2438772

Netzwerkverbindungen in Windows priorisieren

05.07.2019 | 10:12 Uhr | Roland Freist

Vor allem auf Notebooks richten viele Anwender mehrere Netzwerkverbindungen ein, um unabhängig vom jeweiligen Standort immer ins Internet gehen zu können. Hier gibt es allerdings etwas zu beachten.

Mit mehreren eingerichteten Netzwerkverbindungen ist es beispielsweise möglich, den Rechner gleichzeitig mit dem WLAN und per Tethering übers Smartphone mit dem Mobilfunknetz zu verbinden. Ist dann das WLAN außer Reichweite, wechselt Windows automatisch zu der Mobilfunkverbindung. Dabei gibt es allerdings einen Haken: Man muss dem Betriebssystem beibringen, dass es vorrangig das Funknetz benutzen soll und das Mobilfunknetz lediglich dann, wenn das WLAN nicht verfügbar ist. Das geschieht über eine Priorisierung der beiden Verbindungen. Bis hin zu Windows 8.x war diese Priorisierung verhältnismäßig einfach einzurichten: Man rief dazu durch Eingabe von „ncpa.cpl“ die Übersicht der Netzwerkverbindungen auf, klickte auf „Erweitert –› Erweiterte Einstellungen“ und achtete darauf, dass man sich im Register „Adapter und Bindungen“ befand. Dort konnte man dann nach Markieren eines Netzwerks über die Pfeiltasten an der Seite die Reihenfolge bestimmen.

Über die Metrik einer Netzwerkverbindung bestimmen Sie, welche Priorität sie im Vergleich mit anderen Verbindungen bekommt.
Vergrößern Über die Metrik einer Netzwerkverbindung bestimmen Sie, welche Priorität sie im Vergleich mit anderen Verbindungen bekommt.

In Windows 10 ist das Register „Adapter und Bindungen“ nicht mehr enthalten, eine Priorisierung ist daher auf diesem Weg nicht möglich. Stattdessen gehen Sie folgendermaßen vor: Klicken Sie im Fenster „Netzwerkverbindungen“ einen Eintrag mit der rechten Maustaste an und rufen Sie die „Eigenschaften“ auf. Markieren Sie „Internetprotokoll, Version 4 (TCP/IPv4)“, klicken Sie auf „Eigenschaften“ und im folgenden Fenster auf den Button „Erweitert“. Löschen Sie das Häkchen vor „Automatische Metrik“, tragen Sie in das Feld „Schnittstellenmetrik“ einen Wert wie etwa „10“ ein und schließen Sie alle Fenster mit „OK“. Verfahren Sie genauso bei den anderen Einträgen. Die Verbindung mit dem niedrigsten Metrikwert wird von Windows anschließend vorrangig verwendet. Am besten beginnen Sie bei der bevorzugten Verbindung und geben ihr den Wert 1, danach geht’s weiter mit 10, 20, 30 etc. 

Tipp: Netzwerk-Probleme systematisch lösen

PC-WELT Marktplatz

2438772