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Mklink: Daten in der Cloud mit dem PC verknüpfen

10.09.2021 | 13:05 Uhr | Arne Arnold

Sie möchten ein großes Datenarchiv, das auf einem externen Datenlaufwerk liegt, verschlüsselt in die Onedrive-Cloud speichern. Wir zeigen Ihnen, wie Sie hierbei vorgehen können.

Das nachfolgende Szenario zum sicheren Online-Backup klingt erstmal etwas speziell, doch könnte es für viele Benutzer sinnvoll sein. Es geht dabei um Folgendes: Sie verwenden Onedrive als Cloudspeicher. Der Onedrive-Ordner ist so konfiguriert, dass er auf der schnellen SSD liegt, also zum Beispiel unter „C:Benutzer\<Benutzername>\Onedrive“. Nun soll jedoch ein großes Datenarchiv, das auf einem externen Datenlaufwerk liegt, verschlüsselt in die Onedrive-Cloud gespeichert werden. Die zwei sich aufdrängenden Lösungen sind in diesem Szenario unpassend. Wir wollen den Onedrive-Ordner nicht auf das externe Datenlaufwerk verlegen, damit wir unsere Daten auch ohne externe Quelle auf dem System haben. Und wir können das Datenarchiv nicht auf das Laufwerk C: sichern, da auf der SSD zu wenig Speicherplatz für die Daten bereitsteht.

Die Lösung: Die zu sichernden Daten bleiben auf dem externen Laufwerk, werden jedoch mithilfe von einer symbolischen Verknüpfung in den Onedrive-Ordner auf der SSD eingebunden. Sie belegen auf der SSD nur wenige KB, werden aber vom Onedrive-Client komplett in den Cloudspeicher kopiert.

Die Freeware Cryptsync erstellt verschlüsselte Kopien eines Ordners in einem beliebigen Zielordner, zum Beispiel in einen Cloudordner.
Vergrößern Die Freeware Cryptsync erstellt verschlüsselte Kopien eines Ordners in einem beliebigen Zielordner, zum Beispiel in einen Cloudordner.

In unserem ersten Lösungsvorschlag sichern wir die Daten ohne Verschlüsselung in die Cloud. Benötigt wird lediglich der Befehl mklink, der ein Bordmittel von Windows 10 ist. Mit dem Befehl erstellen wir einen symbolischen Ordner im Onedrive-Ordner, der auf das Datenarchiv auf dem externen Laufwerk verweist. Der Befehl heißt mklink, der Schalter für eine symbolische Verknüpfung lautet „/d“ und die Syntax des Befehls gibt zuerst den symbolischen Ordner an und im Folgenden das tatsächliche Datenarchiv. Dieses liegt in unserem Fall auf „Laufwerk S:“ im Ordner „Fotos“.

Starten Sie über Win-R und cmd die Eingabeaufforderung und geben Sie diesen Befehl ein:

mklink /d c:\Users\<Benutzername>\Onedrive\Backup-Fotos S:\Fotos

Wichtig: Der Ordner „Backup-Fotos“ darf noch nicht existieren, weil der Befehl mklink diesen erstellt. Nachdem Sie den Befehl ausgeführt haben, taucht der neue Ordner zusammen mit den verlinkten Dateien im Onedrive-Ordner auf. In unserem Test mussten wir im Onedrive-Client die Synchronisation kurz stoppen und wieder starten, damit Onedrive mit dem Upload begann.

Verschlüsselte Daten in Onedrive sichern: Persönliche Daten sollten besser nur verschlüsselt in einen Onlinespeicher geladen werden. Für die Verschlüsselung empfehlen wir die Freeware Cryptsync . Sie kopiert Dateien von einem Ordner in einen anderen und verschlüsselt sie dabei. Sie wählen dann bei mklink diesen anderen Ordner als Quelle.

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