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So reduzieren Sie das PC-Betriebsgeräusch effektiv

12.12.2019 | 09:01 Uhr |

Die größte Lärmquelle in einem Rechner sind die eingebauten Lüfter. Hinzu kommen weitere Komponenten. So verursachen auch die eingebauten Magnetfestplatten Geräusche, die sich zusammen mit dem Lüfterlärm zu einer störenden Geräuschkulisse addieren. Sie können die Lärmbelästigung Ihres Computers aber durchaus merklich reduzieren.

Die größte Lärmquelle in einem Rechner sind die eingebauten Lüfter. Hinzu kommen weitere Komponenten. So verursachen auch die eingebauten Magnetfestplatten Geräusche, die sich zusammen mit dem Lüfterlärm zu einer störenden Geräuschkulisse addieren. Sie können die Lärmbelästigung Ihres Computers aber durchaus merklich reduzieren.

Wenn Lüfter beständig schnell und laut drehen, versuchen sie lediglich, die Hardware dahinter zu kühlen. Möchten Sie die Betriebsgeräusche Ihres Rechners minimieren, müssen Sie im ersten Schritt herausfinden, welche Bauteile heiß laufen. Dabei hilft Ihnen Gratis-Software – wie etwa das Tool Hwinfo . Im „Sensor Status“ listet Ihnen das Programm etliche Werte zu der eingebauten Hardware auf, unter anderem auch die Temperaturen. Denn neben CPU und Grafikkarte können sich unter bestimmten Umständen auch die Mainboard-Chips stark erhitzen. Temperaturwerte über 60 Grad Celsius im Leerlauf sollten Ihnen zu denken geben. Denn diese tragen zu den hohen Lüfterdrehzahlen und damit auch zu dem Lärm bei.

Grundlegende Kühlungsmaßnahmen: Reinigen Sie das Innenleben des PCs und befreien Sie die Lüfter, Ein- und Auslässe sowie die Kühlkörper von Staub und sonstigen Ablagerungen. Überdenken Sie auch die Position des PCs. Steht er beispielsweise neben einer Heizung oder in der Nähe von Warmwasserleitungen, wirkt sich das negativ auf die Temperaturen des Computers aus. Auch ein Aufstellort zu nah an einer Wand treibt die Temperaturen im Inneren des Gehäuses nach oben, weil sich weder die kühle Außenluft ansaugen noch die heiße Innenluft nach außen abführen lässt.

Wenn der PC zu laut ist, stimmt etwas nicht mit der Kühlung des Rechners. Mehr Ruhe bringen Entstaubung, Lüftertausch oder ein Wechsel des PC-Gehäuses.
Vergrößern Wenn der PC zu laut ist, stimmt etwas nicht mit der Kühlung des Rechners. Mehr Ruhe bringen Entstaubung, Lüftertausch oder ein Wechsel des PC-Gehäuses.

Lüfterdrehzahlen anpassen: Sollte der Rechner trotz dieser Gegenmaßnahmen noch recht laut sein, können Sie im nächsten Schritt die Drehgeschwindigkeiten der Lüfter anpassen. Das erledigen Sie am besten im Bios. Da Hersteller für aktuelle Mainboards jedoch auch häufig ein Windows-Programm mitliefern, ist es ebenfalls möglich, die Drehzahlen direkt über das Betriebssystem zu regulieren. Im entsprechenden Untermenü zeigt das Bios über eine Lüfterkurve an, ab welchen Temperaturen welche Drehzahlen zum Einsatz kommen. Diese Punkte lassen sich verschieben. Dann steigt zwar die Temperatur an der Komponente ein wenig an, die Lüfter laufen dafür allerdings auch etwas leiser.

