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Ghosting in Tastaturen erklärt

12.02.2020 | 09:09 Uhr |

Der Begriff „Keyboard-Ghosting“ klingt im ersten Moment gruseliger, als er ist. Allerdings kann dieses Phänomen den Nutzer definitiv heimsuchen und unerwünschte Tasteneingaben hervorrufen. Die Hersteller haben das Problem längst erkannt und die Tastaturmodelle mit Anti-Ghosting-Funktionen ausgestattet. Doch was bedeutet Ghosting eigentlich genau?

Dieser Begriff wird verwendet, wenn die Tastatur nicht alle Tasteneingaben erkennt und ausgibt, obwohl sie vom Benutzer korrekt ausgelöst wurden. Auslöser für das Fehlverhalten sind die eingesetzten, meist billigen Bauteile der Tastatur. Ein Hinweis darauf, dass der Hersteller hier Kosten gespart hat. Wer die Tastatur nur fürs Schreiben und Surfen benutzt, wird womöglich nie unter Ghosting leiden. Wer aber viele Tastenkombinationen oder eben viele Tasten parallel drückt, der stößt häufiger auf dieses Problem – beispielsweise beim Gamen.

Spielen Sie einen Ego-Shooter, so kommt Ghosting regelmäßig vor. Ein Beispiel: Läuft der Nutzer mit seinem virtuellen Alter Ego über das Schlachtfeld, hält der Spieler im Normalfall die W-Taste gedrückt, um sich geradeaus zu bewegen. Wenn Sie schneller vorankommen möchten, dann halten Sie zusätzlich die Shift-Taste für das Sprinten fest. Um währenddessen Hindernisse zu umgehen oder darüber zu springen, drücken Sie anschließend noch die Leertaste oder die Tasten A und D. Und fürs Schützen vor einem eventuellen Feind lassen Sie Ihre Figur auch noch in die Knie gehen – beispielsweise mit gedrückter C- oder Strg-Taste. Die Fülle der gleichzeitig betätigten Tasten sorgt nicht selten dafür, dass einige Befehle nicht erkannt und daher nicht ausgelöst werden. Die Folge: Ihr Charakter bleibt stehen und wird vom Gegner entdeckt. Denn in diesem Fall ist das maximale „Budget“ der Tastatur schon vor dem Drücken der Ducken-Taste bereits ausgereizt gewesen.

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Um dieses Problem zu umgehen, muss ein Keyboard eine Anti-Ghosting-Eigenschaft mitbringen. In der Regel listen Hersteller die maximale Anzahl der Tasten auf, die sich parallel drücken lassen und dabei die Befehle zuverlässig weiterleiten. Ein „25-Key Anti-Ghosting“ ermöglicht den simultanen Anschlag von 25 Tasten. Für den Fall, dass Sie diese Grenze überschreiten, kommt es wiederum zum Ghosting, auch wenn das in der Praxis wohl kaum vorkommen dürfte. Das Nonplusultra ist jedoch das sogenannte N-Key-Rollover. Das „N“ steht dabei für den mathematischen Buchstaben, der für eine Reihe von Zahlen verwendet wird, die sich ewig fortsetzt. Hier ist es möglich, sämtliche Tasten des Keyboards parallel zu drücken. Die Tastatur erkennt jede einzelne Eingabe und löst den verbundenen Befehl aus.

Tipp: Fachbegriffe zur Tastatur verständlich erklärt

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