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Neues Tool für Wake-on-LAN

03.08.2021 | 09:01 Uhr | Roland Freist

Mit Wake-on-LAN (WOL) ist es möglich, Rechner im Ruhezustand oder Energiesparmodus über einen Befehl von einem anderen PC aus hochzufahren, etwa, um auf ihre Daten zuzugreifen oder Wartungsarbeiten durchzuführen.

Das funktioniert auch über WLAN (WoWLAN) und prinzipiell sogar übers Internet, wobei in diesem Fall die IP-Adresse bekannt sein und im Router eine entsprechende Weiterleitung eingerichtet sein muss.

Bei WOL wird ein so genanntes Magic Packet inklusive einer MAC-Adresse per Broadcast an sämtliche Netzwerkgeräte versandt. Das Gerät, dessen MAC-Adresse mit der des Pakets übereinstimmt, erhält den Befehl aufzuwachen und hochzufahren. Damit das funktioniert, muss der Computer entsprechend konfiguriert sein. In Windows öffnen Sie dazu in der Systemsteuerung den „Geräte-Manager“ und klicken den Eintrag für den „Netzwerkadapter“ mit der rechten Maustaste an. Achtung: Auch bei einem Notebook müssen Sie den Ethernet-Adapter auswählen. Gehen Sie auf „Eigenschaften –› Energieverwaltung“, setzen Sie vor jede der drei Optionen ein Häkchen und bestätigen Sie mit „OK“. Außerdem ist es oft erforderlich, die Wake-on-LAN-Option auch im BIOS des Computers zu aktivieren.

Das kleine Tool Wake on LAN führt zwei Scans nach angeschlossenen Netzwerkgeräten durch und ermöglicht anschließend ein Remote-Hochfahren der Systeme.
Vergrößern Das kleine Tool Wake on LAN führt zwei Scans nach angeschlossenen Netzwerkgeräten durch und ermöglicht anschließend ein Remote-Hochfahren der Systeme.

Nun installieren Sie auf dem PC, von dem aus Sie den anderen Rechner aufwecken wollen, das Wake on LAN Tool der Schweizer Firma DBS. Sie können es als Freeware kostenlos herunterladen, danach entpacken Sie die ZIP-Datei. Eine Installation ist nicht erforderlich. Klicken Sie doppelt auf die Datei WakeOnLan.exe, um das Programm zu starten. Die Software umfasst einen Netzwerk-Scanner, um nach verbundenen Geräten zu suchen. Klicken Sie auf „Search“, um die Suche zu starten. Anschließend schlägt das Programm einen eingehenden Scan („Deep Scan“) über WMI vor, auch das sollten Sie ihm gestatten. Klicken Sie dann in der Liste der gefundenen Geräte den gewünschten Computer mit der rechten Maustaste an und wählen Sie „Power on“. Außerdem können Sie probieren, ob die Befehle „Restart“ und „Shutdown“ funktionieren.

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