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Sleeper-PC erklärt – das steckt hinter dem spannenden Konzept

04.06.2022 | 09:31 Uhr |

Wenn Sie einen PC zusammenbauen, dann gehört die Auswahl der Komponenten zu den wichtigsten Entscheidungen. Gleichzeitig sind Formfaktor und Gehäuse sehr bedeutsam. Eines der interessantesten Designs, für das Sie sich aktuell entscheiden können, ist der sogenannte „Sleeper-PC“, also ein „Schläfer-PC“.

Ein Sleeper-PC ist in der Regel ein leistungsstarker Computer, der in einem unscheinbaren Gehäuse untergebracht ist. Der Begriff stammt ursprünglich aus der Automobilwelt, wo mit „Sleeper Cars“ Hochleistungsfahrzeuge bezeichnet werden, die von außen unscheinbar aussehen. Unter der Haube verbirgt sich jedoch deren enorme Leistung. Das Gleiche gilt auch in der Welt der PCs.

Es gibt viele verschiedene Arten von Sleeper-PCs – von alten beigen Kisten aus den Windows-98-Tagen bis hin zu leistungsstarken Maschinen, die in alten Konsolengehäusen untergebracht sind. Viele dieser Gehäuse müssen für moderne PC-Komponenten wie zum Beispiel All-in-One-Wasserkühler und massive Grafikkarte erheblich modifiziert werden.

Bei manchen Gehäusen kommen untypische Bauteile zum Einsatz – wie etwa kleinere Mini- ITX- oder Mini-ATX-H-All-in-One-Hauptplatinen. PC-Bauer müssen beim Positionieren von Komponenten wie Grafikkarten oft kreativ sein – vor allem wenn sie innerhalb eines Gehäuses bauen, das nur für bestimmte Hardware entwickelt wurde.

Da die Luftzirkulation ein wichtiger Faktor für jeden Hochleistungs-Gaming-PC ist, bauen einige Hersteller zusätzliche Lüftungsöffnungen ein, um so den Luftstrom zu verbessern. Im Eigenbau sind derartige Projekte lediglich dann empfehlenswert, wenn bereits Erfahrung im PC-Selbstbau vorhanden ist. Worin liegt aber nun eigentlich die Faszination für einen Sleeper-PC in Eigenregie? Der Bau eines solchen Systems kann ein unterhaltsames Projekt für einen Anwender sein, der auf der Suche nach einer bestimmten Ästhetik an seine Grenzen gehen will. Dies kann sich schnell zu einem Hobby entwickeln, da die Ergebnisse ziemlich beeindruckend sein können.

Sleeper-PCs sehen unauffällig aus – hier ein Design von Chieftec. Unter der Haube steckt eine enorme Leistung.
Vergrößern Sleeper-PCs sehen unauffällig aus – hier ein Design von Chieftec. Unter der Haube steckt eine enorme Leistung.
© Chieftec

Einen Standard-PC mit RGB-Beleuchtung aufzupeppen und ihn individuell zu lackieren, ist allein schon ein kreatives Unterfangen. Sleeper-PCs gehen jedoch aufgrund ihres maßgeschneiderten Charakters noch einen Schritt weiter: Wegen der schwierigen Gehäusevorgaben sind die Ergebnisse nahezu immer einzigartig. Das ultimative Ziel ist es, etwas zu bauen, das zumindest von außen ziemlich banal aussieht.

Zu diesem Zweck lassen sich alte Computer- und Konsolengehäuse weiterverwenden. Die Retro-Ästhetik aus vergangenen Computertagen gefällt vielen Anwendern. Wer sich den Eigenbau zutraut, findet alte Gehäuse in Secondhand-Läden sowie -Marktplätzen im Überfluss und zu niedrigen Preisen. Vielleicht fällt Ihnen auch gerade ein, dass noch ein PC-Oldtimer auf dem Dachboden oder im Keller steht. Dann viel Spaß beim Zusammenbau!

Tipp: PC-Gehäuse für Gamer – die Wahl will gut überlegt sein

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