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NTLDR is missing: Windows bootet nicht, Abhilfe per diskpart

09.11.2016 | 08:51 Uhr |

Wenn Windows nicht starten will, kommen viele Ursachen infrage. Ein seltenes Problem lässt sich mit diskpart beseitigen.

Sie haben eine weitere Festplatte in Ihren PC eingebaut oder auch nur eine externe USB-Festplatte angeschlossen. Nach dem Einschalten des PCs will Windows aber nicht starten, der Rechner zeigt stattdessen die Meldung „NTLDR is missing. Press Ctrl + Alt + Del to restart“. Diese Meldung erscheint, wenn der PC keine bootfähige Partition findet. Der wahrscheinlichste Grund für die Startverweigerung liegt somit im BIOS oder UEFI. Darin legt der PC unter anderem die Boot-Reihenfolge der vorhandenen Laufwerke fest. Klassischerweise prüft das BIOS/UEFI zuerst, ob ein Bootmedium im DVD-Laufwerk vorhanden ist. Falls nicht, ruft es die aktive Partition der ersten Festplatte im Rechner auf. Dort startet denn der Bootloader das Betriebssystems, falls vorhanden.

Durch den Einbau einer weiteren Festplatte, aber auch durch das angesteckte USB-Laufwerk kann das BIOS/UEFI durcheinanderkommen und versuchen, den Computer von einer Datenpartition zu starten.

Bios-Update in 8 Schritten - gefahrlos und schnell

Für einen Schnellcheck stecken Sie alle nicht benötigten USB-Sticks und -Platten ab und starten Sie den PC per „Strg + Alt + Entf“ neu. Dann drücken Sie nach dem ersten Piepton die Taste für das Boot-Auswahlmenü. Welche das ist, zeigt der PC in der Regel an. Oft ist es die Taste F8. Es erscheint ein kleines Auswahlmenü, in dem Sie die zu bootende Festplatte auswählen können. Wählen Sie die bisherige Systemplatte aus. Wenn Windows nun bootet, wechseln Sie beim nächsten PC-Neustart in das BIOS/UEFI, um dort die standardmäßige Boot-Reihenfolge dauerhaft zu ändern .

In seltenen Fällen lässt sich allerdings die Boot-Reihenfolge im BIOS/UEFI nicht ändern, da dort nach dem Einbau einer Festplatte nur noch die neue Datenfestplatte angezeigt wird, nicht aber die Systemfestplatte. Die aussichtsreichste Lösung ist dann ein Update des BIOS/UEFI. Sollte das nicht helfen, ist ein Firmware-Update der Systemfestplatte dran. Vor allem bei älteren SSD-Platten gibt es durchaus mal Ärger im BIOS/UEFI.

Als nächstes kontrollieren Sie, an welchem SATA-Anschluss auf der Hauptplatine die Systempartition steckt. Dort gibt es meistens vier bis sechs Anschlüsse und unter Umständen hilft es, die Systemplatte an den mit „1“ gekennzeichneten Steckplatz anzuschließen.

Sollte auch das nicht helfen, prüfen Sie, ob die neue Datenpartition als „aktiv“ gekennzeichnet ist. Das sollte zwar das BIOS/UEFI nicht entscheidend beeinflussen, lässt sich als Fehlerquelle allerdings nicht komplett ausschließen. Sie prüfen das unter Windows über „Systemsteuerung -> System und Sicherheit -> Verwaltung -> Computerverwaltung -> Datenträgerverwaltung“. Ermitteln Sie die Datenfestplatte anhand ihres Laufwerksbuchstaben oder ihrer Größe. Taucht bei ihr „aktiv“ unter „Status“ auf, können Sie das über den Befehl diskpart ändern.

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So geht’s: Starten Sie die Eingabeaufforderung per Tastenkombination Windows + R und der Eingabe von cmd . Geben Sie dann den Befehl diskpart ein. Es öffnet sich ein neues Fenster. Dort geben Sie list disk ein. Alle Festplatten werden mit einer Nummer (von 0 bis x) angezeigt. Merken Sie sich die Nummer der aktiven Datenfestplatte und wählen Sie die Platte mit select disk [Nummer] . Mit list partition erhalten Sie die Nummer der Datenpartition und wählen Sie mit select partition [Nummer] aus. Schließlich setzen Sie sie mit inactive auf „nicht aktiv“ . Achtung: Führen Sie diese Schritte nicht bei der Systempartition aus. Windows startet dann nicht mehr. Auf der Systempartition ist entweder die Partition mit Windows die aktive Startpartition oder die Partition mit dem Namen „System-reserviert“. Falls nicht, lässt sich dies mit der Auswahl der entsprechenden Partition und dem Befehl active ändern.

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