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SSD statt Festplatte: So zieht Windows 10 ohne Neu-Installation um

20.05.2019 | 12:09 Uhr | Thorsten Eggeling, Ines Walke-Chomjakov

Wer eine alte Windows-10-Installation von der Festplatte auf eine neue SSD übertragen will, muss dabei einige Besonderheiten beachten.

Inhaltsverzeichnis:

Eine SSD bietet gegenüber einer herkömmlichen Festplatte zahlreiche Vorteile. Die Speicherzellen lassen sich direkt adressieren, was zu sehr kurzen Zugriffszeiten führt. Das wirkt sich vor allem positiv auf die Startzeiten von Windows 10 aus. SSDs bieten außerdem höhere Transferraten als Festplatten, benötigen weniger Energie, produzieren kaum Abwärme und sind mechanisch robust.

Der Wechsel von einer Festplatte zur SSD – ohne dass Sie Windows 10 (oder eine ältere Windows-Version) neu installieren müssen – stellt mit den richtigen Tools in der Regel keine große Herausforderung dar. Das Gleiche gilt auch für den Umzug von einer Festplatte auf eine andere. Bevor wir Ihnen erklären, wie Sie die Festplatte auf eine SSD spiegeln, beschreiben wir, wie Sie die Geschwindigkeit des bisherigen Systems ermitteln, um einen Vorher/Nachher-Vergleich zu haben, und welche Vorbereitungen wichtig sind, insbesondere wenn die neue SSD kleiner als die bisherige Festplatte ist.

1. Vor dem Umzug: Die richtige SSD finden

Für das Umrüsten von Desktop-PCs und Notebooks ist eine SSD im 2,5-Zoll-Format in den meisten Fällen die richtige Wahl. In dieser Bauform gibt es das größte Angebot und deshalb finden Sie hier auch die günstigste SSD-Variante, um sie in einen vorhandenen Rechner einzubauen.

Daneben gibt es kompaktere Formfaktoren wie M.2 oder mSATA. Eine Übersicht zu den Spielarten von SSDs und deren Einsatzgebiete finden Sie im Kasten „Übersicht: Bauformen von SSDs“.

Die passende Kapazität der SSD hängt vom Einsatzzweck ab. Soll die Flashplatte ausschließlich als schnelles Laufwerk für Windows und ausgewählte Anwendungen dienen, reicht eine Größe von 128 GB eigentlich aus. Empfehlenswerter jedoch sind selbst in diesem Fall 250-GB-Platten, damit Sie gerüstet sind für kommende Windows-Updates.

Leistungstechnisch erfüllen die günstigen SSD-Varianten ihren Zweck, Abstriche müssen Sie jedoch im Lieferumfang in Kauf nehmen, der sich bestenfalls auf einen Adapterrahmen beschränkt. Auch die Garantiezeit ist oft auf nur drei Jahre verkürzt. Bei kostspieligeren SSDs sind dagegen bis zu zehn Jahre Herstellergarantie möglich, denn die Hersteller setzen hier bessere Flashbausteine und leistungsfähigere Controller ein.

Wollen Sie mit der SSD die bestehende Festplatte komplett ersetzen, ist eine möglichst hohe Kapazität Pflicht. Die Grenze bestimmt hier der Geldbeutel, jedoch sollten Sie nicht unter einen TB gehen. Beachten Sie bei der Ermittlung der Kapazität: Hersteller geben die Größe einer Festplatte/SSD in Gigabyte oder Terabyte auf der Basis 1 Kilobyte=1000 Byte an. Computer rechnen jedoch in Kibibyte (1024 Byte). Die tatsächlich nutzbare Kapazität beispielsweise einer 4-TB-Festplatte oder SSD lässt sich mit 4000 GB * 0.91 (gerundet) = 3640 GiB (Gibibyte) oder 3,6 TiB (Tebibyte) errechnen. Bei 1 TB stehen auf dem Laufwerk tatsächlich nur 910 GiB zur Verfügung. Der Windows-Explorer zeigt die Speicherkapazität eines Laufwerks korrekt in Tebibyte an, verwendet jedoch die Abkürzung TB statt TiB.

Übersicht: Bauformen von SSDs

Solid State Disks begegnen uns in verschiedenen Bauformen. Die gängigste ist 2,5 Zoll mit SATA-III-Anschluss. Aber es gibt auch schmalere und längere Varianten mit und ohne speziellen Einsatzzweck.

mSATA: Das Kürzel steht für mini-SATA. Vor allem Mini-PCs und Notebooks besitzen Steckplätze für mSATA-SSDs. Physisch handelt es sich dabei um den gleichen Anschluss wie bei PCI Express Mini, der den WLAN-Adapter nutzt, allerdings werden die Leitungen elektrisch wie SATA-Kabel angesteuert. Deshalb lassen sich WLAN-Karten nicht einfach durch mSATA-SSDs ersetzen. Auch die Geschwindigkeit von mSATA-Karten orientiert sich am SATA-Standard und liegt in der dritten Generation (SATA-III) bei einer Netto-Datentransferrate von 600 MB/s.

