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Profi-Wissen: Hardlinks, Symlinks und Softlinks

31.10.2018 | 12:45 Uhr | Hermann Apfelböck

Windows kennt drei Verknüpfungsarten. NTFS legt im Prinzip bei jeder Partition alle Dateien zentral in einer "Master File Table" (MFT) an. Diese Tabelle enthält alle Informationen zu jeder gespeicherten Datei - etwa Dateipfad und Zugriffsrechte. Sehr kleine Dateien werden direkt in der MFT gespeichert. Bei größeren lagert Windows den Inhalt aus und legt lediglich einen Zeiger auf die physikalischen Datenblöcke in der MFT ab.

Hardlinks sind Dateien, die einen bereits bestehenden Inhalt in der MFT ein zweites Mal referenzieren. Das bedeutet, der Hardlink hat identische Eigenschaften und einen identischen Inhalt wie die Original-Datei, aber einen anderen Pfad. Wird eine Datei gelöscht, für die ein Hardlink existiert, übernimmt dieser die Rolle der Original-Datei, und der Inhalt bleibt erhalten.

Softlinks sind die gängigsten Links, also die normalen Verknüpfungen, wie sie etwa im Startmenü zu finden sind. Es sind Dateien mit eigenen Inhalten und Eigenschaften in der MFT, die über einen Windows-Mechanismus auf eine andere Datei verlinken. Das hat nichts mit dem Dateisystem zu tun. Softlinks haben deshalb nicht dieselben Eigenschaften wie die verlinkte Datei.

Symlinks sind neu unter Vista und Server 2008 (NTFS 5). Es handelt sich dabei um ein eigenes Dateisystem-Objekt in der MFT, das auf ein anderes Objekt zeigt. Auch Symlinks haben aus Sicht des Systems dieselben Eigenschaften wie die eigentliche Datei.

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