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Netzwerkverbindungen unter Windows einsehen

13.01.2020 | 09:02 Uhr | Roland Freist

Windows merkt sich, mit welchen Netzwerken das System verbunden war. Die zugehörige Liste können Sie in der Registrierdatenbank einsehen.

Auf diese Weise haben Sie die Möglichkeit, schnell zu überprüfen, ob sich das Betriebssystem unter Umständen in Netzwerke in der Umgebung eingeloggt hat, in denen es nichts zu suchen hat. Denn das schafft ebenfalls Sicherheitsprobleme. Insbesondere bei Notebooks, die oft unterwegs im Einsatz sind, kommt so eine lange Liste von Netzwerken zusammen.

Rufen Sie durch die Eingabe von regedit in das Suchfenster der Taskleiste den Registrierungseditor auf und klicken Sie sich dann durch zum Ordner „HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Windows NT\Current Version\NetworkList\Signatures\Unmanaged“. Dort finden Sie eine Reihe von Unterordnern, von denen jeder ein Netzwerk repräsentiert, mit dem der Rechner schon einmal verbunden war. Wenn Sie die einzelnen Ordner öffnen, können Sie bei „Description“ den Namen des Netzwerks auslesen.

Doch dies ist noch nicht alles. Unter „HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Windows NT\CurrentVersion\Network List\Profiles“ sind die Netzwerke ein weiteres Mal aufgelistet. In den jeweiligen Ordnern können Sie anschließend das Datum ablesen, wann die Verbindung das erste Mal aufgebaut wurde, wann sie zum letzten Mal genutzt wurde und ob es sich um eine LAN-, WLAN- oder Mobilfunkverbindung handelte. Die beiden Datumsangaben stehen neben „DateCreated“ und „DateLastConnected“ im Hexadezimalcode. Mithilfe des kostenfreien Tools DCode können Sie diese Daten entschlüsseln. Installieren Sie hierzu das Programm und stellen Sie jetzt neben „Decode Format“ die Option „Windows: 128 Bit SYSTEM Structure“ ein. Tippen Sie danach neben „Value to Decode“ den Hexcode ohne Leerzeichen ein. Nach einem Klick auf „Decode“ erscheint das Ergebnis.

Mit DCode entschlüsseln Sie die Angaben in der Windows-Registry zur Anlage und letzten Nutzung einer Netzwerkverbindung.
Vergrößern Mit DCode entschlüsseln Sie die Angaben in der Windows-Registry zur Anlage und letzten Nutzung einer Netzwerkverbindung.

Der Eintrag „NameType“ in der Registry verrät Ihnen, um welche Art Netzwerk es sich handelt. Der Code „0x00000047“ steht für ein Funknetzwerk, der Code „0x00000006“ weist auf ein kabelgebundenes LAN hin, der Code „0x00000017“ zeigt eine Mobilfunkverbindung an. Eine weitere Information liefert die Zeile „Category“: Sie besagt, welches Profil Windows dem jeweiligen Netzwerk zuordnet. Ein öffentliches Netz erkennen Sie an einer „0“ am Ende, ein privates Netz wird durch eine „1“ angezeigt und ein Domänennetzwerk durch eine „2“.

Warum sammelt Windows diese Informationen? Dahinter steckt ein System namens Network Location Awareness (NLA), welches Microsoft ab der Version 7 in sein Betriebssystem integriert hat. Es sorgt dafür, dass jedes Netzwerk, das neu hinzukommt, eine eindeutige Kennung (GUID, Globally Unique Identifier) wie auch ein eigenes Profil erhält. Die Windows-Firewall greift auf diese Daten zu, um jeweils passende Regeln anzulegen. Dabei unterscheidet sie zwischen den drei Netzwerktypen „Öffentlich“, „Arbeit“ und „Privat“.

Tipp: Profi-Netzwerk-Tools im einfachen Gebrauch

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