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Fritzbox-Fehler sofort beheben - so klappt's

18.10.2018 | 08:05 Uhr |

Aktuelle Router können viel mehr, als Geräte mit WLAN zu versorgen oder ins Internet zu bringen. Doch durch ihre zahlreichen Funktionen werden sie auch immer anfälliger für Fehler. PC-WELT zeigt, wie Sie mit Bordmitteln und cleveren Zusatztools häufige Probleme mit dem Router schnell und einfach lösen.

Die Fritzbox bietet viele aufschlussreiche Informationen, wenn Internet, WLAN oder Heimnetz Probleme machen. Wir erläutern, wo Sie diese Angaben finden und wie Sie sie richtig auswerten, um eine Lösung zu finden.

Das Tagebuch einer Fritzbox ist ihr Ereignisprotokoll.

Dort hält der Router fest, was ihm in seiner Betriebszeit so passiert. Diese Einträge liefern Ihnen einerseits über einen längeren Zeitraum einen Überblick, ob Ihr Router im Heimnetz ohne Störungen läuft. Darüber hinaus lassen sich auch viele Probleme, die im Heimnetz auftreten können, durch entsprechende Fehlermeldungen im Ereignisprotokoll eingrenzen und meist ohne größeren Aufwand lösen.

Das Ereignisprotokoll lässt sich zur besseren Übersicht in verschiedene Ereignisbereiche filtern.
Vergrößern Das Ereignisprotokoll lässt sich zur besseren Übersicht in verschiedene Ereignisbereiche filtern.

Doch die Fritzbox geht sogar noch weiter: Der Hersteller AVM liefert zu beinahe jedem Eintrag im Ereignisprotokoll einen Link mit einer Erklärung, damit sich die Router-Meldungen auch ohne einen Abschluss in Netzwerktechnik verstehen und einordnen lassen. Dieser Service ist im Heimnetzbereich einzigartig: Sofern ein Router überhaupt eine brauchbare Protokollfunktion besitzt, ist uns kein anderer Hersteller bekannt, der die Einträge im Ereignisprotokoll auch noch erklärt. Allerdings kann selbst die Fritzbox die dort aufgeführten Probleme nicht automatisch lösen.

Deshalb geben wir im nachfolgenden Ratgeber neben Hinweisen zu den Grundlagen des Fritzbox-Protokolls auch zahlreiche Empfehlungen, wie Sie optimal auf spezielle Ereignisse reagieren, die Ihnen die Fritzbox anzeigt.

Lesetipp Fritzbox-Tuning: Die besten Tipps für den Alltag

So sehen Sie sich das Ereignisprotokoll der Fritzbox an

Jeder Neustart der Fritzbox löscht das Ereignisprotokoll.
Vergrößern Jeder Neustart der Fritzbox löscht das Ereignisprotokoll.

Um sich das aktuelle Ereignisprotokoll anzeigen zu lassen, rufen Sie im Browser-Menü der Fritzbox „System –› Ereignisse“ auf. Eine Liste zeigt alle zurückliegenden Ereignisse an, inklusive Datum und sekundengenauer Uhrzeit, an der das Ereignis registriert wurde. Das neueste Ereignis erscheint immer ganz oben in der Liste, während das am weitesten zurückliegende Ereignis am Ende der Liste zu finden ist. Um es aufzurufen, müssen Sie deshalb eventuell durch die Liste blättern.

Praktischerweise bietet die Fritzbox Filter für das Ereignisprotokoll an: So lassen sich Meldungen zu bestimmten Bereichen schneller erkennen. In der Grundeinstellung wird die Ereignisliste ungefiltert angezeigt, und das Drop-down-Menü oben links ist auf „Alle“ gestellt. Wer sich nur für Meldungen aus den Bereichen Telefonie, der Internetverbindung, den per USB angeschlossenen Geräten oder zum WLAN interessiert, wählt den entsprechenden Eintrag im Drop-down-Menü.

Der Bereich „System“ umfasst systemrelevante Ereignisse, die sich keinem anderen Filter zuordnen lassen.