M.2: Die SSD im Steckkartenformat ist noch schmaler als die mSATA-Variante, kann aber länger sein. Gängig sind die Bauformen 2242, 2260 und 2280 mit unterschiedlichen Schraubpositionen. Dabei steht 22 für die Breite, die folgenden Zahlen für die Länge in Millimetern. Das Mainboard Ihres Rechners entscheidet über die passende M.2-SSD-Größe und Steckerform. Die Anbindung kann über das langsamere SATA oder schnelles PCIe erfolgen. Da dieser SSD-Typ nicht nur zwei, sondern auch vier PCIe-Lanes (Peripheral Component Interconnect Express) bereitstellen kann, kommt er theoretisch bei PCIe 3.0 x4 auf eine Transferrate von vier GB pro Sekunde. M.2-SSDs sind teurer als 2,5-Zoll-Varianten und meist in Ultrabooks oder Notebooks zu finden. M.2-NVMe-SSDs (Non-Volatile Memory Express) nutzen zudem ein schnelleres Protokoll statt AHCI, wodurch sich Latenz und Overhead verringern lassen.

Nachrüsten lassen sich M.2-SSDs auch in Standard-Notebooks zusätzlich zu einer bereits vorhandenen SSD, wenn ein M.2-Steckplatz vorhanden ist. Bietet die Hauptplatine jedoch nur M.2-SATA und kein M.2-PCIe, ergibt sich kein Geschwindigkeitsvorteil.

SATA-DoM: Disks-on-Module sind besonders kompakt und passen ohne Kabel direkt auf SATA-Ports. Sie kommen in erster Linie als Bootmedien für Embedded Systeme und Server zum Einsatz.

eMMC-Flash: Diese Module sind eigentlich für Smartphones gedacht und finden sich gelegentlich in günstigen Notebooks. Sie sehen wie ein einziger Chip aus und sind aufgelötet. Deshalb lassen sie sich nicht austauschen.

2. Vor dem Einbau: Anschluss und Bauhöhe checken

Die Mehrheit der gängigen SSDs im 2,5-Zoll-Format bietet eine SATA-III-Schnittstelle. Die offizielle Bezeichnung lautet Serial ATA 6,0 GBit/s oder SATA Revision 3.x. Manchmal lesen Sie auch SATA-600. Die Zahl steht für die Netto-Datenrate in MByte/s. Ist der PC, in den Sie die Flashplatte einbauen wollen, etwas älter, kann noch eine SATA-II-Schnittstelle vorhanden sein. Sie können trotzdem SATA-III-SSDs einbauen. Meist lohnt sich das Aufrüsten durch eine SATA-6G-Steckkarte nicht, um das Anschlusstempo zu erhöhen, da Sie den Tempounterschied in der Praxis nicht merken. Der eigentliche Temposchub kommt vom Wechsel von Magnetfestplatte auf Flash und der damit verbundenen Verringerung der Zugriffszeiten. Sind Sie sich nicht sicher, welcher Anschluss vorhanden ist, nutzen Sie ein Hardware-Diagnose-Tool, beispielsweise Speccy . Hier sehen Sie unter „Storage“ und „SATA Type“, welche Schnittstelle vorliegt.

Als eine größere Hürde als die Schnittstelle kann sich die Bauhöhe der SSD erweisen, insbesondere, wenn Sie ein Notebook aufrüsten wollen. In den meisten Fällen passen in den Mobilrechner 2,5-Zoll-SSDs mit sieben Millimetern Gehäusehöhe. Ältere Mobilrechner können auch noch einen 9,5-Millimeter-Schacht haben. Gleichen Sie den Unterschied mit den Adapterrahmen zum Aufkleben aus, die in der Regel im Lieferumfang der SSD enthalten sind. Kniffliger wird es bei Ultrabooks, denn in ihnen können entweder 2,5-Zoll-SSDs mit fünf Millimetern Bauhöhe oder gar 1,8-Zoll-Flashplatten stecken. Sind Sie sich nicht sicher, wie viel Platz bei Ihrem Mobilrechner vorhanden ist, sehen Sie in den technischen Daten nach, bevor Sie die neue Solid State Disk besorgen.

