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Lauten PC-Lüfter im Bios herunterregeln

15.03.2019 | 09:06 Uhr |

Nach dem Bios-Update oder dem ersten Start Ihres selbst gebauten PCs kommt es oft vor, dass die Gehäuselüfter und eventuell sogar der oder die Lüfter des Prozessors mit maximalen Umdrehungen arbeiten. So sorgen Sie schnell wieder für angenehme Ruhe.

Die Lüfter erzeugen dabei ein so lautes Geräusch, dass Sie es als äußerst störend empfinden. Für manche Einsatzszenarien ist die Lautstärke nicht nur nervig, sondern schlicht ungeeignet. Beispielsweise machen bei einem HTPC (Home Theater Personal Computer) die lauten Lüfter den Filmgenuss fast unmöglich. Doch auch bei Systemen zum Arbeiten oder Spielen kann der Geräuschpegel schon nach kurzer Zeit unerträglich sein. Mit wenigen Klicks im Bios sorgen Sie schnell wieder für angenehme Ruhe.

Starten Sie den Rechner, und drücken Sie sofort nach dem Betätigen des Einschaltknopfes wiederholt die Tasten F2, F10 oder Entf, um ins Bios zu gelangen. Welche Taste Sie tatsächlich drücken müssen, hängt von der Bios-Version ab. Das Handbuch der Hauptplatine oder des Computers hält hier die nötige Information bereit.

Befinden Sie sich in der Benutzeroberfläche der Mainboard-Firmware, navigieren Sie zum Abschnitt „Cooling“, „Fans“, „Lüfter“ – oder ähnlich lautend. Wiederum unterscheiden sich die Bezeichnungen je nach System. Dort listet das Bios alle Lüfteranschlüsse des Systems auf. Dabei steht „CPU_FAN“ für den Prozessorkühler, bei„CHA_FAN“ handelt es sich um Gehäuselüfter. Daneben befindet sich meist eine Anzeige, die die aktuellen Umdrehungen pro Minute (UPM oder auch RPM, also „revolutions per minute“) oder auch (zusätzlich) eine prozentuale Drehgeschwindigkeit anzeigt.

Lüfter sind für die PC-Kühlung unerlässlich, müssen aber nicht immer mit voller Geschwindigkeit laufen. Die Umdrehungen lassen sich einfach im Bios einstellen.
Vergrößern Lüfter sind für die PC-Kühlung unerlässlich, müssen aber nicht immer mit voller Geschwindigkeit laufen. Die Umdrehungen lassen sich einfach im Bios einstellen.

Damit die Lüfter nicht mehr stur mit maximalen Umdrehungen arbeiten, können Sie die UPM auch manuell einstellen. Das empfehlen wir jedoch nur versierten Anwendern. Denn setzen Sie die Zahl zu niedrig an, werden die betroffenen Komponenten wie etwa die CPU nicht mehr ausreichend gekühlt und überhitzen sich leicht. Die Folge sind Leistungseinbußen oder sogar Abstürze. Irreparable Defekte müssen Sie allerdings nicht befürchten, denn davor bewahren Sie integrierte Schutzschaltungen.

Empfehlenswert ist es, die Lüfter abhängig von der Betriebstemperatur der Hardware arbeiten zu lassen: Sind die Temperaturen recht niedrig, drehen die Lüfter langsamer. Sobald es heißer wird, drehen die Lüfter kontinuierlich weiter auf und regeln sich auch wieder herunter, wenn gewisse Grenzen erreicht werden. Die Funktion bieten die Hauptplatinen bereits ab Werk an. Sie finden Sie unter Bezeichnungen wie „Smart Fan Mode“. Aktivieren Sie diesen Modus, indem Sie beispielsweise ein Häkchen neben die Option setzen. Damit die Einstellung erhalten bleibt, müssen Sie die Bios-Änderung beim Verlassen speichern. Ist der Lüftermodus erst einmal aktiviert, arbeiten die Lüfter hörbar leiser und werden ab diesem Zeitpunkt temperaturabhängig geregelt.

Diese Maßnahme funktioniert jedoch nur bei Lüftern, die direkt oder über Verlängerungen oder Adapter ans Mainboard angeschlossen sind. Manche Gehäuse oder Komplett-PCs bieten jedoch auch sogenannte Hardware-Lüftersteuerungen, bei denen die Ventilatoren an eine extra Steuerung angebunden sind und sich über einen separaten Regler bedienen lassen. Ist das bei Ihnen der Fall, müssen Sie sicherstellen, dass Sie den Bedienknopf nicht versehentlich aufs Maximum gestellt haben, denn so arbeiten die Lüfter unabhängig von den Softwareeinstellungen.

Tipp: So finden Sie heraus, ob Ihre CPU zu heiß ist

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