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OS-Armor: Zusatzschutz für gefährdete PCs

26.01.2020 | 09:30 Uhr | Arne Arnold

PC-Viren nutzen oft dieselben Tricks: Das Tool OS-Armor bildet einen zusätzlichen Virenschutz für einen Windows-PC.

Der englische Programmname OS-Armor steht für Betriebssystem (OS) und Rüstung (Armor). Sie können OS-Armor zusätzlich zu einem bereits installieren Antivirenprogramm auf dem Rechner laden.

Das bringt’s: PC-Viren und ihre Verbreiter nutzen oft immer wieder dieselben Tricks, um einen Schädling auf einen Rechner zu schleusen. So kommen etwa viele Viren huckepack mit einem Office-Dokument, etwa einer Word-Datei. Diese versenden die Angreifer per Mail und geben sie zum Beispiel als Rechnung aus. Die Word-Datei ist so präpariert, dass sie beim Öffnen die Eingabeaufforderung von Windows (CMD) startet und darüber den Schadcode installiert. An dieser Stelle setzt OS-Armor an. Es registriert, wenn eine Anwendung, etwa Word, die Eingabeaufforderung starten will, und blockiert das. Rund 100 solcher Virentricks überwacht OS-Armor und kann damit immer dann Alarm schlagen, wenn das eigentliche Antivirenprogramm versagt hat.

Die Freeware OS-Armor fügt einem PC eine weitere Schutzschicht gegen Viren hinzu. Das Tool lässt sich zusätzlich zum installierten Antivirenprogramm nutzen.
Vergrößern Die Freeware OS-Armor fügt einem PC eine weitere Schutzschicht gegen Viren hinzu. Das Tool lässt sich zusätzlich zum installierten Antivirenprogramm nutzen.

Nicht für jeden Anwender geeignet: Eigentlich wäre OS-Armor ideal geeignet für PCs von weniger informierten Nutzern, da diese eher auf Virentricks hereinfallen. Allerdings produziert OS-Armor auch Fehlalarme. Es meldet also Aktionen als verdächtigt, die eigentlich harmlos sind. PC-Einsteigern fehlt dann meist das Wissen, die Meldung richtig einzuschätzen. Somit eignet sich OS-Armor eher für fortgeschrittene Anwender, die ihren PC besonders gut gegen Virenangriffe schützen möchten.

In den Einstellungen unter „Open Configurator“ können Sie die Schutzoptionen weiter verschärfen. Allerdings führt das meist auch zu deutlich mehr Fehlalarmen.
Vergrößern In den Einstellungen unter „Open Configurator“ können Sie die Schutzoptionen weiter verschärfen. Allerdings führt das meist auch zu deutlich mehr Fehlalarmen.

So geht’s: Die Installation von OS-Armor ist schnell erledigt. Für den Anfang empfehlen wir, die Voreinstellungen von OS-Armor zu belassen. Diese sehen Sie, wenn Sie in OS-Armor auf „Open Configurator“ klicken. Unter den Registerkarten „Main Protection“ und „Anti-Exploit“ sind bereits alle Optionen aktiviert. Anders sieht es unter der Registerkarte „Advanced“ aus. Hier lässt sich die Überwachung des Systems noch deutlich verschärfen. Doch dann steigt die Zahl der Fehlalarme drastisch an. Hier sollten nur erfahrene Anwender Optionen aktivieren. Wenn Sie Änderungen im Configurator vorgenommen haben und OS-Armor zu viele erwünschte Aktionen blockiert, können Sie über „Rest to Default“ den Configurator stets auf die Anfangswerte zurücksetzen.

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