3. Vor dem Umbau: Windows-10-Startzeiten und Benchmark

Windows protokolliert selbst, wie lange die Vorgänge Starten und Beenden dauern. Diese Informationen lassen sich über die Ereignisanzeige abrufen. Drücken Sie die Tastenkombination Win-R, geben Sie eventvwr ein, und klicken Sie auf „OK“. Im linken Bereich des Fensters gehen Sie auf „Anwendungs-und Dienstprotokolle -> Microsoft -> Windows -> Diagnostics-Performance -> Betriebsbereit“. Sortieren Sie die Liste per Klick auf den Spaltenkopf „Datum und Uhrzeit“. Die Ereignis-ID 100 bezieht sich auf Startvorgänge, 200 auf das Herunterfahren. Klicken Sie eine der Meldungen mit der ID 100 an und gehen Sie im unteren Bereich auf die Registerkarte „Details“. Hinter „MainPathBootTime“ sehen Sie die Zeit, die Windows für den Start benötigt. Zusammen mit „BootPostBootTime“, das ist die Zeit, die Dienste und Autostart-Anwendungen benötigt haben, ergibt sich der Gesamtwert hinter „BootTime“. Für die Ereignis-ID 200 notieren Sie sich den Wert hinter „ShutdownTime“.

Aussagekräftiger ist ein Durchschnittswert, etwa der letzten 20 Start- und Herunterfahr-Vorgänge. Diesen ermitteln Sie mit dem Tool PC-WELT-Performance . Entpacken Sie das ZIP-Achiv in ein beliebiges Verzeichnis und starten Sie aus diesem die Datei RunAsAdmin.cmd. Das Script gibt in einem Fenster hinter „Boot Time“ die letzte Startzeit aus. Es berechnet außerdem den Durchschnitt maximal der letzten 20 Start- und Herunterfahr-Vorgänge. Die durchschnittliche Windows-Startzeit sollte bei einem einigermaßen aufgeräumten und durchschnittlich leistungsstarken System zwischen 30 und 60 Sekunden liegen. Kommt eine SSD zum Einsatz, sind Startzeiten von 15 Sekunden zu erreichen.

Eine SSD (rechts) liefert eine deutlich höhere Transferrate („Seq“) als eine Festplatte. Entscheidend sind jedoch die deutlich kürzeren Zugriffszeiten.
Vergrößern Eine SSD (rechts) liefert eine deutlich höhere Transferrate („Seq“) als eine Festplatte. Entscheidend sind jedoch die deutlich kürzeren Zugriffszeiten.

Geschwindigkeit der Festplatte und der SSD ermitteln: Mit AS SSD Benchmark können Sie Transferraten und Zugriffszeiten Ihrer Laufwerke messen. Nach dem Start wählen Sie oben links das gewünschte Laufwerk aus und klicken dann auf „Start“. Ist der Test abgeschlossen, sehen Sie in der Zeile „Seq“ die Lese- und Schreibleistung des Laufwerks. Bei Festplatten liegen diese um die 100 MB pro Sekunde. SSDs kommen auf etwa 500 MB pro Sekunde oder mehr. Festplatten erreichen beim Lesen von Daten typische Zugriffszeiten von 10 bis 16 Millisekunden, SSDs dagegen benötigen meist nur 0,05 Millisekunden.

4. Vorbereitungen für das Klonen auf die Solid State Disk

Wenn Sie Festplatten klonen oder umbauen, besteht nur ein geringes Risiko Daten zu verlieren. Trotzdem sollten Sie vor Arbeiten mit Festplatten oder Partitionen immer ein Backup wenigstens der persönlichen Daten erstellen. Dafür genügt es Ordner wie „Dokumente“ und „Bilder“ aus den Benutzerprofilen (unter „C:\Benutzer\[Benutzername]“) auf eine externe Festplatte zu kopieren.

Wer ganz sicher gehen will, erstellt ein vollständiges Image-Backup, etwa mit der Free-Version von Macrium Reflect , die wir später (siehe Punkt 6) auch zum Klonen verwenden. Mit dem Tool erstellen Sie eine Sicherungskopie der Systemfestplatte oder einzelner Partitionen etwa auf einem externen Datenträger oder einem Netzwerklaufwerk. In Macrium Reflect finden Sie über das Menü „Other Tasks -> Create Rescue Media“ eine Funktion, über die Sie einen Rettungsdatenträger erstellen. Damit stellen Sie Windows wieder her, selbst wenn das System nicht mehr starten sollte.

Festplatte aufräumen: Meist wird Ihre bisherige Festplatte eine größere Kapazität bieten als die neue SSD. Was Sie nicht ständig benötigen, lagern Sie auf eine zweite Festplatte aus. Löschen Sie außerdem temporäre Dateien und deinstallieren Sie ungenutzte Anwendungen. Einen umfangreichen Ratgeber zum Thema „ Windows 10 aufräumen “ haben wir natürlich auch parat. Die meisten Tipps und Tools lassen sich auch unter Windows 7 und 8 verwenden.

