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Lüftergeräusche vom PC-Netzteil reduzieren

25.02.2021 | 13:02 Uhr |

Wenn der Lüfter im PC-Netzteil plötzlich Geräusche von sich gibt, die vorher nicht zu hören waren, dann ist das nicht immer gleich ein Indiz für einen schwerwiegenden Defekt. Befolgen Sie zuerst einmal unsere Lösungsvorschläge, um die seltsamen Laute zu lokalisieren und zu beheben.

Sollte der Lärm aus dem Netzteil eher laut und rau klingen, dann öffnen Sie das PC-Gehäuse und prüfen Sie, ob sich der integrierte Lüfter des Netzteils frei drehen kann. Denn es kann manchmal passieren, dass sich zum Beispiel ein Kabel im Inneren des PCs an den Schutzgittern vorbeigemogelt hat und in den Lüfter hineinhängt. Ziehen Sie es heraus, um das Problem zu beheben.

Schwieriger wird es, wenn die Quelle des Geräuschs im Netzteil selbst liegt. Sollte sich das Gerät noch innerhalb des Garantizeitraums befinden, dann kontaktieren Sie den Hersteller, damit er sich darum kümmert. Bei abgelaufener Garantie können Sie das Netzteil auch selbst aufschrauben. Nur sollten Sie sicherstellen, dass Sie es einige Minuten lang komplett vom Strom getrennt haben, bevor Sie sich ans Aufschrauben machen. Checken Sie dann nur, ob sich eventuell Kabel der internen Elektronik in die Lüfterlaufbahn verirrt haben, und beheben Sie das Problem. Alles andere sollten Sie in Ruhe lassen und lieber an den Fachmann weiterreichen.

Der Netzteillüfter lässt sich nachträglich schmieren. Die Maßnahme sorgt wieder für mehr Laufruhe im Rechner.
Vergrößern Der Netzteillüfter lässt sich nachträglich schmieren. Die Maßnahme sorgt wieder für mehr Laufruhe im Rechner.
© PSU

Ein schwirrendes, raues Geräusch ist eher ein Anzeichen für ein verschlissenes Lüfterlager. Das tritt vor allem bei älteren oder besonders günstigen Netzteilen auf. Dieses Problem beheben Sie, indem Sie das Lager neu schmieren, beispielsweise mit Waffenöl, da es auch nach langer Zeit nicht verdickt oder gar oxidiert. Alternativ können Sie den Lüfter auch komplett austauschen – vorausgesetzt, Sie finden das entsprechende Ersatzteil. Nicht jeder beliebige Gehäuselüfter passt auch in Ihr Netzteil.

Wenn das Geräusch jedoch eher an ein Rattern oder Vibrieren erinnert, dann sollten Sie einen Blick auf die Schrauben werfen, mit denen das Netzteil am Gehäuse montiert ist. Manchmal kann es passieren, dass PC-Hersteller die Schrauben nicht komplett anziehen. Es kommt auch vor, dass sie sich mit der Zeit von selbst etwas lockern. Durch die Bewegungen des Lüfters können so Vibrationen entstehen, die die Schrauben scheppern lassen.

Der Lüfter eines PC-Netzteils sorgt für die Kühlung der internen Elektronik. Dreht er wegen verschmutzter Ein- und Auslässe permanent auf, ist der Verschleiß hoch.
Vergrößern Der Lüfter eines PC-Netzteils sorgt für die Kühlung der internen Elektronik. Dreht er wegen verschmutzter Ein- und Auslässe permanent auf, ist der Verschleiß hoch.
© Corsair

Hört es sich an, als würde der Lüfter einfach nur besonders laut aufgrund einer sehr hohen Drehgeschwindigkeit rotieren, dann prüfen Sie die Luftein- und -auslässe. Denn ein Netzteil schaufelt sich mit Hilfe des Lüfters frische Außenluft zu, um die interne Elektronik zu kühlen. Doch an den dafür vorhergesehenen Ein- und Auslässen kann es nach einer gewissen Zeit und abhängig von der Umgebung zu Verstopfungen durch Staub und Schmutz kommen.

Das beeinträchtigt den Luftfluss, die internen Komponenten erwärmen sich schneller, und als Resultat dreht der Lüfter flotter, um mehr Frischluft anzusaugen. Häufiges Reinigen der Ein- und Auslässe ist eine gute Vorbeugemaßname. Wichtig dabei: Das Netzteil muss „richtig herum“ eingebaut sein, sprich die Seite mit dem Lüfter (-gitter) muss zu den Lüftungsschlitzen in der Einbauposition im Gehäuse gerichtet sein, damit auch Frischluft angesaugt werden kann. Ein weiterer Tipp: Vermeiden Sie es, den PC auf einen weichen Untergrund zu stellen, da dieser sonst die Luftzufuhr blockieren kann.

Tipp: Das richtige Netzteil: So läuft Ihr PC immer stabil

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