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Was Sie gegen störendes Spulenfiepen machen können

05.04.2017 | 15:10 Uhr |

Die Möglichkeiten etwas gegen störendes Spulenfiepen bei Notebooks machen zu können sind recht gering. Was Sie trotzdem versuchen sollten lesen Sie in unserem Tipp.

Sie haben sich ein neues Notebook geleistet. Beim Kauf haben Sie besonders darauf geachtet, dass der Laptop leise arbeitet und deshalb eine Konfiguration mit sparsamen Prozessor und SSD gewählt. Wenn Sie jetzt am Notebook arbeiten, hören Sie manchmal ein leises, aber störend hohes Pfeifgeräusch, das aber nicht vom Lüfter im Laptop kommt. Es lässt sich auch nicht nachvollziehen, was das Geräusch auslöst. Möglicherweise nervt Sie hier das Notebook mit dem sogenannten Spulenfiepen. Es entsteht durch Bauteile auf der Hauptplatine oder im Netzteil, die als Spannungswandler und -filter arbeiten.Sie können unter Last vibrieren, was sich in einem hochfrequenten Geräusch äußert.

Zunächst sollten Sie klären, ob das Geräusch aus dem Notebook selbst oder vom Netzteil kommt. Arbeiten Sie deshalb eine Zeit lang ausschließlich im Akkubetrieb – taucht das Geräusch dann nicht mehr auf, ist das Notebook-Netzteil das Problem.

Fiept das Notebook selbst, können Sie versuchen, durch veränderte Einstellungen in den Energieoptionen das Problem in den Griff zu bekommen: Sofern das Bios-Setup eine passende Möglichkeit anbietet, sollten Sie die C-States der CPU ausschalten. Aktivieren Sie außerdem in den Windows-Energieoptionen den Energiesparplan „Höchstleistung“. Beides soll verhindern, dass sich die CPU-Spannung permanent ändert und dadurch die Bauteile auf der Platine zu sehr belastet werden. Allerdings wird sich dann auch die Akkulaufzeit reduzieren. Einige Nutzer berichten, dass das Deaktivieren des Grafiktreibers für die Prozessor-GPU das Geräusch reduziert oder beseitigt.

Hardware-Probleme finden und beheben

Diese Lösungen können kurzfristig helfen, sind aber natürlich unbefriedigend. Kontaktieren Sie deshalb den Notebook-Hersteller, ob eventuell ein neues Bios Abhilfe schaffen kann.

Wirklich dauerhaft schaffen Sie das Fiepen aber nur durch einen Hardwaretausch ab. Reklamieren Sie das Netzteil beziehungsweise das Notebook beim Hersteller-Support. Um den Mitarbeiter zu überzeugen, hilft, im Internet zu recherchieren, ob auch andere Nutzer desselben Laptops betroffen sind. Tritt das Lärmproblem nämlich häufiger auf, wird der Hersteller Ihre Anfrage ernster nehmen. Häufig stellt sich heraus, dass ein Fertigungsfehler vorliegt: Der Hersteller kann anhand der Seriennummer bestimmen, ob Ihr Notebook betroffen ist. Dann müssen Sie das Gerät zum Tausch der Hautplatine einsenden.

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