Verlagerte Ordner: Wenn Sie die Benutzerprofile oder einzelne Ordner aus Ihrem Profil auf eine andere Partition oder ein anderes Laufwerk verschoben haben, machen Sie diese Änderungen rückgängig. Das gleiche gilt für Programme, die Sie auf einem anderen Laufwerk als „C:“ installiert haben. Andernfalls müssen Sie auch diese Partition auf die SSD klonen. Hat diese nur eine geringe Kapazität, ist das jedoch wenig sinnvoll.

Erforderliche Treiber installieren: Eine SSD an einem der Standard-SATA-Ports benötigt keinen besonderen Treiber. Der bisherige Treiber für die Festplatte genügt. Für M.2/NVMe-Laufwerke kann ein zusätzlicher Treiber erforderlich sein. Bauen Sie die M.2-SSD in den Computer ein und installieren Sie den Treiber vom Hersteller, bevor Sie das System klonen. Bei älteren Geräten kann auch ein Bios-Update nötig sein, damit die M.2-SSD erkannt wird.

Automatischen Neustart abschalten: Wenn Windows aufgrund eines Hardware- oder Treiberproblems abstürzt, sehen Sie eine Fehlermeldung auf blauem Hintergrund (Bluescreen). Standardmäßig erscheint der Bluescreen nur sehr kurz und Windows startet neu. Sie haben dann nicht genügend Zeit die Meldung zu lesen. Das wäre aber wichtig, etwa für den Fall, dass Windows die Start-Festplatte oder SSD aufgrund eines fehlenden oder deaktivierten Treibers nicht findet (siehe nächster Abschnitt).

Um die Einstellung zu ändern, drücken Sie die Tastenkombination Win-Pause. Auf dem Bildschirm erscheint der Bereich „System“ aus der Systemsteuerung. Klicken Sie auf „Erweiterte Systemeinstellungen“ und unter „Starten und Wiederherstellen“ auf „Einstellungen“. Entfernen Sie unter „Systemfehler“ das Häkchen vor „Automatischen Neustart durchführen“. Schließen Sie die Einstellungen jeweils per Klick auf „OK“.

Bios/Firmware-Einstellungen prüfen: SSDs liefern nur dann die maximale Leistung, wenn der SATA-Controller im AHCI-Modus arbeitet. Bei neueren PCs oder Notebooks mit vorinstalliertem Windows 8 oder 10 ist dieser Modus in der Regel standardmäßig aktiv, bei Geräten mit Windows 7 jedoch nicht immer. Kontrollieren Sie die Einstellung im Bios/Firmware-Setup. Rufen Sie es kurz nach dem Start des PCs über Tasten wie Esc, F2 oder Entf (bzw. Del) auf. Nutzer von Windows 8 oder 10 klicken vor der Anmeldung im Startbildschirm rechts unten auf das Symbol mit dem Ausschaltknopf. Halten Sie die Shift-Taste gedrückt, klicken Sie im Menü auf „Neu starten“, und gehen Sie im Menü auf „Problembehandlung -> Erweiterte Optionen -> UEFI-Firmwareeinstellungen“.

Die SATA-Einstellungen finden Sie meist unter Menüs wie „Advanced“ oder „Integrated Peripherals“. Ist hier beispielsweise „IDE“ konfiguriert, stellen Sie stattdessen „AHCI“ ein.

Sollte Windows danach nicht starten, machen Sie die Änderung rückgängig und starten Windows neu. Nun drücken Sie die Tastenkombination Win-R, tippen regedit ein und klicken auf „OK“. Gehen Sie unter Windows 7 auf den Schlüssel „Hkey_Local_Machine\System\CurrentControlSet\services\msahci“. Ändern Sie den Wert „Start“ auf 0.

Bei Windows 8 oder 10 gehen Sie auf „Hkey_Local_Machine\System\CurrentControlSet\Services\storahci“. Ändern Sie auch hier den Wert „Start“ auf 0. Wenn es den Schlüssel „Hkey_Local_Machine\System\CurrentControlSet\Services\storahci\StartOverride“ gibt, setzen Sie den Wert „0“ auf 0.

Suchen Sie bei allen Systemen unter „Hkey_Local_Machine\System\CurrentControlSet\Services\“ nach „iaStorV“, „iaStorAV“ und „iaStorAVC“. Für „Start“ legen Sie jeweils den Wert 0 fest. Wenn der Unterschlüssel „StartOverride“ vorhanden ist, setzen Sie den Wert „0“ jeweils auf 0. Sollte einer der genannten Schlüssel nicht vorhanden sein, müssen Sie auch nichts ändern.

