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Geldbörse mit RFID-Schutzfach

08.02.2017 | 15:10 Uhr |

Wer zwei RFID-Karten im Geldbeutel hat, verwirrt damit die meisten Lesegeräte. Eine Schutzhülle schafft hier Ordnung.

Wer an einer Supermarktkasse mit seiner RFID-Kredikarte berührungslos bezahlen möchte, muss die Karte oft aus dem Geldbeutel herausholen, damit das Lesegerät sie erkennt. Der Grund liegt nicht etwa an der Strahlenschutzwirkung des eigenen Ledergeldbeutels, sondern an einer weiteren RFID-Karte im Beutel. Die Wahrscheinlichkeit, dass Sie zwei solcher Karten einstecken haben, ist hoch. Denn Karten mit RFID-Chips (Radio Frequency Identification) sind mittlerweile weit verbreitet. Der Carsharing-Dienst Drive Now hat auf seiner Kundenkarte einen RFID-Chip ebenso eingebaut wie viele Zugangs- und digitale Stempelkarten fürs Büro. Stecken aber zwei RFID-Karten im Geldbeutel, werden auch beide durch die Funkwellen des Kassenlesegeräts dazu animiert, ihre Daten an das Lesegerät zurückzusenden. Mit diesen doppelten Informationen kann das Lesegerät aber nichts anfangen und bricht deshalb die Aktion ab.

Mit einem Trick können Sie die RFID-Bezahlkarte aber dennoch im Geldbeutel balssen, sodass sie diesen komplett gegen das Lesegerät halten können: Sie müssen dafür lediglich die anderen Karten gegen die Strahlung des Lesegeräts schützen. Das geht recht einfach mit einer RFID-Schutzhülle, die es bereits für wenige Euro zu kaufen gibt. Denn mit dem Aufkommen der neuen RFID-Karten fürchteten viele Nutzer das ungewollte Abbuchen von Geld. So kamen Geldbörsen auf den Markt, die komplett gegen RFID-Lesegeräte geschützt sind. Es gibt aber auch Hüllen im Scheckkartenformat, in die genau ein oder zwei Karten passen. Stecken Sie in diese Hülle die nur selten benötigten Karten und lassen Sie nur die regelmäßig genutzt RFID-Karte ungeschützt. Im Geldbeutel sollte die Schutzhülle am besten mit etwas Abstand zur genutzten Karte stecken und Sie müssen sich merken, auf welcher Seite die Schutzhülle im Geldbeutel steckt. Denn Sie müssen den Geldbeutel dann mit der anderen Seite an das Lesegerät halten.

Alufolie genügt: Die meisten Schützehüllen sind mit einfacher Alufolie ausgekleidet. Das genügt bereits, um die Funkwellen des Lesegeräts soweit abzuschwächen, dass der passive RFID-Chip auf der Karte keine Antwort mehr senden kann. Wie die Stiftung Warentest herausgefunden hat, genügen auch wenige Lagen haushaltsüblicher Aluminiumfolie, um die gleiche Schutzwirkung zu erzielen . Sie können Sich somit Ihre Schutzhülle recht einfach selber basteln.

Wer einen neuen Personalausweis besitzt, muss sich übrigens keine Sorge um RFID-Spionage machen. Denn um die Daten aus dem neuen Personalausweis per RFID auslesen zu können, benötigt man eine PIN. Lediglich stattliche Stellen benötigen diese PIN nicht. Diese benötigen fürs Datenlesen erstens einen Code, der auf dem Pass aufgedruckt ist, und zweitens ein spezielles Zertifikat.

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