Diese Ereignisse zeichnet die Fritzbox auf

Im Protokoll sind allerdings nicht alle Ereignisse festgehalten. Denn jeder Neustart der Fritzbox löscht das Ereignisprotokoll komplett. Dabei spielt es keine Rolle, ob Sie den Neustart manuell über das Webmenü der Fritzbox herbeiführen („System –› Sicherung –› Neustart“) oder der Neustart aufgrund eines Firmware-Updates über „System –› Update –› FritzOS-Version“ oder „System –› Update –› FritzOS-Datei“ erfolgt. Auch das vorübergehende Trennen der Fritzbox von der Stromversorgung durch einen Stromausfall oder wenn Sie den Netzstecker am Gehäuse abziehen, führt unweigerlich zum Löschen des Ereignisprotokolls.

In unserem Kasten „Protokollsicherung“ erfahren Sie, wie Sie das Ereignisprotokoll Ihres Routers über einen längeren Zeitraum hinweg und weitgehend lückenlos per E-Mail sichern können. Allerdings hat die E-Mail-Methode auch einen kleinen Nachteil: Im E-Mail-Format fehlt den Ereignismeldungen der Link zu der ausführlichen Erklärung.

Internetprobleme lösen

Bricht die Online-Verbindung plötzlich ab oder kommt sie erst gar nicht zustande, hält die Fritzbox das im Ereignisprotokoll fest. Anhand der Fehlermeldung können Sie dann gleich die passenden Lösungen ausprobieren.

Fritzbox meldet: Zeitüberschreitung bei der PPP-Aushandlung

Das „Point-to-Point Protocol over Ethernet“, kurz PPPoE, wird in Deutschland häufig für die Einwahl an einem (V)DSL-Anschluss verwendet. Die Zugangsdaten Ihres DSL-Providers, die in der Fritzbox unter „Internet –› Zugangsdaten –› Internetzugang“ eingetragen sind, werden über PPPoE an den zuständigen Einwahlserver des Providers übermittelt. Ereignismeldungen, bei denen das PPPoE- oder PPP-Protokoll namentlich erwähnt werden, tauchen im Ereignisprotokoll deshalb vor allem dann auf, wenn es zu Verzögerungen oder Fehlern beim DSL-Einwahlvorgang kommt.

So beheben Sie PPPoE- oder PPP-Probleme

Wenn die Fritzbox gelegentlich nicht ins Internet kommt, ist das kein Grund zur Besorgnis.
Vergrößern Wenn die Fritzbox gelegentlich nicht ins Internet kommt, ist das kein Grund zur Besorgnis.

Oft liegt der Grund für einen PPPoE-Fehler darin, dass der für den eigenen Zugang zuständige Einwahlserver des Providers nicht schnell genug gefunden wird, nicht umgehend antwortet oder ein für die Einwahl relevantes Datenpaket anderweitig verloren geht. Kurze Zeit später funktioniert die Einwahl dann wieder wie gewohnt. Tauchen Fehler bei PPPoE-/PPP im Ereignisprotokoll nur sporadisch auf, besteht daher kein grundlegendes Problem bei der Internetverbindung.

Kritisch wird es allerdings, wenn die Fehler am laufenden Band vorkommen und keines Ihrer Heimnetz-Geräte mehr ins Internet kommt. In diesem Fall prüfen Sie zunächst im Fritzbox-Menü unter „Internet –› DSL-Informationen“, ob die DSL-Verbindung zwischen Ihrer Fritzbox und der Vermittlungsstelle (DSLAM) synchronisiert ist. Das erkennen Sie an der grünen Verbindungslinie. So lässt sich ausschließen, dass technische Probleme beim DSL-Modem in der Fritzbox, beim (Outdoor-)DSLAM des Netzbetreibers oder der Kupferdoppelader („DSL-Verbindung“) zwischen den beiden Geräten die Ursache für den Abbruch der Internetverbindung sind.

