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Speicher: Reaktionsschnelles System dank AMD Storemi

22.11.2019 | 09:33 Uhr |

Als AMD im Juni 2018 neben den Ryzen-Prozessoren der zweiten Generation auch einen neuen Chipsatz in Form des X470 eingeführt hat, stellte der Chip-Entwickler auch eine Technik namens Storemi vor. Dabei handelt es sich um einen mehrstufigen Speicher, der SSD und HDD kombiniert und die Geschwindigkeit der Operationen erhöht, die von der HDD abgerufen werden.

Ein mehrstufiger Speicher wird häufig im professionellen IT-Bereich eingesetzt. Hier sind die Speichergeräte in verschiedene Kategorien respektive Ebenen in einer Pyramide unterteilt. Der schnellste Speicher, der in der Regel die Daten enthält, die am häufigsten gebraucht werden, befindet sich an der Spitze der Pyramide. Darunter folgt die zweite Ebene mit den Speichern, die Daten beherbergen, die nicht so oft abgerufen werden. Deshalb geht es hier auch nicht allzu sehr um flotte Zugriffsgeschwindigkeiten. Daten, die noch weniger genutzt werden, sind dann am Boden der Pyramide gelagert. Hier ist es sogar üblich, dass diese Dateien komplett von den Servern genommen werden, um sie an anderer Stelle zu lagern.

Ähnlich funktioniert auch AMD Storemi: Tatsächlich wurde diese Technik nicht von AMD entwickelt, sondern von einem Unternehmen namens Enmotus. Die Firma vertreibt Geräte mit der erwähnten Speichertechnik im IT-Sektor. AMD wiederum hat eine entsprechende Lizenz erworben, damit Nutzer eines X470-Chipsatzes diese Technik nutzen können.

Mit AMD Storemi profitieren Nutzer von einem selbstlernenden, mehrstufigen Speichersystem, das sich unkompliziert einrichten lässt.
Vergrößern Mit AMD Storemi profitieren Nutzer von einem selbstlernenden, mehrstufigen Speichersystem, das sich unkompliziert einrichten lässt.

Im Prinzip erstellt Storemi einen mehrstufigen Speicher, indem die Technik zwei Speichermedien zusammenführt. Auf der SSD liegen die Daten und Programme, die der Nutzer am häufigsten benötigt. Die HDD enthält die Daten, die weniger oder selten gebraucht werden. Starten Sie bei aktivierter Storemi-Technik erstmalig ein Spiel, läuft es maximal mit der Geschwindigkeit der HDD. Beim nächsten Spielstart kommt die Geschwindigkeit der SSD zum Tragen. Sollten Sie den Titel jedoch über einen längeren Zeitraum nicht mehr spielen, verschiebt Storemi die Dateien wieder auf die Magnetfestplatte, da die Technik davon ausgeht, dass die Daten nicht dringend benötigt werden. Diese Entscheidungen übernehmen clevere Algorithmen.

Der wohl größte Vorteil von Storemi liegt darin, dass der Prozess des Zusammenführens der verschiedenen Speichermedien keine Formatierung der Platten voraussetzt. Im Prinzip müssen Sie im entsprechenden Tool nur die zwei Medien auswählen, die miteinander arbeiten sollen. Die Algorithmen erkennen über den Gebrauch, welche Programme und Daten am häufigsten abgerufen werden, und verschieben diese dann auf die SSD. Gleichzeitig werden kaum benötigte Dateien auf der langsameren HDD platziert. Der Nutzer muss nicht aktiv eingreifen. Alle Vorgänge passieren vollautomatisch im Hintergrund. Einen kleinen Wermutstropfen gibt es allerdings: Storemi unterstützt nur SSDs, die maximal 256 Gigabyte groß sind. Für HDDs gibt es hingegen keine Limitierungen.

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