehr energieeffizient. Dazu müssen Sie allerdings an den richtigen Stellschrauben drehen.
Vergrößern Aktuelle Hardware arbeitet meist sehr energieeffizient. Dazu müssen Sie allerdings an den richtigen Stellschrauben drehen.

Zum Feierabend oder am Ende der Zocker-Session empfiehlt es sich, den Rechner und die gesamte Peripherie wie den Bildschirm und die Eingabegeräte nach dem Herunterfahren komplett vom Stromnetz zu trennen. Das funktioniert am leichtesten über eine Steckdosenleiste mit Schalter, der sich schnell und einfach mit dem Fuß bedienen lässt. Es ist allerdings nicht empfehlenswert, wirklich jedes Gerät von der Stromzufuhr zu trennen. Im Falle von Netzwerkfestplatten oder Netzwerkdruckern sollten Sie eine Ausnahme machen. Denn diese Geräte sollen stets erreichbar sein und werden auch von anderen Personen genutzt. Schalten Sie sie komplett ab, ist auch für andere kein Zugriff möglich.

Netzteile und Adapter können Sie auch komplett vom Strom abkoppeln. Dies gilt besonders für Modelle, die sich im Ruhezustand spürbar erwärmen. Sind diese Geräte neueren Datums, müssen Sie sie aber nicht zwingend abstecken, weil sie mittlerweile im Leerlauf nur noch einen Bruchteil der vormals verbrauchten Energie ziehen.

Bei Notebooks gilt: Wer richtig lädt, der spart doppelt. Denn mit dem richtigen Umgang senken Sie den Strombedarf nicht nur, sondern Sie sorgen gleichzeitig dafür, dass der Laptop- Akku länger durchhält. Die mittlerweile fast überall eingebauten Lithium-Ionen-Akkus haben bei einem Ladestand zwischen 20 und 80 Prozent das beste Durchhaltevermögen. Trennen Sie den portablen Rechner deshalb zwischendurch ruhig vom Netzteil. Vermeiden Sie gleichzeitig eine Tiefenentladung wie auch einen ständigen Akkuladestand von hundert Prozent.

Eigentlich sind moderne Notebooks, Monitore und PCs ab Werk auf eine relativ effiziente Leistungsaufnahme getrimmt. Mit den richtigen Einstellungen können Sie jedoch noch mehr Energie einsparen.
Vergrößern Eigentlich sind moderne Notebooks, Monitore und PCs ab Werk auf eine relativ effiziente Leistungsaufnahme getrimmt. Mit den richtigen Einstellungen können Sie jedoch noch mehr Energie einsparen.

Auch beim Monitor gibt es Möglichkeiten, Energie einzusparen: Ältere TFT-Geräte oder gar Röhrenmonitore ziehen im Betrieb gern 50 bis 100 Watt. Moderne Bildschirme – selbst funktionsreiche und flotte Varianten für Gamer – kommen maximal auf 20 bis 30 Watt. Wer noch nicht umgerüstet hat, sollte sich das definitiv durch den Kopf gehen lassen. Für ein aktuelles Display sprechen des Weiteren besondere Sensoren, die dazu beitragen, Strom zu sparen. Sie messen zunächst das Umgebungslicht und passen die Helligkeit der Anzeige dann entsprechend an. Mit dem dunkleren Screen sinkt auch der Strombedarf. Zudem erkennen viele Bildschirme, ob Sie gerade davorsitzen. Ist dies nicht der Fall, schalten die Geräte selbstständig in den Standby-Modus, bei dem weniger Strom benötigt wird.  

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