Lösung 1: Sofern Sie gerade erst einen Internetzugang in der Fritzbox unter „Internet –› Zugangsdaten“ eingerichtet haben, haben Sie sich eventuell bei der Benutzerkennung oder beim zugehörigen Passwort vertippt. Dieser Fehler lässt sich jedoch relativ rasch durch eine entsprechende Korrektur beheben.

Eine weitere Fehlerquelle sind fehlende oder falsche Werte in den „Verbindungseinstellungen“ im unteren Fensterbereich des Menüs „Internet –› Zugangsdaten“ , wie zum Beispiel eine VLAN-ID oder die DSL-ATM-Werte für VPI und VCI. Die Ursache kann zum Beispiel sein, dass Sie diese Daten in Ihrer Fritzbox über eine Sicherungsdatei mit der Endung „.export“ wiederhergestellt haben. Bevor Sie versuchen, diese Daten durch Ausprobieren herauszufinden – was nur selten zum gewünschten Erfolg führt –, suchen Sie stattdessen besser in den FAQs Ihres Providers oder nutzen Sie dessen telefonische Hotline, um die richtigen Werte herauszubekommen.

Lösung 2: Kommt es über einen längeren Zeitraum zum Aussetzen der Internetverbindung in Kombination mit PPP(oE)-Fehlern im Ereignisprotokoll, ohne dass Sie kurz zuvor irgendwelche Änderungen an den Fritzbox-Einstellungen vorgenommen haben, könnte der Fehler bei Ihrem Internetprovider liegen. Bevor Sie also Ihre Fritzbox auf den Werkszustand zurücksetzen, checken Sie zunächst, ob das Problem auf der anderen Seite des Onlinezugangs liegt: Manche Provider bieten auf ihrer Website einen speziellen Bereich an, in dem sie Kunden über aktuelle Störungen oder geplante Netzausbaumaßnahmen informieren. Im Zweifelsfall greifen Sie auf die telefonische Hotline Ihres Providers zurück.

Protokollsicherung

Damit Sie jederzeit auf alle protokollierten Ereignisse der Fritzbox zugreifen können, lassen Sie sich das Ereignisprotokoll in regelmäßigen Abständen an Ihre E-Mail-Adresse schicken. Das geht bequem mit dem Push-Dienst des Routers. Dann verlieren Sie nach einem Stromausfall nicht das komplette Protokoll, sondern nur den Zeitabschnitt zwischen der letzten Protokollmail und dem Stromausfall.

Das E-Mail-Konto für Ihren Push Service sollte per SSL gesichert sein.
Vergrößern Das E-Mail-Konto für Ihren Push Service sollte per SSL gesichert sein.

Um den E-Mail-Push-Service einzurichten, hinterlegen Sie im Webmenü des Routers unter „System –› Push Services –› Absender“ zunächst die Mailadresse und das Kennwort eines Ihrer E-Mail-Konten. Mit Hilfe dieses Kontos kann Ihnen die Fritzbox künftig E-Mails senden. Einige Mailanbieter erkennt die Fritzbox anhand der angegebenen E-Mail-Adresse automatisch und ergänzt die zusätzlich benötigten Verbindungsdaten wie SMTP-Server-Adresse selbstständig. Falls nicht, tragen Sie diese Daten unter „Kontodaten – weitere Einstellungen“ ein. Diese finden Sie zum Beispiel in den FAQs Ihres Mailproviders.

Achten Sie darauf, dass dieses Mailkonto eine SSL-Verschlüsselung unterstützt, und aktivieren Sie diese Einstellung: So stellen Sie sicher, dass die Mails mit den Ereignisprotokollen nicht abgehört werden können. Die entsprechende Portnummer wie zum Beispiel 587 oder 465 finden Sie ebenfalls in den FAQs des Mailproviders. Nach dem Speichern der Einstellungen schickt Ihnen der Router eine Mail und prüft damit, ob die Kontaktinformationen korrekt sind.