Danach sollte Windows 10 auch im AHCI-Modus starten. Eine Garantie gibt es dafür aber nicht, insbesondere wenn spezielle Herstellertreiber für den SATA-Adapter installiert sind. In diesem Fall stürzt Windows mit einem Bluescreen und der Fehlermeldung „STOP 0x0000007B INACCESSIBLE_BOOT_DEVICE“ ab. Windows kann also das Boot-Laufwerk nicht finden oder ansprechen. Suchen Sie dann im Internet nach Informationen über die Hauptplatine oder das Notebook und dem verwendeten SATA-Treiber, beziehungsweise nach seiner Bezeichnung unter „Hkey_Local_Machine\System\CurrentControlSet\Services\“. Ändern Sie dann die Werte für „Start“ und „StartOverride“ wie oben beschrieben.

Damit eine SSD die optimale Leistung erbringen kann, muss im Bios/Firmware-Setup beim SATA-Controller der AHCI-Modus aktiviert sein.
Vergrößern Damit eine SSD die optimale Leistung erbringen kann, muss im Bios/Firmware-Setup beim SATA-Controller der AHCI-Modus aktiviert sein.

Wer auf eine M.2/NVMe-SSD umsteigt, muss die genannten Werte auch bei „Hkey_Local_Machine\System\CurrentControlSet\Services\stornvme“ prüfen und gegebenenfalls ändern (Windows 10). Bei älteren Systemen und Treibern von Hardwarehersteller kann die Bezeichnung des Schlüssels abweichen.

5. Die SSD mit dem Desktop-PC oder dem Notebook verbinden

Am einfachsten und schnellsten ist es, wenn der PC über einen freien SATA-Port verfügt, an den Sie die SSD anschließen können. Sollte das nicht möglich sein, verwenden Sie einen USB-SATA-Adapter, vorzugsweise für den USB-3.0-Port. Im Fach- und Versandhandel finden Sie passende Geräte für etwa 10 bis 30 Euro. Einfache Adapter bestehen nur aus einem SATA- und Stromversorgungsstecker sowie zwei USB-Steckern. Etwas robuster sind Docking-Stationen für ein oder mehrere 2,5- oder 3,5-Zoll-Laufwerke. Die Investition lohnt sich in jedem Fall, wenn Sie die ausgebaute Festplatte über den USB-SATA-Adapter als externes Laufwerk weiterverwenden.

Siehe auch: Die besten SSD-Gratis-Tools

Mit einer Docking-Station gelingt die Datenübertragung von Ihrer alten Festplatte auf die SSD am bequemsten. Die Investition lohnt sich, da Sie darüber die alte Platte später als externes Laufwerk weiter benutzen können.
Vergrößern Mit einer Docking-Station gelingt die Datenübertragung von Ihrer alten Festplatte auf die SSD am bequemsten. Die Investition lohnt sich, da Sie darüber die alte Platte später als externes Laufwerk weiter benutzen können.

Wenn die Hauptplatine eine Raid-Funktion bietet, könnten Sie auch zwei kleinere SSDs einbauen und als Raid 0 zusammenschalten. Der verfügbare Speicherplatz ergibt sich dann aus der Summe der Kapazitäten beider SSDs. Da abwechselnd auf beide Laufwerke geschrieben wird, verdoppelt sich die Transfer-Rate in etwa. In der Praxis ist der Geschwindigkeitsvorteil jedoch bei den meisten Anwendungen kaum spürbar und auch Windows startet nicht schneller, weil die Zugriffszeit gleich bleibt.

Sollte kein freier SATA-Anschluss am PC vorhanden sein, verwenden Sie einen USB-3.0-SATA-Adapter.
Vergrößern Sollte kein freier SATA-Anschluss am PC vorhanden sein, verwenden Sie einen USB-3.0-SATA-Adapter.

Bei einem Raid 0 erhöht sich zudem das Ausfallrisiko, denn ist auch nur eine der SSDs defekt, gehen alle Daten verloren. Ältere Chipsätze beziehungsweise Raid-Treiber unterstützen außerdem die Trim-Funktion nicht, die für die Optimierung der SSDs nötig ist. Aus diesen Gründen können wir ein SSD-RAID nicht empfehlen. Verwenden Sie besser eine SSD mit der gewünschten Kapazität.

6. Festplatte mit Freeware spiegeln: Partitionen von Festplatte auf die schnelle SSD übertragen

Einige Hersteller liefern SSDs mit einem Umzugstool auf CD aus. Wer eine Samsung-SSD besitzt, kann die kostenlose Software Samsung Data Migration über die Download-Seite bei Samsung herunterladen. Das Programm funktioniert jedoch nicht mit SSDs von anderen Herstellern.

Ist kein Tool vom SSD-Hersteller verfügbar, laden Sie Macrium Reflect Free herunter. Es handelt sich um einen Web-Installer bei dem Sie zuerst auf „Download“ klicken. Danach startet die eigentliche Installation, bei der Sie den Anweisungen des Setup-Assistenten folgen. Im Dialog „Registration“ lässt sich die nicht erforderliche Registrierung überspringen, indem Sie das Häkchen vor „Register this Installation of Macrium Reflect?“ entfernen.

