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Phishing- und Familienschutz im Netzwerk einrichten

23.01.2021 | 08:00 Uhr | Roland Freist

Im Internet droht stets die Gefahr, beim Surfen auf einer illegalen Phishing-Site zu landen. Diese Webseiten ahmen meist die Internetauftritte von bekannten Online-Shops oder Bezahldiensten nach und wollen Sie dazu Im Internet droht stets die Gefahr, beim Surfen auf einer illegalen Phishing-Site zu landen. Außerdem können Kinder, die allein am Computer sitzen, auf Seiten stoßen, deren Inhalte nicht für sie geeignet sind. Lesen Sie, wie Sie Ihr Netzwerk vor diesen Gefahren schützen.

Deshalb sollten Sie einen speziellen DNS-Service verwenden, der das Ansteuern von Phishing-Sites und Seiten ohne Jugendfreigabe blockiert. DNS steht für Domain Name Service (oder Server) und bezeichnet das im Internet eingesetzte Verfahren, das Webadressen wie zum Beispiel www.pcwelt.de in IP-Adressen übersetzt. Die DNS-Server führen dazu umfangreiche Datenbanken, die laufend aktualisiert werden. Normalerweise greifen Sie auf den DNS-Server Ihres Internetproviders zu. Sie können aber auch einen alternativen Server wählen, wie etwa den DNS-Dienst von Google. Oder Sie nutzen einen speziellen DNS-Dienst wie OpenDNS, der gefährliche oder für Kinder und Jugendliche ungeeignete Seiten unzugänglich macht.

In der Fritzbox finden Sie die Einstellung der DNS-Server bei der Konfiguration des Internetzugangs. Tragen Sie hier die Adressen der OpenDNS-Server ein.
Vergrößern In der Fritzbox finden Sie die Einstellung der DNS-Server bei der Konfiguration des Internetzugangs. Tragen Sie hier die Adressen der OpenDNS-Server ein.

Die Basisfunktionen von Open DNS sind für Privatpersonen kostenlos, Sie können sie des Weiteren ohne Anmeldung nutzen. Die vorgegebenen Filterlisten lassen sich allerdings erst bearbeiten, nachdem Sie ein kostenloses Benutzerkonto eingerichtet haben. Außerdem bietet OpenDNS erweiterte Dienste an, die kostenpflichtig sind – etwa mit zusätzlichen Nutzungsstatistiken, für mobile User sowie für Unternehmen.

OpenDNS bietet zwei IP-Adressen für DNS-Server an: „208.67.222.222“ sowie „208.67.220.220“ für den Phishing-Schutz („Home“) und „208.67.222.123“ wie auch „208.67.220.123“ für den Jugendschutz, der hier „Family Shield“ heißt. Am besten tragen Sie diese Adressen in Ihren Router ein, damit alle Netzwerkgeräte geschützt sind.

Eine Kombination aus diesen beiden Diensten ist nur bedingt und ausschließlich mit einem Benutzerkonto möglich. Verwenden Sie in diesem Fall die Adressen für den Family Shield. Danach ist es nicht mehr möglich, in die Whitelist Ihres Kontos Adressen einzutragen, die vom Jugendschutz von OpenDNS blockiert werden.

OpenDNS bietet auf seiner Website Anleitungen für die Konfiguration verschiedener Endgeräte sowie einen DNS-Test an.
Vergrößern OpenDNS bietet auf seiner Website Anleitungen für die Konfiguration verschiedener Endgeräte sowie einen DNS-Test an.

Bei der Fritzbox passen Sie die Einstellungen für den DNS-Server unter „Internet –› Zugangsdaten“ im Register „DNS-Server“ an. Aktivieren Sie dort „Andere DNSv4-Server verwenden“ und geben Sie nun das gewünschte Adressenpaar ein. Darunter sehen Sie die Einstellungen für DNSv6-Server. OpenDNS bietet keine DNS-Server für IPv6-Adressen an. Sie können allerdings IPv6-Adressen eintragen, über die die DNS-Anfragen auf die IPv4-Server umgeleitet werden.

Die Adressen lauten „::ffff:d043:dede“ und „::ffff:d043:dcdc“. Sobald Sie die Änderungen in der Fritzbox vorgenommen und auf „Übernehmen“ geklickt haben, verlangt der Router aus Sicherheitsgründen eine Bestätigung. Wählen Sie dafür bitte auf einem angeschlossenen Telefon die angegebene Nummer mit dem vorangestellten Stern und bestätigen Sie im Anschluss daran am Bildschirm mithilfe eines Klicks auf „OK“. Oder Sie drücken eine Taste am Fritzbox-Gehäuse.

Tipp: 6 Schritte zum optimal geschützten Router

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