Unter „System –› Push Service –› Push Services“ können Sie sich dann auch die Ereignisliste regelmäßig an beliebige Mailadressen versenden lassen. Setzen Sie dazu ein Häkchen vor die als erstes gelistete Option „Fritzbox-Info“, und wechseln Sie dann in deren Einstellungen, indem Sie rechts auf das zugehörige Bleistiftsymbol klicken.

Zusätzlich zum Ereignisprotokoll kann Ihnen der Push Service eine Reihe weiterer Infos zusenden.
Vergrößern Zusätzlich zum Ereignisprotokoll kann Ihnen der Push Service eine Reihe weiterer Infos zusenden.

Im folgenden Fenster setzen Sie, falls erforderlich, einen Haken vor „Push Service aktiv“ und aktivieren dann die Option „Ereignisprotokoll“. Darunter geben Sie außerdem an, in welchen Abständen Ihnen der Router das Ereignisprotokoll zusenden soll – zum Beispiel „täglich“ oder „wöchentlich“. Am Ende tragen Sie noch die Mailadresse ein, an die Ihre Fritzbox das Ereignisprotokoll schicken soll. Falls gewünscht, können Sie hier dieselbe Mailadresse eintragen, die die Fritzbox als Versende-Konto (Postausgangs-/SMTP-Server) nutzt. Sie können auch mehrere Mailadressen angeben, wenn Sie diese mit einem Komma als Trennzeichen direkt aneinanderreihen.

Fritzbox meldet: DSL-Synchronisierung beginnt

Immer wenn die Fritzbox eine neue Onlineverbindung herstellt, zum Beispiel nach einem Neustart, nach einem Firmware-Update oder nach einem Stromausfall, kontaktiert das DSL-Modem der Fritzbox die entsprechende Gegenstelle (DSLAM) des Netzbetreibers. Dabei müssen sich beide Geräte abstimmen, was als „Training“ bezeichnet wird. Nach erfolgreichem Abschluss des Trainings laufen beide Geräte synchron und können Daten mit einer bestimmten Datenrate über die Kupferleitung zwischen Modem und DSLAM übertragen. Probleme an der DSL-Kabelverbindung oder an den beteiligten Geräten führen dazu, dass die DSL-Synchronisierung (inklusive Training) mehrmals täglich oder gar mehrmals in der Stunde durchgeführt werden muss. Das wiederum führt zu den entsprechenden Fehlermeldungen im Ereignisprotokoll und natürlich zu störenden Verbindungsabbrüchen bei allen Heimnetzgeräten, die auf eine konstante Online-Verbindung angewiesen sind – insbesondere die bei einem All-IP-Anschluss nur noch übers Internet laufende Telefonie.

Lesetipp Fritzbox ausreizen: Mehr machen mit dem Router

So beheben Sie Probleme bei der DSL-Verbindung

Die grüne Linie bedeutet, dass die Verbindung zwischen Fritzbox und Vermittlungsstelle funktioniert.
Vergrößern Die grüne Linie bedeutet, dass die Verbindung zwischen Fritzbox und Vermittlungsstelle funktioniert.

Lösung 1: Manchmal verschlechtert eine neue Firmware die DSL-Verbindung. Sie können dann ganz einfach zur vorherigen DSL-Version zurückwechseln, ohne auf eine ältere Firmware der Fritzbox downgraden zu müssen. Denn aktuelle Fritzbox-Modelle lassen es gar nicht mehr zu, dass Sie ein Firmware-Downgrade über den herkömmlichen Weg („System –› Update –› FritzOS-Datei“) durchführen. Sie müssten den aufwendigen Weg über spezielle Image-Tools gehen, mit dem Risiko, dass Ihre Fritzbox dabei beschädigt wird. Um zur vorigen DSL-Vorversion zu gelangen, navigieren Sie im Fritzbox-Menü zu „Internet –› DSL-Informationen –› Störsicherheit“ und aktivieren dort die Einstellung „Vorherige DSL-Version verwenden“. Nach einem Klick auf „Übernehmen“ führt die Fritzbox selbstständig einen Neustart aus und lädt die alten DSL-Treiber für das Modem.

