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Ping-Antworten zulassen

08.03.2017 | 10:27 Uhr |

Über die Windows-Firewall können Sie regeln, ob ein Rechner auf Ping-Anfragen im Netzwerk reagieren soll oder nicht.

Der Ping-Befehl bietet eine einfache Möglichkeit zum Überprüfen von Netzwerkverbindungen. In der Eingabeaufforderung kann man mit dem Kommando „ping [IP-Adresse]“ vier Datenpakete mit einer Größe von jeweils 32 Bytes an einen anderen Rechner im Netzwerk schicken, der daraufhin ein kurzes Antwortsignal sendet. Wie lange diese Kommunikation gedauert hat, wird jeweils angezeigt. Falls Windows jedoch „Zeitüberschreitung der Anforderung“ meldet, kam die Verbindung nicht zustande. Mögliche Gründe sind, dass der andere Rechner nicht erreichbar ist, etwa weil keine Netzwerkverbindung zu ihm besteht, dass seine Firewall keine Ping-Anfragen durchlässt, oder, sehr selten, dass er den Befehl nicht unterstützt. Ping ist bei Administratoren sehr beliebt, da es eine schnelle Funktionsprüfung erlaubt und angefangen von sämtlichen WindowsVersionen seit 95 über Mac OS X bis hin zu Linux und Unix von nahezu allen Betriebssystemen verstanden wird. Ping funktioniert übrigens auch übers Internet und lässt sich zu diesem Zweck mit URLs füttern, also beispielsweise ping www.pcwelt.de.

So lösen Sie typische Internet-Probleme

Eine Zeit lang wurde Windows mit einer Voreinstellung ausgeliefert, bei der Ping-Anfragen durch die Firewall blockiert wurden. Das geschah aus Gründen der Sicherheit heraus, da Hacker mehrfach versucht hatten, mit ungültigen PingPaketen Denial-of-Service-Angriffe durchzuführen. Obwohl Windows mittlerweile Ping-Anfragen in der Voreinstellung wieder beantwortet, ist auf einigen Rechnern dennoch die Firewall so eingestellt, dass der PC im Netzwerk nicht auf den Befehl antwortet. Auf jeden Fall sollten Sie die Einstellungen überprüfen, wenn ein Computer im LAN nicht auf den Ping-Befehl reagiert.

So gehen Sie vor: Tippen Sie im Suchfeld des Startmenüs Firewall ein, und öffnen Sie das Programm „Windows-Firewall mit erweiterter Sicherheit“. Markieren Sie „Eingehende Regeln“, suchen Sie den Eintrag „Datei- und Druckerfreigabe (Echoanforderung - ICMPv4 eingehend)“, klicken Sie ihn mit der rechten Maustaste an, und öffnen Sie „Eigenschaften“. Stellen Sie sicher, dass im Register „Allgemein“ im gleichnamigen Bereich das Kontrollkästchen neben „Aktiviert“ ausgewählt ist. Außerdem muss unter „Aktion“ die Option „Verbindung zulassen“ eingeschaltet sein, damit Windows auf Ping-Anfragen reagiert.

Netzwerkzugang mit dem Ping-Befehl prüfen

Falls Sie Ihr Netzwerk auf IPv6 konfguriert haben, prüfen Sie den Eintrag „Datei- und Druckerfreigabe (Echoanforderung - ICMPv6 eingehend)“.

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