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So komprimieren Sie hochauflösende Videos

30.06.2017 | 19:01 Uhr |

Die Dateien hochauflösender Videofilme sind im allgemeinen zu groß zum Verschicken und müssen daher zuvor komprimiert werden. So geht´s

Dieses Programm brauchen Sie: Shotcut , gratis, für Windows 7, 8.1 und 10 (macOS & Linux).

Sie haben mit Ihrer Kamera ein Video mit hoher Auflösung gedreht und möchten dies nun verschicken. Dazu müssen Sie die Dateigröße spürbar verkleinern.

Ein einfacher Weg zum Komprimieren der Daten besteht über das einfach Videobearbeitungsprogramm Shotcut. Im Gegensatz zu reinen Konvertier-Tools wie Freemake Video Converter können Sie Ihr Video mit Shotcut zuvor nämlich auch noch inhaltlich nachbearbeiten.

Lesetipp: Windows Movie Maker: Gratis-Alternativen für Windows 10

Starten Sie das Programm zur Bearbeitung des Films und ziehen Sie die Datei in das Hauptfensters. Nach dem Laden zeigt Ihnen das Programm die Aufnahme auf einer Zeitachse samt einer Vorschau an.

Auflösung reduzieren: Sie können Ihr Video hier nun nachbearbeiten, oder sofort komprimieren. Dazu klicken Sie einfach auf "Exportieren". Nun sehen Sie direkt links neben dem Vorschaubild eine Spalte mit den vier Reitern "Video", "Codec", "Audio" und "Sonstiges". Auf der Registerkarte "Video" wählen Sie neben "Auflösung" jeweils einen Wert für die gewünschte Breite und einen für die Höhe in Pixeln. Dieser Wert sollte einerseits kleiner ist als der des Ausgangsmaterials sein (automatisch ermittelt), andererseits aber auch das gleiche Seitenverhältnis haben (ebenfalls automatisch ermittelt). Wenn Ihr Video zum Beispiel in Full-HD (1920 x 1080) oder 4K (3840 × 2160 ) aufgenommen wurde, können Sie die Auflösung etwa auf 720p (1280 x 720) reduzieren, oder gar auf QHD (640x360). Natürlich verschlechtert sich dadurch die Qualität des Videos signifikant, aber dessen Speicherbedarf eben auch. Achten Sie deshalb darauf bei so einer Konvertierung nicht das Originalvideo zu überschreiben. Alle anderen Parameter auf der Registerkarte "Video" können Sie unverändert lassen.

Codec wählen: Ein zweiter bestimmender Faktor für die Größe von Videos ist der zur Kompression verwendete Codec und dessen Einstellungen. Öffnen Sie dazu die Registerkarte "Codec". Wählen Sie dort den Codec "libx264" und darunter "Qualitätsbasiert". Im Feld neben "Qualität" können Sie einen Prozentwert eingeben der die Videoqualität und damit auch die Größe der Videodatei steuert. Als Richtwert kann hier zum Beispiel 60% genannt werden, wobei die Anforderungen an Dateigröße und Qualität von Fall zu Fall natürlich deutlich unterschiedlich ausfallen können. Auf der Registerkarte Audio können Sie auch noch den Audio Stream transcodieren. In der Regel sollten Sie dort allerdings nichts anfassen. Eine Verschlechterung der Audio-Qualität bringt im Verhältnis wenig Einsparung an Platz, stört aber schnell massiv.

Zum Schluss wählen Sie ganz oben noch das gewünschte Dateiformat und klicken dann auf "Datei exportieren". Im letzten Schritt wählen Sie Speicherort und Namen des exportieren Videos. Je nach Leistungsfähigkeit des Rechners und Video kann so eine Konvertierung Minuten bis Stunden dauern.

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