Eine häufige Quelle für Verbindungsprobleme sind Fehler in den „Verbindungseinstellungen“.
Vergrößern Eine häufige Quelle für Verbindungsprobleme sind Fehler in den „Verbindungseinstellungen“.

Lösung 2: Hohe Fehlerzahlen bei der DSL-Synchronisation lassen sich unter Umständen auch durch eine Änderung in den Einstellungen zur Störsicherheit und eine Verbesserung der Störabstandsmarge beheben. Dazu wechseln Sie ebenfalls in das Fritzbox-Menü „Internet –› DSL-Informationen –› Störsicherheit“. Setzen Sie unter der Überschrift „Empfangsrichtung“ die Einstellung bei „Angestrebte Störabstandsmarge“ um eine Position nach links und bestätigen Sie mit „Übernehmen“. Falls keine Besserung eintritt, wiederholen Sie den Vorgang.

Unter „Störsicherheit“ lässt sich bei Synchronisierungsproblemen der zuvor verwendete Treiber aktivieren.
Vergrößern Unter „Störsicherheit“ lässt sich bei Synchronisierungsproblemen der zuvor verwendete Treiber aktivieren.

Lösung 3: Die DSL-Kabelverbindung könnte auch beschädigt oder unterbrochen sein. Schließen Sie dabei zunächst aus, dass der Fehler am DSL-Kabel zwischen Fritz-Box und TAE-Dose liegt, indem Sie ein Ersatzkabel verwenden. Liegt der Fehler irgendwo zwischen TAE-Dose und Vermittlungsstelle, bleibt Ihnen keine andere Lösung als Ihren Provider zu informieren, denn nur dieser kann das Problem lösen.

Das bedeuten die LED-Signale der Fritzbox

Die Fritzbox kann Sie auch ohne Ereignisprotokoll und ohne den Blick auf die Übersichtseite des Webmenüs auf Vorkommnisse hinweisen: Denn sie besitzt dafür je nach Modell bis zu fünf LEDs. Die wichtigsten Signale listen wir im Folgenden auf.

Power/DSL-LED: Leuchtet die Power/DSL-LED nicht, so wird die Fritzbox gerade nicht mit Strom versorgt (oder ist kaputt). Die LED blinkt, wenn gerade keine Internetverbindung besteht oder die Internetverbindung noch nicht hergestellt ist (DSLSynchronisierung, Training). Die LED leuchtet durchgehend, wenn die Internetverbindung hergestellt ist.

WLAN: Die WLAN-LED blinkt, wenn WLAN gerade an- oder ausgeschaltet wird, neue WLAN-Einstellungen übernommen werden oder die WPS-Funktion aktiviert wurde. Die WLAN-LED ist aus, wenn das WLAN in der Fritzbox ausgeschaltet ist.

Fon/DECT: Die Fon/DECT-LED leuchtet, wenn gerade über die Fritzbox telefoniert wird. Wenn nicht telefoniert wird, ist die LED aus. Sie blinkt, wenn es Nachrichten auf der Sprach-/Mailbox gibt (und Ihr Telefonanbieter diese Funktion unterstützt). Außerdem blinkt die Fon/DECT-LED, wenn Sie gerade ein DECT-Gerät (DECT-Mobiltelefon, DECT-ULE-Gerät) mit der Fritzbox verbinden. Ist die Verbindung hergestellt, erlischt die LED.

Connect/WPS: Die LED ist aus, wenn gerade kein Anmeldevorgang ausgeführt wird und blinkt, wenn gerade ein WLAN-, DECT- oder DECT-ULE-Gerät angemeldet wird. Sie blinkt schnell, wenn der WPS-Vorgang abgebrochen wurde.

Info: Die Info-LED blinkt grün, wenn die Firmware der Fritzbox aktualisiert wird. Im Fritzbox-Menü unter „System –› Tasten und LEDs –› Info-Anzeige“ können Sie der Info-LED (grünes Leuchten/Blinken) bestimmte Ereignisse zuordnen. Unabhängig davon leuchtet oder blinkt die Info-LED rot, wenn ein Fehler aufgetreten ist, der Ihre Aufmerksamkeit erfordert.