Partitionen prüfen: Nach dem Start von Macrium Reflect sehen Sie auf der Registerkarte „Backup“ eine Übersicht mit den Laufwerken und Partitionen. Die Situation kann auf jedem PC anders sein, je nachdem, ob Sie Windows selbst installiert haben oder ein vorinstalliertes Windows verwenden. Bei neueren Computern, die mit Windows 8 oder 10 ausgeliefert wurden, gibt es eine FAT32-Efi-Partition mit 100 MB. Danach folgen die kleine MSR-Partition mit 16 MB, die Macrium Reflect als „Unformated Primary“ anzeigt, und die Systempartition („C:“). Bei der Festplatte taucht die Beschreibung „GPT Disk“ auf. Der GPT-Partitionsstil (GUID Partition Table) wird bei allen Uefi-PCs unabhängig von der Festplattengröße verwendet. Dazu kommen meist noch eine oder mehrere Wiederherstellungspartitionen und manchmal auch eine eigene Datenpartition.

Bei älteren PCs (Windows 7) kommt der MBR-Partitionsstil (Master Boot Record) zum Einsatz. Am Anfang der Festplatte liegt eine kleine Partition für den Bootloader („System-reserviert“), danach folgt die Systempartition („C:“). Zusätzlich kann es eine Wiederherstellungspartition und eine Datenpartition geben.

Der Partitionsstil und die Anzahl der Partitionen sind für Macrium Reflect unerheblich. Das Programm kann mit allen Varianten umgehen. Wichtig ist nur, dass die Summe des belegten Speicherplatzes die Gesamtkapazität der SSD nicht überschreitet. Macrium Reflect zeigt bei jeder Partition den verwendeten Speicherplatz und darunter die verfügbare Kapazität an. Sollte die SSD weniger Speicherplatz bieten als die bisherige Festplatte, passt Macrium Reflect die Größe der Systempartition auf dem Ziellaufwerk automatisch an.

Kopiervorgang starten: Klicken Sie die Systemfestplatte an, dann im Bereich darunter auf „Clone this disk...“ und anschließend auf „Select a disk to clone to...“ Klicken Sie die Zielfestplatte an, also die neue SSD. Standardmäßig hat Macrium Reflect bei jeder Partition der Quellfestplatte ein Häkchen gesetzt. Das sollten Sie auch nicht ändern, außer es gibt eine zusätzliche Daten-Partition, die Sie nicht klonen wollen.

Macrium Reflect ist ein Backup-Tool, mit dem Sie die gewünschten Partitionen von der Festplatte auf die SSD kopieren.
Vergrößern Macrium Reflect ist ein Backup-Tool, mit dem Sie die gewünschten Partitionen von der Festplatte auf die SSD kopieren.

Nach einem Klick auf „Next“ lässt sich ein Zeitplan erstellen, wenn Sie eine Festplatte häufiger automatisch klonen wollen. Klicken Sie auf „Next“, wenn Sie die Festplatte für einen Umzug auf SSD nur einmalig klonen. Danach sehen Sie eine Übersicht mit den anstehenden Aufgaben. Ist alles richtig eingestellt, klicken Sie auf „Finish“. Im nächsten Dialog lässt sich die Definition der Sicherung für eine spätere Wiederholung speichern. Für unseren Zweck ist das nicht erforderlich, weshalb Sie das Häkchen vor „Save backup and schedules as an XML Backup Definition File“ entfernen und mit „OK“ bestätigen. Sollten auf der SSD bereits Partitionen vorhanden sein, bestätigen Sie die Löschung mit „Continue...“. Danach beginnt Macrium Reflect mit dem Klonen, was abhängig von der Größe der Partitionen einige Zeit dauern kann.

Siehe auch: Daten auf der SSD komplett und sicher löschen

7. SSD in Desktop-PC oder Mobilrechner einbauen

War die SSD per USB-Kabel mit dem Computer verbunden, bauen Sie das Laufwerk in das Gerät ein. Schalten Sie den PC ab und entfernen das Netzkabel, bevor Sie das Gehäuse öffnen. Hat Ihr PC keinen speziellen Einschub für eine 2,5-Zoll-SSD, nutzen Sie einen Einbaurahmen, der entweder der SSD beiliegt oder für etwa sechs Euro separat erhältlich ist. Legen Sie die SSD in den Rahmen und schrauben Sie sie dort fest. Danach fixieren Sie den Rahmen im Festplattenschacht des Computers.

Über einen Einbaurahmen, den Sie schon ab sechs Euro bekommen, lassen sich 2,5-Zoll-SSDs in einen Schacht für 3,5-Zoll-Festplatten einbauen.
Vergrößern Über einen Einbaurahmen, den Sie schon ab sechs Euro bekommen, lassen sich 2,5-Zoll-SSDs in einen Schacht für 3,5-Zoll-Festplatten einbauen.

