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Richtig viel Geld sparen beim Internetanschluss

18.10.2020 | 09:04 Uhr | Peter Stelzel-Morawietz

Die Situation ist im Prinzip paradox: Wer seinen Festnetzanschluss für Internet und Telefon zu Hause immer beim gleichen Provider belässt, der wird durch vergleichsweise hohe Gebühren „bestraft“. Wer dagegen wechselt, zahlt bei Abschluss eines neuen Zwei-Jahres-Vertrages oft nur rund die Hälfte und spart so während der 24-monatigen Laufzeit schnell zwischen 400 und 500 Euro!

Die Summe setzt sich aus anfänglich reduzierten Monatsgebühren, Boni des neuen Providers und gegebenenfalls zusätzlich des Vergleichsportals zusammen, über das man den Providerwechsel in Auftrag gibt.

Nun ist ein derartiger Wechsel keineswegs schwierig, im Gegenteil. Über ein Portal wie etwa den Tarifrechner von PC-WELT finden Sie nicht nur günstige Angebote, Sie können dort auch gleich den Anbieter beauftragen und den bisherigen kündigen. Das Zeitversprechen „In 5 Minuten online wechseln“ wird zwar vermutlich nicht ganz eingehalten, sofern man alles sorgfältig ausfüllt und seine Angaben nochmals kontrolliert – langwierig oder schwierig ist es andererseits aber auch nicht. Und Sie müssen zudem nicht befürchten, dass Sie bei einem Versorgerwechsel ohne Telefon und Internet dastehen: Sollte entgegen dieser Erfahrung bei der Umschaltung dennoch mal etwas nicht funktionieren, muss der bisherige Provider Sie kurzfristig weiter versorgen – denn ansonsten droht ihm eine empfindliche Strafe durch die Bundesnetzagentur. Wichtig ist insbesondere, dass Sie den Providerwechsel rechtzeitig vor dem Ende der meist dreimonatigen Kündigungsfrist in Auftrag geben und den sogenannten Portierungsauftrag nicht vergessen. Letzterer sorgt dafür, dass Sie Ihre bisherige Telefonnummer zum neuen Anbieter mitnehmen (portieren) können.

Der Tarifrechner von PC-WELT zeigt das Sparpotenzial, wenn man den Festnetzprovider wechselt: Im Beispiel summieren sich die Gutschriften sogar auf über 500 Euro.
Vergrößern Der Tarifrechner von PC-WELT zeigt das Sparpotenzial, wenn man den Festnetzprovider wechselt: Im Beispiel summieren sich die Gutschriften sogar auf über 500 Euro.

Dass Anbieter versuchen, neue Kunden mit günstigen Preisen auf sich aufmerksam zu machen, liegt in der Natur der Sache. Die Höhe des Sparpotenzials von 400 bis 500 Euro ist aber so groß, dass man annehmen könnte, die Provider müssten ein Interesse daran haben, ihre Kunden mit einer Art von „Treuerabatt“ zu halten. Wenn man als Kunde aber genau danach fragt (wir haben es versucht), erhält man eine ernüchternde Antwort: „… Nach der Prüfung Ihrer Anfrage durch unsere Fachabteilung möchten wir Ihnen gern mitteilen, dass es durch die Prozesse nicht vorgesehen ist, ein schriftliches Angebot … zuzusenden.“

Erst wenn man dem Provider quasi die Pistole auf die Brust setzt und kündigt, ist das schriftliche Angebot mit Marketingphrasen wie etwa „Bleiben und profitieren“ und „Sie sind uns wichtig“ sowie dem Treuerabatt plötzlich doch möglich.

Ein Fall aus der Praxis: Erst verweigerte der Provider ein schriftliches günstigeres Angebot, nach der Kündigung war das plötzlich mit „Treuerabatt“ doch möglich.
Vergrößern Ein Fall aus der Praxis: Erst verweigerte der Provider ein schriftliches günstigeres Angebot, nach der Kündigung war das plötzlich mit „Treuerabatt“ doch möglich.

In einem solchen Fall kann man sich überlegen, ob man den zuvor in Auftrag gegebenen Providerwechsel inklusive Kündigung rückgängig macht – darauf hat man bei online abgeschlossenen Verträgen ohne eine Angabe von Gründen zwei Wochen lang ein Recht. Oder man bleibt bei dem beauftragten Neuabschluss.

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