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Smartphone-Webradio-App spart Datenvolumen

20.03.2019 | 09:04 Uhr | Peter Stelzel-Morawietz

Die App PCRadio stellt eine Lösung gegenüber ressourcenhungrigen Webradio-Apps und Live-Buttons der Senderseiten dar.

Nur ungefähr die Hälfte aller aktuell erhältlichen Smartphones verfügt über ein integriertes UKW-Radio, zudem ist hier die Senderauswahl verglichen mit vielen tausend Radiostreams über das Internet geradezu winzig. So einfach, bequem und vielfältig das Hören übers Web auch ist, so hat es doch einen großen Nachteil: Denn unterwegs, etwa im Auto, Bus oder Zug, beansprucht es das mobile Datenvolumen erheblich. Eine Stunde Hörvergnügen in der üblichen Streamingrate von 128 KBit/s summiert sich nach einer Stunde auf fast 60 MByte. Hört man also täglich eine Stunde, verursacht dies im Monat rund 1,7 GByte Transfervolumen und übersteigt damit die Inklusivdatenrate vieler Mobilfunktarife.

Die Lösung gegenüber den ressourcenhungrigen Webradio-Apps und Live-Buttons der Senderseiten stellt die Mobil-App PCRadio dar, erhältlich für Android sowie iOS. Die App streamt das Programm von speziellen Servern, die die Inhalte im Audiostandard AAC+ ausstrahlen. Dieser ist deutlich effizienter und verursacht bei gleicher Klangqualität weniger Übertragungsvolumen als beispielsweise das MP3-Format. Bei unseren Tests der Android-Version mit verschiedenen Sendern betrug der Datenverbrauch gegenüber dem Originalstream durchschnittlich nur etwa ein Drittel.

Die Radio-App PCRadio verbraucht nur rund ein Drittel des mobilen Datenvolumens der Senderstreams.
Vergrößern Die Radio-App PCRadio verbraucht nur rund ein Drittel des mobilen Datenvolumens der Senderstreams.

Als weiteres Plus erweist sich der geringere Bandbreitenbedarf gerade beim Autofahren, wenn das Mobilfunknetz nicht die fürs gewöhnliche Hören erforderliche Bandbreite zur Verfügung stellt: Während die Wiedergabe sonst aussetzt oder abbricht, zeigt sich der PCRadio-Betrieb hier stabil.

Zum Abspielen eines bestimmten Senders wählt man in der App zunächst das Land aus und sucht dann nach dem Namen des Senders, also beispielsweise „WDR“ für den Westdeutschen Rundfunk. Nicht optimal ist die dann folgende Darstellung der Treffer, weil man sich eventuell erst durch verschiedene Rubriken wie „Rock“, „Pop“, „News, Talk“ oder „Sports“ tippen muss, damit der gewünschte Stream erscheint.

Die beschriebenen Grundfunktionen inklusive des praktischen Schlaftimers sind kostenlos. Wen die (dezente) Werbung stört oder wer zur nochmals verbrauchsreduzierten „LQ“-Übertragung („Low Quality“) greifen möchte, zahlt für die Premium-Variante pro Jahr 6,49 Euro (Android) beziehungsweise 2,49 Euro (iOS).

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