Bevor Sie die SSD in Ihr Notebook einbauen, fahren Sie den Mobilrechner herunter und entfernen den Akku. Sehen Sie im Datenblatt oder Handbuch nach, wo genau die Festplatte untergebracht ist. Drehen Sie das Notebook um und schrauben Sie die Abdeckung ab. Entfernen Sie Strom- und Datenkabel von der alten Festplatte, und heben Sie sie aus der Aussparung. Stecken Sie anschließend die Kabel an die neue SSD und legen Sie sie in den Freiraum. Schrauben Sie die Abdeckung wieder an. Manche Notebooks bieten Platz für eine zusätzliche SSD im M.2-Format. Beachten Sie die Länge und den Anschluss im Notebook – siehe Kasten „Übersicht: Bauformen von SSDs“. In diesem Fall müssen Sie nur das System auf die SSD umziehen und sparen sich den Umweg über einen Adapter oder eine Dockingstation.

8. Nach dem Klonen: Der erste Start von Windows 10

Haben Sie die alte Festplatte durch eine SSD ersetzt, erkennt Windows 10 die neue Platte in der Regel automatisch. Bei älteren Rechnern empfiehlt es sich, den Flashspeicher an den SATA-Anschluss der alten Platte anzuschließen, da ältere Bios-Versionen sonst die Startsequenzen verwechseln. Es kann auch sein, dass sich das Bios eventuell beim ersten Hochfahren meldet und die neue Platte anzeigt. Sie bestätigen sie einfach – und Windows startet wie gewohnt.

Wenn Sie die alte Platte im Rechner belassen, kommt es vor, dass der Rechner auch weiterhin von dieser bootet. Das Ändern der Bootreihenfolge im Bios-Setup löst das Problem. Rufen Sie das Setup kurz nach dem Start des PCs über Tasten wie Esc, F2 oder Entf auf. Die Taste variiert je nach Rechner. Sie erfahren sie aus dem Handbuch des PCs oder des Mainboards. Die Booteinstellungen finden Sie im Menü „Advanced BIOS Features“, „Boot Features“ oder „Speicher“. Suchen Sie dort nach einer Option wie „HDD Boot Priority“ oder „Boot-Reihenfolge“, und setzen Sie die SSD an die erste Stelle. Bestätigen Sie die Einstellung mit der entsprechenden Taste – etwa F10.

9. Umzugsprobleme ermitteln und beheben

Der Transfer von einer Festplatte auf eine SSD funktioniert mit Macrium Reflect in der Regel zuverlässig. Sollte Windows trotzdem nicht von der SSD starten, prüfen Sie die folgenden Punkte.

Absturz mit Bluescreen : Windows-Fehlermeldungen vor blauem Hintergrund weisen immer auf ein Treiber-Problem hin. Lauter der Fehler „INACCESSIBLE_BOOT_DEVICE“ (siehe auch Punkt 4), prüfen Sie, ob die SSD tatsächlich an demselben SATA-Anschluss hängt, wie zuvor die Festplatte. Einige Hauptplatinen enthalten mehrere SATA-Chipsätze, die jeweils einen eigenen Treiber benötigen. M.2-SSDs benötigen teilweise ebenfalls einen Treiber, den Sie bereits vor dem Klonen installieren müssen (siehe Punkt 4).

Andere Fehlermeldungen: Sollte Windows nicht starten und einen schwarzen Bildschirm zeigen, beispielsweise mit der Meldung „Boot Failure“ oder ähnlich, ist die Bootumgebung defekt oder die MBR-Boot-Partition ist nicht als aktiv gekennzeichnet (bei Partitionen im GPT-Stil ist das nicht erforderlich). Für die Reparatur verwenden Sie die Windows-Installations-DVD oder einen Windows-Setup-Stick. Die nötigen Schritte haben wir im Artikel Windows 10: Boot-Manager anpassen und reparieren beschrieben.

Umzug auf andere Hardware: Wir gehen in diesem Artikel davon aus, dass Sie die Festplatte Ihres PCs durch eine SSD ersetzen wollen, sich sonst aber nichts ändert. Im Prinzip können Sie die SSD nach dem Klonen auch in einen anderen PC einbauen. Bei ähnlicher Hardware funktioniert das oft, weil insbesondere Windows 10 die nötigen Treiber bereits enthält. Die Treiber-Ausstattung von Windows 8.1 und Windows 7 ist für neue Hardware jedoch schlechter, womit die Wahrscheinlichkeit steigt, dass einzelne Komponenten des PCs nicht funktionieren. Solange Windows startet, stellt das jedoch kein Problem dar, denn Sie können die fehlenden Treiber nachinstallieren – jedenfalls wenn es die passenden Treiber für Windows 8.1 oder Windows 7 für Ihre Hardware gibt. Eine Einschränkung gibt es bei Computern mit aktuellen AMD-Ryzen- oder Intel-Kaby-Lake-CPUs. Hier erhalten Sie unter Windows 8.1 oder 7 die Meldung, dass die Hardware nicht unterstützt wird. Weitere Informationen finden Sie in Punkt 10 des Artikels Windows schneller bedienen: Tipps für mehr Komfort .

