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WLAN-Probleme im Handumdrehen beheben

11.09.2018 | 08:03 Uhr

Wenn der Online-Zugang nur funktioniert, wenn ein Rechner per LAN angeschlossen ist, per WLAN aber nicht, kommen mehrere Fehlerursachen in Frage.

Wenn der Internet-Zugang streikt, ist Ihr PC von der Außenwelt abgeschnitten – weder der Empfang von Mails noch das Surfen im Web oder der Besuch von sozialen Netzwerken wie Facebook ist möglich. In diesem Workshop zeigen wir Ihnen, wie Sie Ihren Rechner und den Router als Fehlerquelle ausschließen können.

Tipp: 10 Tipps für ein schnelles und stabiles WLAN

Webseite wird nicht angezeigt.
Vergrößern Webseite wird nicht angezeigt.

1. Werden Sie beim Öffnen einer Internetseite im Browser von der Fehlermeldung „Sie sind nicht verbunden“ begrüßt, bedeutet dies, dass Ihr Windows-10-Computer keine Onlineverbindung herstellen kann. Klicken Sie auf „Problem beheben“.

Problembehandlung.
Vergrößern Problembehandlung.

2. Nun erscheint der Dialog „Netzwerkstatus“. Ein rotes „Nicht verbunden“ weist darauf hin, dass der Computer mit keinem Netzwerk verbunden ist und deswegen auch nicht auf das Internet zugreifen kann. Die Schaltfläche „Problembehandlung“ hilft Ihnen weiter.

Problembehandlung schließen
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3. Die „Windows-Netzwerkdiagnose“ analysiert nun das Netzwerk. Ist der Rechner für das Problem verantwortlich, etwa weil aus Versehen die Netzwerkkarte deaktiviert wurde, macht Sie die Analysefunktion darauf aufmerksam. Klicken Sie auf „Diese Reparaturen als Administrator ausführen“. Daraufhin versucht das Tool, die ermittelten Probleme in Eigenregie zu beheben. Hat das geklappt, macht Sie die „Windows-Netzwerkdiagnose“ auf den Erfolg aufmerksam. Schließen Sie den Dialog mit „Problembehandlung schließen“.

Die Fritzbox-Oberfläche
Vergrößern Die Fritzbox-Oberfläche

4. Kann dennoch keine Webseite aufgerufen werden, liegt das Problem wohl an Ihrem Router. Um das zu prüfen, öffnen Sie den Browser, geben Sie die IP-Adresse des Routers in die Adresszeile ein und bestätigen Sie mit der Eingabetaste. Nutzen Sie eine AVM Fritzbox oder ein Speedport-Modell der Telekom, können Sie anstatt der IP-Adresse fritz.box oder speedport.ip eingeben.

Internetverbindung überprüfen
Vergrößern Internetverbindung überprüfen

5. Nachdem Sie sich mit Ihrem Kennwort autorisiert haben, gelangen Sie in die Konfigurationsmaske des Routers. Hier sind bei den meisten Routern detaillierte Informationen zur Internetverbindung zu finden. Bei der Fritzbox sind diese Infos unter „Verbindungen“ aufgeführt. Steht hier, dass eine Internetverbindung besteht, sollten Sie diese neu aufbauen.

Online-Monitor
Vergrößern Online-Monitor

6. Als Fritzbox-Nutzer klicken Sie in der linken Spalte auf „Internet“ und wählen Sie „Online-Monitor“.

Neu verbinden
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7. Klicken Sie unterhalb des Infobereichs auf die Schaltfläche „Neu verbinden“. Der Aufbau einer neuen Verbindung kann bis zu 30 Sekunden lang dauern.

"Sicherung" auswählen
Vergrößern "Sicherung" auswählen

8. Kann auch nach dem erneuten Verbindungsaufbau keine Online-Verbindung hergestellt werden, hat sich der Router ganz offensichtlich „aufgehängt“ und sollte neu gestartet werden. Dies können Sie wahlweise direkt an der Hardware erledigen (mehr dazu erfahren Sie im Kasten auf der linken Seite) oder auch per Software im Konfigurationsmenü. Klicken Sie dazu in der linken Spalte auf „System“ und wählen Sie anschließend den Eintrag „Sicherung“ aus der Liste.

gefolgt von "Neu starten"
Vergrößern gefolgt von "Neu starten"

9. Klicken Sie nun im Register „Neustart“ auf die Schaltfläche „Neu starten“. Anschließend macht Sie ein Hinweis darauf aufmerksam, dass der Router neu gestartet wird, was bis zu zwei Minuten dauern kann.

Wenn der Router Ärger macht: Hardware-Reset

Eine ganz schnelle und sehr zuverlässige Möglichkeit, Ihren Router als Ursache für keine oder eine langsame Internet-Verbindung wieder in Gang zu setzen, ist der sogenannte Hardware-Reset. Trennen Sie den Router durch Abziehen des Netzteil-Steckers vom Stromnetz, warten Sie 20 bis 30 Sekunden und stecken Sie ihn dann wieder ein. Nach der Synchronisation mit dem DSL- oder Kabelnetz ist die Verbindung in den meisten Fällen wieder schnell und stabil. Ein Geräte-Reset hilft auch, wenn der Computer direkt an einem Kabeloder DSL-Modem angeschlossen ist.

Verbindungsprobleme im WLAN schnell beheben

Funkstille im WLAN-Netzwerk? Wenn Sie sich nicht mit Ihrem Funknetz verbinden können, muss das nicht am Router oder der Internet-Verbindung liegen. Oft funkt die Hard- und Software Ihres Notebooks oder PCs im wahrsten Sinne des Wortes dazwischen.

