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OEM in der IT: Dafür steht die Abkürzung

13.02.2020 | 10:02 Uhr |

Wer ab und an mit PCs zu tun hat, der wird ziemlich sicher bereits über den Begriff OEM gestolpert sein. Was hat es damit auf sich?

Die Abkürzung OEM steht für Original Equipment Manufacturer, zu Deutsch Originalausrüstungshersteller oder kürzer: Erstausrüster. In der IT gibt es dafür allerdings unterschiedliche Bedeutungen. Grundsätzlich handelt es sich bei einem OEM aber um einen Hersteller, der Produkte oder Software zwar selbst produziert, jedoch nicht selbst an den Mann bringt. Insbesondere in Bezug auf sehr günstige Windows-Lizenzen ist die OEM-Thematik besonders hochgekocht. Wenn im PC-Bereich von einem OEM die Rede ist, so handelt es sich um nachfolgende Situation: OEMs kaufen Hardwarekomponenten bei anderen Unternehmen ein, modifizieren sie vielleicht etwas und integrieren sie im Anschluss daran unter dem eigenen Markennamen in ihre Produkte – wie zum Beispiel in einen Rechner. Solcherart meist modifizierte Hardware nennt man OEM-Versionen.

Ein OEM im PC-Bereich produziert meist in großem Stil. Auf dem fertigen Produkt findet sich allerdings nur ein Firmenlogo – etwa Medion. Und das, obwohl im PC die Komponenten anderer, bekannter Hersteller stecken.
Vergrößern Ein OEM im PC-Bereich produziert meist in großem Stil. Auf dem fertigen Produkt findet sich allerdings nur ein Firmenlogo – etwa Medion. Und das, obwohl im PC die Komponenten anderer, bekannter Hersteller stecken.
© Medion

Manchmal ist jedoch auch die Rede von OEM-Geräten. Darunter sind Produkte zu verstehen, die der Endkunde nicht direkt kaufen kann. Sie sind vielmehr lediglich dafür gedacht, direkt in Systeme eingebaut zu werden. Hierzu zählen beispielsweise OEM-Grafikkarten wie auch OEM-Mainboards, die meist im Vergleich zu den Verkaufsversionen für den Privatkunden in den Funktionen eingeschränkt sind, damit der OEM Geld einsparen kann.

Schlussendlich gibt es noch die OEM-Software. Sie unterscheidet sich teils im Funktionsumfang von denjenigen Versionen, die sich privat erwerben lassen. Aus lizenzrechtlichen Gründen ist der Vertrieb von OEM-Programmen eigentlich immer nur in Kombination mit Hardware erlaubt. Vor allem in Sachen Betriebssysteme spielt dies eine entscheidende Rolle. Microsoft kann so den Hardwareherstellern vergünstigte OEM-Versionen von Windows 10 anbieten. Die Unternehmen müssen sich aber vertraglich dazu verpflichten, neue Rechner mit dem vorinstallierten Betriebssystem auszuliefern. Andererseits kann es zwar ebenfalls legal sein, wenn Händler OEM-Versionen auch ohne Hardware anbieten. Das muss jedoch wiederum vertraglich zugesichert sein.

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