Weitere Informationen liefert die „Übersicht“ im Fritzbox-Menü – und natürlich das Ereignisprotokoll.

WLAN-Probleme lösen

Fritzbox meldet: Radarerkennung durch Kanalbelegung ausgelöst

Diese Meldung kann bei Dualband-fähigen Fritzboxen auftreten, die im 5-GHz-WLAN auch die DFS-Kanäle ab Kanal 52 und höher nutzen. Denn diese Frequenzbereiche nutzen auch Flug- und Wetterradare. Da diese Anwendungen als sogenannte Primärnutzer Vorrang vor WLAN-Routern haben, muss die Fritzbox auf einen anderen WLAN-Kanal im 5-GHz-Bereich ausweichen. Solche Frequenzwechsel im 5-GHz-Band können in der Folge zu einer Unterbrechung der WLAN-Verbindung bei angemeldeten 5-GHz-Clients führen.

Lassen Sie die Fritzbox entscheiden, welche Clients über welches Frequenzband verbunden sind.
Vergrößern Lassen Sie die Fritzbox entscheiden, welche Clients über welches Frequenzband verbunden sind.

Um das zu vermeiden, kann der AVM-Router betroffene Clients vorübergehend vom 5-GHz- ins 2,4-GHz-Frequenzband verschieben. Dazu müssen das 2,4-GHz- und das 5-GHz-WLAN der Fritzbox denselben SSID-Namen tragen: Das prüfen oder ändern Sie im Menü unter „WLAN –› Funknetz“. Setzen Sie außerdem unter „WLAN –› Funkkanal“ die Auswahl auf „Funkkanal-Einstellungen anpassen“ und öffnen Sie den Link „Weitere Einstellungen“. Dort müssen Sie die Option „Zur Verbesserung der Datenübertragung darf bei einem Dualband-Gerät automatisch der Wechsel zwischen 2,4- und 5-GHz-Frequenzband herbeigeführt werden“ aktivieren.

Wer einem Radar-bedingten Frequenzwechsel im 5-GHz-Band grundsätzlich aus dem Weg gehen möchte, stellt die Fritzbox wiederum unter „WLAN –› Funkkanal“ und der Auswahl auf „Funkkanal-Einstellungen anpassen“ im Drop-down-Menü von „Funkkanal im 5-GHz-Frequenzband“ fest auf den „Kanal 36“ ein. Denn die Kanäle 36 bis 48 werden von Radaranlagen nicht genutzt und somit gibt es dort auch keinen erzwungenen DFS-Kanalwechsel mit Wartezeiten. Der Nachteil: Ihr 5-GHz-WLAN wird dann eher von anderen Dualband-Routern in der Nachbarschaft gestört, die ebenfalls auf Kanal 36 funken, weil ihnen die DFS-Funktion grundsätzlich fehlt.

Fritzbox zeichnet keine Ereignisse zu WLAN-Clients auf

Lösung: Damit Ihnen die An- oder Abmeldungen von WLAN-Clients im Ereignisprotokoll angezeigt werden, müssen Sie diese erst einmal aktivieren. Dazu gehen Sie in das Fritzbox-Menü „System –› Ereignisse“ und ändern im Drop-down-Menü oberhalb der Ereignisliste die Einstellung von „Alle“ auf „WLAN“. Setzen Sie direkt darunter einen Haken vor die jetzt sichtbare Option „Auch An- und Abmeldungen und erweiterte WLAN-Informationen protokollieren“.

Lesetipp Schutz vor WLAN-Hackern: So sichern Sie Ihren Router ab

Fritzbox meldet: Anmeldung gescheitert. Ungültiger WLAN-Schlüssel

Die Meldung „Ungültiger WLAN-Schlüssel“ im Ereignisprotokoll wird angezeigt, wenn sich ein Gerät in Ihrem Heimnetz mit einem falschen WLAN-Passwort, auch „WPA-Passphrase“ oder „WLAN-Schlüssel“ genannt, verbinden möchte.

