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Gaming-Tastaturen: Die richtige Größe finden

16.04.2021 | 13:04 Uhr |

Neben den klassischen Full-Size-Tastaturen – also jenen mit Nummernblock, F- und Steuerungstasten – gibt es auch kleinere Modelle. Die TKL lassen den Nummernblock auf der rechten Seite weg, während 60-Prozent-Keyboards sogar noch kompakter sind. Welches Keyboard-Modell zu welchem Gamertyp am besten passt, klären wir in diesem Tipp.

In Sachen Eingabegenauigkeit und Flexibilität ist eine Tastatur im Vergleich mit einem Gamepad ungeschlagen. Neben dem reinen Zocken lassen sich auch lange Texte schreiben. Eine herkömmliche Tastatur für den deutschen Markt bringt genau 105 Tasten mit. Die genaue Belegung und Anordnung ist sogar genormt nach DIN 2137, die wohl gängigste ist dabei die Tastaturbelegung T1.

Diese Full-Size-Tastaturen bieten neben den Funktionstasten (F-Reihe oben) auch Pfeil- sowie Steuerungstasten, aufgeteilt in drei Blöcke rechts neben der Return-Taste. Hinzu kommt rechts daneben noch der Nummernblock. Besonders letzterer ist ungemein hilfreich, wenn der Benutzer häufig Zahlen eingeben muss. Doch auch für Zocker von MOBAs (Multiplayer Online Battle Arena, wie unter anderem Dota 2) oder Echtzeitstrategiespielen (RTS, Real-Time Strategy, beispielsweise Starcraft 2) profitieren von den vielen Tasten. Denn in diesen Genres gibt es unzählige Befehle und Kombinationen, die sich beispielsweise als Tastenkürzel auf den Nummernblock legen lassen. In der Regel bieten Full-Size-Tastaturen auch noch Zusatztasten, um unter anderem Medien zu steuern und die Lautstärke zu regeln. Der Nachteil: Diese Tastaturen nehmen viel Platz auf dem Schreibtisch ein.

TKL-Tastaturen (Tenkeyless) haben keinen Nummernblock und sind deshalb rund 20 Prozent kleiner als Full-Size-Keyboards.
Vergrößern TKL-Tastaturen (Tenkeyless) haben keinen Nummernblock und sind deshalb rund 20 Prozent kleiner als Full-Size-Keyboards.
© Corsair

Doch nicht jeder verfügt über einen großflächigen Schreibtisch. Und genau hier kommen die kleineren Tastaturformate ins Spiel. Auch Gamer von Shootern und Action-Spielen wissen es zu schätzen, wenn zwischen der linken Hand, die auf der Tastatur ruht, und der rechten, die die Maus steuert, kein allzu großer Abstand ist. TKL- oder 80-Prozent-Tastaturen lassen im Vergleich zu den Full-Size-Varianten den Nummernblock auf der rechten Seite weg und sind damit um etwa 20 Prozent kleiner – deshalb auch die Bezeichnung. Dies erlaubt vor allem bei beengten Platzverhältnissen mehr Raum für die Handhabung der Maus. Natürlich sollten Sie sich darüber bewusst sein, dass damit das häufige Eintippen von Zahlen etwas aufwendiger ausfällt. Des Weiteren bringen TKL-Tastaturen zumeist keine extra Tasten mit – wie zum Beispiel für die Multimedia- Steuerung –, weil der Platz auf dem Keyboard dazu nicht ausreicht. Besonders nervig ist dieser Umstand, wenn Sie im Hintergrund Musik hören und das Lied weiterschalten oder pausieren möchten.

Es muss nicht immer eine Full-Size-Tastatur sein. 60-Prozent-Tastaturen wie diese von Razer bieten sich an, wenn Sie nur wenige Tasten zum Spielen benötigen.
Vergrößern Es muss nicht immer eine Full-Size-Tastatur sein. 60-Prozent-Tastaturen wie diese von Razer bieten sich an, wenn Sie nur wenige Tasten zum Spielen benötigen.
© Razer

Wem eine TKL immer noch zu groß ist, der sollte einmal einen Blick auf 60-Prozent-Tastaturen werfen. Diese Varianten verzichten nicht nur auf den Nummernblock, sondern auch auf die F-, die Steuerungs- und die Pfeiltasten. Wirklich verschwunden sind diese Tastenfunktionen allerdings nicht. Vielmehr belegen die Hersteller die verbleibenden Tasten einfach doppelt. Die 60-Prozent-Keyboards eignen sich jedoch nicht nur bei einer geringen Schreibtischfläche, sondern auch für Gamer, die nur wenige Tasten zum Spielen benötigen, wie das etwa in Shootern der Fall ist. Ein Nebeneffekt: Hierdurch bleibt noch mehr Platz für die Maussteuerung. Und wer oftmals an kleinen Notebooks tippt, muss sich auch gar nicht allzu sehr umstellen. Nicht geeignet ist dieser Formfaktor für diejenigen, die Tastenkombinationen zu umständlich finden, oft Zahlen eintippen oder generell viel schriftlich erledigen müssen.

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