10. Nutzungstipps für die alte HDD und die neue SSD

Nachdem der Rechner mit der neuen SSD auch nach ein paar Tagen problemlos läuft, können Sie nicht mehr benötigte Partitionen auf der alten Festplatte löschen und das Laufwerk als Datenspeicher intern oder extern weiterverwenden. Drücken Sie die Tastenkombination Win-R, tippen Sie diskmgmt.msc ein und klicken Sie auf „OK“. Partitionen, die Sie löschen möchten, klicken Sie mit der rechten Maustaste an und wählen im Kontextmenü „Volume löschen“. In dem entstanden freien Bereich wählen Sie im Kontextmenü „Neues einfaches Volume“ und folgen den Anweisungen des Assistenten.

Einstellungen des Defragmentierers prüfen: Eine SSD muss nicht defragmentiert werden. Stattdessen sorgt der Trim-Befehl dafür, dass nicht mehr genutzte Speicherblöcke freigegeben sind. Das erkennt Windows seit 7 eigentlich automatisch. Zur Sicherheit prüfen Sie jedoch die Defragmentierung. Drücken Sie dazu die Tastenkombination Win-R, tippen Sie dfrgui ein und bestätigen mit „OK“. Bei Windows 7 sollte beim Systemlaufwerk in der Spalte „Zuletzt ausgeführt“ die Bemerkung „Nie ausgeführt“ stehen. Wollen Sie ganz sicher sein und haben nur eine SSD im Einsatz, klicken Sie auf „Zeitplan konfigurieren“ und entfernen Sie das Häkchen bei „Ausführung nach Zeitplan (empfohlen)“. Mit einem Klick auf „OK“ schließen Sie eine Defragmentierung aus.

Bei SSDs entfällt eine Defragmentierung. Windows erkennt das seit der Version 7 automatisch. Windows 8.1 und 10 können das „Solid-State-Laufwerk“ bereits als „Medientyp“ anzeigen.
Vergrößern Bei SSDs entfällt eine Defragmentierung. Windows erkennt das seit der Version 7 automatisch. Windows 8.1 und 10 können das „Solid-State-Laufwerk“ bereits als „Medientyp“ anzeigen.

Bei Windows 8 und 10 sehen Sie statt Defragmentierung „Laufwerke optimieren“. Als Medientyp ist „Solid-State-Laufwerk“ angegeben. Für die Laufwerkspflege mit dem Trim-Befehl sorgt das Betriebssystem automatisch. Sie können eine Optimierung sofort anstoßen oder ein Intervall einstellen, wann das System einen Optimierungsvorgang vornehmen soll, indem Sie bei „Geplante Optimierung“ auf „Einstellung ändern“ klicken. Zur Wahl stehen die Optionen „Täglich“, „Wöchentlich“ und „Monatlich“.


Was ist besser: Windows-Kopie oder Neuinstallation?

Den Umstieg auf eine SSD können Sie auch für eine Neuinstallation des Systems nutzen. Ein frisch aufgesetztes Windows ist von dem Ballast befreit, der sich mit der Zeit im System angesammelt hat. Es läuft wahrscheinlich zuverlässiger und schneller als eine Kopie des Systems. Ist auf dem PC jedoch viel Software installiert, kann die Neueinrichtung sehr zeitaufwendig werden. Teilweise müssen Sie Seriennummern neu eintippen oder Software beim Hersteller erneut aktivieren.

Letzteres stellt zumindest für Windows kaum ein Problem dar. Bei Rechnern mit vorinstalliertem Windows 8.1 oder 10 erfolgt die Aktivierung in der Regel automatisch. Das gilt auch für Geräte, bei denen Sie das kostenlose Upgrade auf Windows 10 durchgeführt haben. Microsoft erkennt, dass Windows 10 bereits einmal auf der Hardware installiert wurde, und aktiviert automatisch. Seit dem Version 1511 (Build 10586) lässt sich Windows 10 auch mit einem Lizenzschlüssel von Windows 7, 8 und 8.1 neu installieren. Die ISO-Datei für die Neuinstallation können Sie über das Microsoft Media Creation Tool kostenlos herunterladen. Das Gratis-Upgrade auf Windows 10 war offiziell nur bis zum August 2016 möglich. Es funktioniert nach unseren Tests jedoch auch heute noch ohne besondere Tricks (Stand Januar 2019). Wie lange das so bleibt, ist jedoch nicht bekannt.

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