Lösung 1: Das kann beispielsweise passieren, wenn ein WLAN-Gerät längere Zeit nicht angemeldet war und Sie mittlerweile das WLAN-Passwort im Router gewechselt haben. Oder wenn Sie Ihr Notebook mit einem älteren Backup-Image wiederhergestellt haben, in welchem noch ein anderes WLAN-Passwort hinterlegt ist. Korrigieren Sie die WLAN-Zugangsdaten des Geräts, mit dem Sie aktuell keinen Zugang ins Heimnetz bekommen.

Lösung 2: Obwohl alle Ihre WLAN-Geräte Zugang ins Heimnetz haben, tauchen trotzdem immer wieder Fehlermeldungen zu einem Gerät mit einem „ungültigen WLAN-Schlüssel“ im Ereignisprotokoll auf. Das liegt daran, dass ein anderer WLAN-Client, zum Beispiel aus der Nachbarschaft, versucht, sich mit Ihrer Fritzbox zu verbinden. Dabei müssen Sie nicht gleich an die Angriffsversuche eines Hackers denken. Sehr viel wahrscheinlicher ist es, dass mindestens einer Ihrer Nachbarn das gleiche Fritzbox-Modell wie Sie zu Hause stehen hat. Haben Sie beide nämlich nicht die ab Werk eingestellte Netzwerkkennung (SSID) verändert, können die WLAN-Geräte, die sich verbinden wollen, die Router nicht unterscheiden. Das stellen Sie ab, indem Sie Ihre eigene WLAN-SSID im Fritzbox-Menü unter „WLAN –› Funknetz“ ändern.

Dazu müssen Sie die Seite eventuell etwas nach unten bis zur Überschrift „ Funknetz“ scrollen. Falls Sie eine Dualband-fähige Fritzbox mit einem 2,4-GHz- und einem 5-GHz-Frequenzband nutzen, ändern Sie die SSIDs für beide Frequenzbänder. Vergeben Sie aber denselben Namen für beide SSIDs: Dann kann die Fritzbox nämlich per Band Steering die Clients besser auf die Frequenzen verteilen. Damit tun Sie sich auch grundsätzlich einen Gefallen, da Sie in Zukunft bei der Einbindung eines neuen WLAN-Clients nicht mehr rätseln müssen, welche der angezeigten „FRITZ!Box 7490“-SSIDs denn nun zu Ihrem eigenen Router gehört. Bedenken Sie jedoch dabei, dass Sie nach Änderung der SSID auch alle Ihre WLAN-Clients neu mit der Fritzbox verbinden müssen.

Daten für den Support erstellen

Falls Sie mit einem Ereignis oder einer Fehlermeldung im Ereignisprotokoll nicht klar kommen oder ein bestimmtes Problem in Verbindung mit Ihrer Fritzbox wiederholt auftreten sollte, besteht die Möglichkeit, sich an den AVM-Support zu wenden. Um Probleme eingrenzen zu können, benötigt der Support möglicherweise zusätzliche Daten zu Ihrer Fritzbox, unter anderem auch das Ereignisprotokoll.

Diese Daten für den Support werden in einer Textdatei zusammengefasst. Der entsprechende Link ist im Fritzbox-Menü ein wenig versteckt.

Der Zugang zum Support von AVM ist in der Fritzbox etwas versteckt.
Vergrößern Der Zugang zum Support von AVM ist in der Fritzbox etwas versteckt.

In der Fritzbox-„Übersicht“ sehen Sie unten links, also unterhalb der Menüleiste, einige grau gefärbte Links. Klicken Sie auf den Link „Inhalt“. Im Bereich rechts wird nun ein Index, der „Fritzbox Inhalt“, gelistet. Scrollen Sie diesen ganz nach unten und klicken Sie auf „Fritzbox Support“. Nach einem Klick auf „Support-Daten erstellen“ speichern Sie die daraufhin erstellte txt-Datei auf Ihren Desktop. Im Anschluss können Sie diese an den Support von AVM versenden.

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