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Netzwerkfreigaben mit Defender überwachen

18.11.2021 | 09:30 Uhr | Roland Freist

Das eingebaute Antivirenprogramm von Windows, Defender Antivirus, scannt in der Voreinstellung lediglich die lokalen Laufwerke Ihres Computers. Mithilfe einer Gruppenrichtlinie können Sie allerdings veranlassen, dass das Tool auch die aktiven Freigaben auf anderen Computern in Ihrem Netzwerk überwacht.

Öffnen Sie dazu nun den Gruppenrichtlinien-Editor, indem Sie gpedit in das Suchfeld der Taskleiste eingeben und im nachfolgenden Schritt in der Trefferliste auf „Gruppenrichtlinie bearbeiten“ klicken. Achtung: Der Editor ist nur in den Windows-Versionen Pro, Enterprise und Education enthalten, nicht aber in Windows 10 Home. Folgen Sie dem Pfad „Computerkonfiguration –› Administrative Vorlagen –› Windows-Komponenten –› Microsoft Defender Antivirus“ und öffnen Sie als Nächstes den Ordner „Scan“. Dort finden Sie die Einstellung „Ausführen eines vollständigen Scans auf zugeordneten Netzwerklaufwerken“. Klicken Sie diese doppelt an, markieren Sie außerdem die Option „Aktiviert“ und schließen Sie das Fenster mit „OK“.

In den Gruppenrichtlinien von Windows 10 finden Sie eine besondere Einstellung, mit der Sie die Scanläufe des in Windows integrierten Virenscanners Defender auf die angeschlossenen Netzwerkfreigaben erweitern können. Dadurch lassen sich auch externe Speic
Vergrößern In den Gruppenrichtlinien von Windows 10 finden Sie eine besondere Einstellung, mit der Sie die Scanläufe des in Windows integrierten Virenscanners Defender auf die angeschlossenen Netzwerkfreigaben erweitern können. Dadurch lassen sich auch externe Speic

Beachten Sie dabei bitte eines: Grundsätzlich ist es sinnvoller, wenn die Sicherheit von Freigaben durch den Computer überwacht wird, auf dem sie liegen. Denn so wird unnötiger Netzwerk-Traffic vermieden. Wenn auf dem Rechner mit den Freigaben Windows 10 installiert ist, dann schützt es die entsprechenden Ordner mit seinem eigenen Defender. Auch Systeme mit älteren Windows- Versionen, auf denen schon der Antivirenschutz eines Drittherstellers eingerichtet ist, benötigen keine zusätzlichen Scans durch den Defender. Sinnvoll ist die Aktivierung allerdings beispielsweise, wenn Sie auf einem älteren PC mit langsamer Hardware keine Antivirensoftware installieren möchten.

Markieren Sie in diesem Fenster die Option „Aktiviert“, um den Schutz des Antivirenprogramms von Windows 10 auf die Netzwerkfreigaben zu erweitern.
Vergrößern Markieren Sie in diesem Fenster die Option „Aktiviert“, um den Schutz des Antivirenprogramms von Windows 10 auf die Netzwerkfreigaben zu erweitern.

Tipp: Netzwerk-Tuning in Windows 11 - so klappt's

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