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Profile für Defender-Einstellungen viel einfacher auswählen

16.09.2020 | 13:30 Uhr | Roland Freist

Windows Defender lässt sich standardmäßig über die Einstellungen-App konfigurieren. Mehr Optionen bietet das Tool Configure Defender.

Der im Betriebssystem integrierte Windows Defender hat sich zu einem durchaus brauchbaren Antivirenprogramm mit zahlreichen Optionen etwa für den Schutz vor Ransomware oder vor Exploits für ausgewählte Programme entwickelt. Konfigurieren lässt sich der Schutz über die Einstellungen-App, in der Sie den Einträgen „Update und Sicherheit –› Windows-Sicherheit –› Windows-Sicherheit öffnen –› Viren- und Bedrohungsschutz“ sowie „Appund Browsersteuerung“ folgen. 

Für die Anpassung des Sicherheitslevels an die unterschiedlichen Einsatzgebiete eines Rechners – etwa privat, im Büro oder auch in einer Schule – wäre es praktisch, wenn man entsprechende Profile definieren könnte. Wenn etwa neugierige und experimentierfreudige Schüler einen PC in die Hand bekommen, ist die Wahl einer höheren Sicherheitsstufe sinnvoller als beim Arbeitsrechner eines erfahrenen Nutzers daheim. 

Genau zu diesem Zweck wurde das Open-Source-Programm Configure Defender entwickelt, das allerdings nur in einer englischsprachigen Version vorliegt. Es versammelt alle Optionen des Windows Defender in einer Liste und fasst die Einstellungen in drei Schutz-Leveln zusammen: „Default“, „High“ und „Max“. 

Die Open-Source- Software Configure Defender 3 erlaubt die Auswahl von verschiedenen Sicherheitsstufen für den Windows Defender.
Vergrößern Die Open-Source- Software Configure Defender 3 erlaubt die Auswahl von verschiedenen Sicherheitsstufen für den Windows Defender.

„Default“ entspricht den Voreinstellungen des Defender nach der Installation von Windows. Die Einstellung „High“ umfasst den Netzwerkschutz und auch einen weitreichenden Exploit-Schutz, allerdings keinen Schutz vor Ransomware („Überwachter Ordnerzugriff“) – auf diese Weise werden Fehlalarme vermieden. „High“ empfiehlt sich als erweiterter Schutz für Computer, die in einem Netzwerk mit mehreren Benutzern zusammenarbeiten. 

„Max“ schaltet alle Sicherheitsoptionen von Windows scharf, produziert dafür jedoch eventuell Fehlalarme. Dennoch sollten Sie diese Option beim Einsatz des Rechners an exponierten Stellen wie etwa in Schulen wählen. Dort sollten Sie auch ganz unten in der Liste „Admin: Hide Security Center“ auf „Hidden“ stellen, um die Defender-Einstellungen zu verstecken. Anschließend lassen sich die Optionen nur noch über Configure Defender ändern. 

Hinweis: Die Funktion „Block At First Sight“ und „Cloud Protection Level“ sollten immer auf „On“ beziehungsweise „Default“ stehen, da ansonsten andere Schutzfunktionen beeinträchtigt werden.

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