2578887

Hauptplatine ohne Neuinstallation von Windows 10 wechseln

18.04.2021 | 09:03 Uhr |

Vor Windows 10 war es oftmals der Fall, dass Anwender das Betriebssystem von Microsoft neu installieren mussten, sobald die Hardware gewechselt wurde. Insbesondere beim Wechsel einer zentralen Komponente wie der Hauptplatine führte kein Weg an einer Neuinstallation vorbei, um das System wieder reibungslos zum Laufen zu bringen. Doch mit Windows 10 hat sich das glücklicherweise geändert.

Tatsächlich lassen sich fast alle Komponenten des Systems gegen andere Hardware austauschen, ohne dass eine erneute Installation von Windows 10 erforderlich wird – die Systemfestplatte ist davon freilich ausgenommen. Nach dem Einbau und dem ersten Start wird Windows das Hochfahren unterbrechen und die Geräte einrichten. In diesem Zeitraum sammelt das Betriebssystem die Informationen der neuen Komponenten und weist die korrekten Treiber zu. Nachfolgend startet der PC wie gewohnt.

Leider läuft der Start nach einem Hardwarewechsel jedoch nicht immer so unkompliziert ab. Oft meldet Windows, dass sich die aktuelle Lizenz nicht aktivieren lässt – denn diese ist in der Regel an die Hauptplatine gebunden.

Windows 10 kann sich oft nach einem Hardwarewechsel nicht aktivieren, was sich in der Regel allerdings leicht beheben lässt.
Vergrößern Windows 10 kann sich oft nach einem Hardwarewechsel nicht aktivieren, was sich in der Regel allerdings leicht beheben lässt.

Der einfachste Weg, diesen Fehler zu beheben, ist über die Problembehandlung der Windows- Aktivierung. Sie rufen diese auf, indem Sie in Ihrem Startmenü zu den „Einstellungen“ gehen, „Update & Sicherheit“ wählen und danach auf der linken Seite des Fensters auf „Aktivierung“ klicken. Alternativ geben Sie bitte in das Eingabefenster Ihrer Taskleiste Update ein und wählen aus den vorgeschlagenen Treffern „Einstellungen für Windows Updates“ aus. Nunmehr wählen Sie wiederum die Option „Aktivierung“ aus. Windows 10 zeigt Ihnen anschließend an, ob Ihr Betriebssystem aktiviert ist oder nicht. Im negativen Fall finden Sie auch einen Hinweis auf die Fehlerursache. Klicken Sie auf „Problembehandlung“.

An einem bestimmten Punkt des Vorgangs wird die Problembehandlung Ihnen mitteilen, dass Windows im Moment nicht aktiviert werden kann. Das können Sie getrost ignorieren und einfach auf „Ich habe die Hardware auf diesem Gerät kürzlich geändert“ klicken. Sie werden zu einem Bildschirm weitergeleitet, um sich bei Ihrem Microsoft- Konto anzumelden. Sobald Sie sich angemeldet haben, können Sie Ihren aktuellen Computer mit der Windows-Lizenz verknüpfen und ihn dann aktivieren. Daraufhin sollte Ihr System wieder einsatzbereit sein.

Wenn Sie jetzt immer noch Fehler feststellen, müssen Sie sich möglicherweise direkt an Microsoft wenden. Es kann passieren, dass Sie die Lizenz bereits so oft aktiviert haben, dass ein willkürliches Limit ausgelöst worden ist. In diesem Fall können Sie Windows nicht mehr unter dieser Lizenz verwenden. Ausnahme: Sie sprechen mit einem Microsoft- Mitarbeiter über die Hotline darüber.

Ein Mainboard-Wechsel bedeutet nicht immer die Neuinstallation von Windows 10. Probleme mit der Aktivierung des Betriebssystems kann es trotzdem geben.
Vergrößern Ein Mainboard-Wechsel bedeutet nicht immer die Neuinstallation von Windows 10. Probleme mit der Aktivierung des Betriebssystems kann es trotzdem geben.
© Asus

Wenn Windows auf Ihrem neuen System nicht läuft und das Problem nicht mit der Lizenzaktivierung zusammenhängt, kann auch ein Fehler im Installationsprozess aufgetreten sein, der einen Treiberkonflikt verursacht hat. Bei Windows 10 ist dies jedoch eher selten der Fall. Sie schaffen Abhilfe, indem Sie in ein Wiederherstellungslaufwerk booten. Nutzen Sie die darin enthaltenen Diagnose- und Problembehandlungstools, um eine Lösung zu finden.

Auf dem Installationsmedium sollten Sie erweiterte Optionen finden, um eine Fehlersuche zu verwenden, die Ihnen Zugriff auf die automatische Reparatur gibt. Normalerweise lässt sich das Problem auf diese Weise beheben. Für den Fall, dass die Fehler durch Treiberprobleme verursacht werden, können Sie alternativ in den abgesicherten Modus wechseln und diese Treiber deaktivieren. Schafft auch diese Maßnahme keine Abhilfe, bleibt nur eine Neuinstallation von Windows 10.

Tipp: Mainboard-Kaufberatung: Darauf kommt es an

PC-WELT Marktplatz

2578887