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Neue Magnetplatte springt nicht an – das können Sie tun

31.12.2020 | 11:19 Uhr |

Nach wie vor erfreuen sich HDDs großer Beliebtheit und finden noch oft Verwendung beim Zusammenbau moderner PCs – in NAS-Geräten oder bei Servern gibt es kaum eine Alternative. Besitzer aktueller Systeme beklagen aber oft, dass Festplatten nach dem Einbau nicht anlaufen. Dieser Fehler lässt sich jedoch beheben.

Der Grund dafür, dass eine HDD nicht anläuft, lässt sich auf das Feature „Power Disable“ zurückführen. Die Funktion soll eigentlich Strom sparen. Im Jahr 2013 wurden einige Pins neu belegt, wozu auch Pin 3 zählt: Erhält dieser eine Spannung von 3,3 Volt, dann sorgt er dafür, dass sich die HDD in den Power-Disable-Modus versetzt. Er lässt sich am besten mit Tiefschlaf beschreiben. Aktuelle PCs und NAS-Geräte liefern stets 3,3 Volt, weshalb die HDD erst gar nicht anspringt. 

Um das zu beheben, gibt es mehrere Lösungswege: Recht drastisch ist beispielsweise das Abklemmen der SATA-Leitung, die für die Übertragung der 3,3 Volt zuständig ist. Dabei handelt es sich um die Leitung, die sich direkt neben der typischen SATA-Kerbe befindet. Ein Abklemmen ist jedoch nur möglich, wenn es sich um einzelne Kabelstränge handelt und nicht um die mittlerweile gängigen Flachbandvarianten. Und vergessen Sie bloß nicht, das offene Kabel zu isolieren.

Manche HDDs versetzen sich in einen Tiefschlaf, der die Nutzung der Festplatte verhindert. Sie können diesen Festplattenzustand jedoch verhindern.
Vergrößern Manche HDDs versetzen sich in einen Tiefschlaf, der die Nutzung der Festplatte verhindert. Sie können diesen Festplattenzustand jedoch verhindern.

Wem der Schritt etwas zu drastisch ist, der kann Pin 3 auf dem Festplattenanschluss auch einfach mit einem Stück Isolierband abkleben. Hierfür legen Sie die HDD so hin, dass die goldenen Kontakte nach oben gerichtet sind. Kleben Sie dann die ersten drei Pins von links ab. Streng genommen genügt das Ableben des dritten Pins, aber die ersten beiden sind auch für 3,3 Volt vorgesehen. Und haben Sie keine Angst: Alle weiteren Stromsparfunktionen sind weiterhin aktiv, nur eben nicht „Power Disable“. Letztere Technik ist oft bei Magnetfestplatten von Western Digital integriert (vormals HGST, abgekürzt WD). Wenn Sie die Technik nicht nutzen möchten, dann sollten Sie sich die jeweiligen Spezifikationen oder das Handbuch genauer ansehen.

Tipp:   HDD mit Windows-Bordmitteln und Tools prüfen

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