Tipp: So beseitigen Sie die meisten WLAN-Probleme

Netzwerkprobleme
Vergrößern Netzwerkprobleme

1. Prüfen Sie zunächst, ob Windows die Internetverbindung als aktiv kennzeichnet. Das erkennen Sie anhand des Symbols mit dem Monitor und der Antenne in der Statusleiste unten rechts. Wird hier ein Ausrufezeichen angezeigt, kann der Rechner nicht aufs Internet zugreifen. Fehlt das Ausrufezeichen und erscheint bei Kontakt mit dem Mauspfeil die Meldung „Internetzugriff“, liegt das Problem nicht an der Verbindung.

WLAN einschalten nicht vergessen
Vergrößern WLAN einschalten nicht vergessen

2. Einige Notebooks sind mit einem mechanischen Schalter zum Ein- und Ausschalten des WLAN-Moduls ausgestattet. Beim Transport kann es vorkommen, dass Sie versehentlich den Schalter betätigen und die Funkverbindung somit deaktivieren. Prüfen Sie die Position des Schalters und stellen Sie ihn auf „An“ oder „On“.

Systemfunktionen bedienen
Vergrößern Systemfunktionen bedienen

3. Viele portable Computer ermöglichen das Ein- und Ausschalten von Systemfunktionen durch Drücken einer Tastenkombination. Meist dienen dazu die Tasten „Fn“ und die Funktionstasten „F1“ bis „F12“. Für welche Funktion eine der Tasten zuständig ist, erkennen Sie am aufgedruckten Icon. Bei einigen Modellen findet sich auf der Taste, die für das WLAN zuständig ist, auch eine Leuchtdiode, die Auskunft über den Status gibt. Zudem wird beim Ein- und Ausschalten ein Bildschirmhinweis eingeblendet. Überprüfen Sie, ob Sie die WLAN-Funktion Ihres Mobilcomputers nicht aus Versehen per Tastenkombination deaktiviert haben.

Flugzeugmodus
Vergrößern Flugzeugmodus

4. Eine weitere, häufige Fehlerquelle ist der „Flugzeugmodus“. Ist diese Funktion aktiviert, schaltet Windows 10 alle Netzwerkverbindungen aus. Klicken Sie auf das ganz rechts unten platzierte Symbol „Benachrichtigungen“, um das Info-Center zu öffnen. Falls erforderlich, klicken Sie auf den Eintrag „Erweitern“, damit alle Schnelleinstellungen im Info-Center angezeigt werden. Ob der „Flugzeugmodus“ derzeit aktiviert ist, erkennen Sie an der Farbe der gleichnamigen Kachel: Ist sie blau eingefärbt, ist der Modus aktiv und Windows 10 hat alle Netzwerkverbindungen des Rechners gekappt. Klicken Sie die Kachel an, um den Flugzeugmodus auszuschalten, damit Ihr Mobilcomputer wieder Verbindung mit dem WLAN-Netzwerk aufnehmen kann.

Geräte-Manager
Vergrößern Geräte-Manager

5. Ein defekter Netzwerkkarten- oder WLAN-Treiber kann ebenfalls für die Probleme verantwortlich sein. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Start-Button unten links und wählen Sie „Geräte-Manager“.

Netwerkadapter-Eigenschaften
Vergrößern Netwerkadapter-Eigenschaften

6. Wählen Sie den Eintrag „Netzwerkadapter“ aus und überprüfen Sie, ob bei den Geräten, die für das WLAN und/oder die kabelgebundene Netzwerkverbindung zuständig sind, ein Warn-Icon zu sehen ist. Ist dem so, aktualisieren Sie den Treiber.

Internetprotokoll konfigurieren
Vergrößern Internetprotokoll konfigurieren

7. Häufig entstehen Netzwerk-Probleme durch ein fehlerhaftes oder falsch eingestelltes Internet-Protokoll, das für die Kommunikation zwischen der Netzwerkkarte und dem Internet zuständig ist. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Start und entscheiden Sie sich für „Netzwerkverbindungen“. Im gleichnamigen Dialog klicken Sie in der linken Leiste auf das Icon „Ethernet“, gefolgt von „Adapteroptionen ändern“ in der rechten Leiste. Per Rechtsklick auf den gewünschten Netzwerkadapter kommen Sie in dessen „Eigenschaften“.

Internetprotokoll konfigurieren
Vergrößern Internetprotokoll konfigurieren

8. Markieren Sie in der Liste den Eintrag „Internetprotokoll, Version 4 (TCP/IPv4)“ und klicken Sie anschließend auf die Schaltfläche „Eigenschaften“.

IP-Adresse automatisch beziehen
Vergrößern IP-Adresse automatisch beziehen

9. Unter „Allgemein“ sollte ganz oben die Option „IP-Adresse automatisch beziehen“ aktiviert sein, damit dem Rechner die IP-Adresse vom Router zugeteilt wird. Ist dem nicht so, aktivieren Sie die Option und bestätigen sie mit „OK“ und „Schließen“

Ist die Website online?

Wird beim Öffnen einer Webseite eine Fehlermeldung eingeblendet, muss das Problem nicht zwangsläufig an Ihrem PC oder der Internetverbindung liegen. Möglicherweise ist die Seite gerade nicht zu erreichen. Dies können Sie mithilfe der Website www.isitdownrightnow.com herausfinden. Tippen Sie einfach die Webadresse ein und klicken Sie auf „CHECK“. Kann keine Verbindung aufgebaut werden, erscheint die Meldung „... is DOWN for everyone“. Damit wissen Sie, dass das Problem bei der Gegenstelle liegt.

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