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Was Sie gegen störendes Spulenfiepen machen können

22.07.2019 | 13:36 Uhr |

Je stärker Sie Ihren Computer oder Ihr Notebook beanspruchen – etwa beim Gaming oder beim Rendering, desto mehr Geräusche kommen aus den Geräten.

Der Grund: Die Lüfter der Zentralkomponenten (also CPU und Grafikkarte) sowie des Gehäuses (wenn vorhanden) drehen hörbar auf. Doch manchmal mischt sich unter die Lärmquellen noch ein weiteres Geräusch, das sogenannte Spulenfiepen.

Im Computer können genau zwei Arten von Bauteilen ein Fiepen verursachen: Die Spulen oder die Kondensatoren. Sie können die genaue Ursache leicht herausfinden, wenn Sie den PC öffnen und sich etwa die Kondensatoren etwas genauer ansehen. Läuft einer beispielsweise aus oder wölbt sich, ist er defekt. Die Folge: Die komplette Hardware-Komponente, beispielsweise die Hauptplatine, muss ersetzt werden.

Häufiger als bei Kondensatoren verursachen die Spulen ein Fiepen – besonders, wenn Sie das Geräusch bei Ihrem Computer schon eine Weile feststellen. Denn im Unterschied zu einem Kondensatordefekt können Sie den Rechner bei Spulenfiepen weiter betreiben. Das Geräusch entsteht, wenn sich die Spulen erhitzen. Am häufigsten kommt das bei Spulen vor, die auf der Grafikkarte angebracht sind. Allerdings können auch die Spulen anderer Bauteile Geräusche machen.

Spulen, die auf vielen Computerkomponenten in Ihrem Rechner sitzen, können mit der Zeit Geräusche von sich geben, wenn sie erhitzt werden. Dieses Spulenfiepen ist nervig, aber in der Regel harmlos.
Vergrößern Spulen, die auf vielen Computerkomponenten in Ihrem Rechner sitzen, können mit der Zeit Geräusche von sich geben, wenn sie erhitzt werden. Dieses Spulenfiepen ist nervig, aber in der Regel harmlos.

Spulen sind als Wandler oder Induktoren bei vielen Komponenten vorhanden. Sobald sie ihre Arbeit verrichten, fangen sie an zu vibrieren. Sind sie in Ordnung, erzeugen sie auch dann keine Geräusche, wenn sie sich erhitzen. Manchmal jedoch verursachen die Schwingungen ein Fiepen.

Das Spulengeräusch ist zwar nicht ideal, bedeutet aber nicht, dass die jeweilige Komponente bald ausfällt. Da es sich um ein physikalisches Problem der Hardware handelt, lässt sich das Geräusch nicht beheben, nur etwas abmildern.

Dazu reduzieren Sie die Last für Ihren Computer, indem Sie beispielsweise beim Zocken die Grafikeinstellungen reduzieren. In manchen Fällen hilft es, die Bildsynchronisation V-Sync (Vertical Sync) zu aktivieren. Auch der Wechsel des Systemnetzteils kann das Geräusch reduzieren.

Und erfahrene Nutzer können versuchen, die Spannungen und Taktraten der fiependen Komponente zu verringern. Dabei ist jedoch besondere Vorsicht angesagt.

Tipp: Hardware-Probleme finden und beheben

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