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Microcode-Update für Windows im Internet suchen

02.08.2021 | 09:02 Uhr | Peter Stelzel-Morawietz

Neben Firmware-Updates sollte man auch die sogenannten Microcode-Updates zügig installieren. Diese sichern unter Windows 10 insbesondere gefährdete Prozessoren von Intel ab.

Dass die aufsehenerregenden CPU-Sicherheitslücken „Meltdown“, „Spectre“ & Co. öffentlich wurden, liegt zwar bereits mehr als drei Jahre zurück. Die davon ausgehenden Gefahren bestehen jedoch weiter. Um die Gefährdung zu minimieren, empfiehlt es sich zum einen, die Firmware für die Hauptplatine des PCs stets aktuell zu halten. Weil aber weder Rechner- noch Mainboard-Hersteller feste Update-Intervalle einhalten, bleibt Ihnen nichts anderes übrig, als selbst auf den Serviceseiten Ihres Computer- beziehungsweise Boardmodells nach einem Bios-/Uefi-Update Ausschau zu halten. Weiterführende Details zum Firmware-Update lesen Sie hier.

Ebenfalls selbst aktiv werden müssen Sie bei den sogenannten Microcode-Updates. Diese werden unter Windows 10 installiert und sichern insbesondere gefährdete Prozessoren von Intel ab. Allerdings liefert Microsoft die Microcode-Updates weder über das Windows-Update aus, noch stellt das Unternehmen eine zentrale Übersicht dazu bereit. Hinzu kommt, dass jede neue Windows-Version, aktuell also Windows 10 21H1, einen neuen Patch erfordert. Für die Versionen 1909 und 1903 finden Sie die Microcode-Infos in der Knowledge-Base (KB) unter KB4589211 und für die Versionen 2004 und 20H2 unter KB4589212. Für Windows 10 in der aktuellen Version 21H1 liegt noch kein Microcode-Update vor.

Das Absichern gegen CPU-Sicherheitslücken ist etwas mühsam, weil Microsoft die Microcode-Updates nicht automatisch über das Windows-Update ausliefert.
Vergrößern Das Absichern gegen CPU-Sicherheitslücken ist etwas mühsam, weil Microsoft die Microcode-Updates nicht automatisch über das Windows-Update ausliefert.

Diese Nummern benötigen Sie auch, um die Patches im Microsoft-Update-Katalog zu finden und von dort zu installieren. Die Eingabe des Suchbegriffes „Microcode“ führt nicht zu den gewünschten Einträgen. Achten Sie bei der Auswahl darauf, dass der Patch zum installierten Windows passt (Version und 32-Bit/64-Bit). Wählen Sie nicht (!) die dort ebenfalls aufgelisteten Server-Updates. Beachten Sie bitte außerdem, dass Microsoft die neuen Microcode-Updates meist mit einigen Wochen Verspätung nach Erscheinen einer Windows-Version zur Verfügung stellt.

Tipp: Windows-Reparatur: System ohne Neuinstallation retten

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