Lüfter austauschen: Handelt es sich bei den Lüftern selbst jedoch um Krachmacher, empfiehlt es sich, diese gegen leisere Modelle auszutauschen. Besonders bekannt für laufruhige und dennoch sehr leistungsfähige Lüfter sind Hersteller wie beispielsweise Bequiet, Noctua oder Noiseblocker. Achten Sie beim Kauf darauf, dass Sie sich Modelle mit korrektem Durchmesser nach Hause holen, weil andere Geräte im schlimmsten Fall nicht passen werden. Orientieren Sie sich dabei am besten an den vorhandenen Modellen oder ziehen Sie das Handbuch zum PC-Gehäuse zu Rate.

Eine der häufigsten Störquellen ist jedoch der CPU-Kühler. Dieser Lüfter muss während des PC-Betriebes ständig arbeiten, um die Abwärme des Rechenchips abzuführen. Viele Prozessorkühler, die ab Werk im PC stecken und damit von den Herstellern AMD oder Intel mitgeliefert wurden, stehen nicht gerade für Laufruhe und Performance. Ein Wechsel auf stärkere Modelle von Drittanbietern kann allein schon für wesentlich weniger Geräusche sorgen. Die Marken Noctua oder Bequiet sind auch hier eine gute Anlaufstelle. Achten Sie jedoch darauf, dass Sie ein kompatibles Modell für die eingesetzte CPU wählen.

Mit einem Monitoring- Programm wie Hwinfo können Sie überprüfen, wie es um die Temperaturen der PC-Komponenten bestellt ist. Finden Sie Werte über 60 Grad Celsius, müssen Sie einschreiten und für bessere Kühlung sorgen.
Vergrößern Mit einem Monitoring- Programm wie Hwinfo können Sie überprüfen, wie es um die Temperaturen der PC-Komponenten bestellt ist. Finden Sie Werte über 60 Grad Celsius, müssen Sie einschreiten und für bessere Kühlung sorgen.

Netzteillüfter: Insbesondere preisgünstige Modellvarianten fallen durch ein unangenehmes Lüftergeräusch auf. Nur einfach den Lüfter auszutauschen, löst das Problem jedoch in diesem Fall nicht. So bleibt Ihnen nichts anderes übrig, als das komplette Netzteil auszuwechseln. Eine gute Anlaufstelle hierfür finden Sie in Seasonic. Auch andere Hersteller wie zum Beispiel Corsair oder Bequiet bieten durchaus empfehlenswerte Modelle an. Selbst wenn der Arbeitsaufwand aufgrund der Verkabelung ein wenig größer ist und Sie darüber hinaus etwas mehr Geld in die Hand nehmen müssen, bringt der Netzteiltausch in der Regel ausschließlich Vorteile: Denn gute Netzteile arbeiten effizient, sie bieten Ihnen hohe Schutzmechanismen und sind vor allem leise. Aktuelle Modelle arbeiten oftmals sogar semipassiv. Dabei dreht sich der Lüfter lediglich bei großer Systemauslastung. Geht diese zurück, stoppt auch der Lüfter. Dadurch erreichen Sie bei weniger aufwendigen Arbeiten am Rechner eine tolle Laufruhe.

Gehäuse austauschen: Die wohl aufwendigste Möglichkeit, um für mehr PC-Ruhe zu sorgen, bringt der Austausch des kompletten Rechnergehäuses mit sich. Hier erreichen Sie mit teureren Modellen bereits viel, denn diese sind von Hause aus oft schon mit kostspieligeren Lüftern ausgestattet, die möglichst viele Vibrationen mithilfe von Entkoppelung vermeiden. Zahlreiche Varianten sind sogar mit Dämmmatten ausgekleidet, die die Lüftergeräusche effektiv schlucken. Insbesondere etwas größere Gehäuse können mit einem besseren Luftdurchsatz punkten. Schauen Sie sich doch einmal das Portfolio von Corsair, Cooler Master, Bequiet, Fractal Design & Co. an.

Tipp: Die besten PC-WELT-Windows-Tuning-Tools

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