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So emulieren Sie für spezielle Zwecke im Browser ein Mobilgerät

31.03.2020 | 13:04 Uhr | Peter Stelzel-Morawietz

Dass viele Webseiten auf dem Mobilgerät anders dargestellt werden als auf dem Desktop-Browser ist sinnvoll und versteht sich deshalb beinahe von selbst. Neben der unterschiedlichen Darstellung existieren jedoch auch Szenarien, bei denen verschiedene Geräte zu unterschiedlichen Ergebnissen führen. Anhand von drei Beispielen wollen wir das verdeutlichen.

Wenn Sie auf einem Windows-Rechner ein Programm herunterladen möchten, das für mehrere Betriebssysteme verfügbar ist, wird Ihnen in der Regel zunächst nur die Windows-Version angeboten. Die Varianten für Linux und/oder Mac-OS müssen Sie erst suchen.

Wenn Sie zweitens versuchen, Windows 10 über den Google-Treffer als ISO-Datei herunterzuladen, dann leitet Microsoft Sie unter Windows automatisch zum Media Creation Tool weiter. Dies erlaubt Ihnen zwar ebenfalls den Windows-Download im ISO-Format, allerdings muss das Hilfstool zuerst installiert und gestartet werden. Das bedeutet unnötige Mausklicks, die Sie sich sparen können, wenn Sie den Download über ein emuliertes alternatives Betriebssystem direkt anstoßen.

Im PC-Browser lassen sich andere Geräte simulieren: in Chrome und Firefox über das Add-on „Mobile View Switcher“ (oben), in Edge über die Entwickleroptionen.
Vergrößern Im PC-Browser lassen sich andere Geräte simulieren: in Chrome und Firefox über das Add-on „Mobile View Switcher“ (oben), in Edge über die Entwickleroptionen.

Drittens gibt es immer wieder Onlinehändler, die ihre Preise davon abhängig machen, mit welchem Endgerät Nutzer den Webshop aufrufen. Nach einer Untersuchung der Verbraucherzentralen zu individualisierten Preisen aus dem Jahr 2018 waren die Preise mitunter auf dem iPhone respektive dem iPad sogar die günstigen.

Wir zeigen Ihnen im Folgenden für die Browser Chrome, Firefox und Edge, wie Sie ein Mobilgerät emulieren. In den Browsern von Google und Firefox installieren Sie dazu das Add-on Mobile View Switcher. Die Mini-URLs für die beiden Versionen lauten www.pcwelt.de/dXCFxT beziehungsweise www.pcwelt.de/WfD0cs. Nach dem Hinzufügen im Browser erscheint oben rechts neben der Adresszeile ein kleines graues Telefonsymbol. Zum Wechseln in den Mobilgerätemodus – dabei wird iOS simuliert – klicken Sie einmal mit der Maus darauf. Das nochmalige Anklicken beendet die Simulation und führt Sie zum „echten“ Windows zurück. Ein wenig komplizierter ist der Microsoft Edge zu handhaben: Hier drücken Sie zunächst die Funktionstaste F12, daraufhin öffnen sich rechts die Entwicklertools. Wenn Sie jetzt rechts in der Menüleiste bereits die Funktion „Emulation“ sehen, klicken Sie sie an und wählen bei „Modus: Benutzer-Agents“ den Eintrag „Apple Safari (iPad)“. Fertig! Wenn bei Ihnen am Monitor die Emulationsfunktion in der Menüleiste noch nicht sichtbar ist, klicken Sie auf das kleine Drop-down-Dreieck und daraufhin auf „Emulation“.

Bei allen drei Varianten ändern sich Darstellung und gegebenenfalls auch gezeigter Inhalt unmittelbar, sobald Sie die Emulation einschalten.

Tipp: Geheime Entwickleroptionen in Android nutzen

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