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Fritzbox: Band-Steering für schnelleres WLAN nutzen

04.07.2019 | 09:31 Uhr |

Im heimischen WLAN sind immer mehr Geräte unterwegs: Deshalb muss sich ein Router vor allem darum kümmern, dass jeder PC, jedes Notebook und jedes Smartphone eine schnelle und störungsfreie Funkverbindung hat. Erleichtern sollen das neue Funktionen wie Band-Steering und AP-Steering.

Viele Dualbandrouter beherrschen Band-Steering, die Fritzboxen von AVM zum Beispiel seit Fritz-OS 6.80, die Fritz-Repeater seit Fritz-OS 6.90. Beim Band-Steering verbindet der Router ein WLAN-Gerät jeweils auf dem Frequenzband, das aktuell das beste Tempo oder die höchste Reichweite für eine Übertragung bietet. Dafür muss der WLAN-Client die beiden Frequenzbänder 2,4 und 5 GHz unterstützen. Außerdem muss die WLAN-SSID für beide Frequenzbereiche identisch sein.

Wie gut das Band-Steering funktioniert, hängt vor allem von den Clientgeräten ab: Der Router tut im Grunde nichts anderes, als das Gerät von einem Band abzumelden und zu verhindern, dass es sich wieder mit diesem verbindet und daher auf das andere Band wechselt. Es gibt aber Dualbandgeräte, die nach der erfolglosen Verbindungsanfrage mit der vorherigen Frequenz den Versuch einer erneuten Verbindung erst mal aufgeben. Die WLAN-Verbindung ist dann weg.

In einem Mesh-Netzwerk, in dem neben dem Router ein oder mehrere Repeatern arbeiten, kommt außerdem Access-Point-Steering zum Einsatz (AP-Steering, auch Client-Steering genannt). Diese Funktion gibt es für einige Fritzbox-Router und -Repeater, zum Beispiel 7590, 7580, 7530 und 7490 sowie den Fritz-Repeater 1750E, per Labor- Firmware. Sie entdecken diese aber nur, wenn Sie einen genauen Blick in die Fritzbox- Einstellungen werfen: Unter „WLAN –› Funkkanal –› Funkkanal- Einstellungen –› Weitere Einstellungen“ ist dann die vorhandene Option fürs Band-Steering, die bislang „Zur Verbesserung der Datenübertragung dürfen WLAN-Geräte zwischen den 2,4- und 5-GHz-Frequenzbändern gesteuert werden“ lautet, um den Zusatz „sowie zwischen mehreren FRITZ!-Produkten im Mesh“ ergänzt.

Mit einer aktuellen Fritz-OS-Version beherrscht die Fritzbox nun auch AP-Steering. Diese Funktion lässt sich in den WLAN-Einstellungen aktivieren.
Vergrößern Mit einer aktuellen Fritz-OS-Version beherrscht die Fritzbox nun auch AP-Steering. Diese Funktion lässt sich in den WLAN-Einstellungen aktivieren.

Damit Sie AP-Steering nutzen können, müssen die entsprechenden Fritz-Geräte per Mesh verbunden sein: Das erkennen Sie am blauen Mesh-Symbol bei Router und Repeater unter „Heimnetz –› Mesh“. Die Option für Band-Steering muss aktiviert sein und dementsprechend alle verfügbaren Funknetze von Router und Repeater eine gemeinsame SSID haben.

AP-Steering soll dafür sorgen, dass jeder WLAN-Client mit der optimalen WLAN-Basis verbunden ist. Indem WLAN-Geräte von Router zu Repeater oder zwischen verschiedenen Repeater wechseln, können sie die eigene Verbindung optimieren und das Tempo im ganzen Heimnetz erhöhen, da Übertragungen besser verteilt sind. Dafür tauschen Router, Repeater und WLAN-Gerät ständig Infos zu Signalstärke und aktiven Verbindungen aus, damit sie wissen, wann sich ein Wechsel lohnt. Wie dieser Informationsaustausch abläuft, ist in den Standards 802.11v und 802.11k festgelegt – alle beteiligten Geräte müssen sie daher unterstützen. Ob das bei einem WLAN-Client der Fall ist, finden Sie im Fritzbox-Menü heraus: Gehen Sie zu „Heimnetz –› Mesh“ und klicken Sie beim WLAN-Client auf „Details“. Dort finden Sie die Angabe zu den unterstützten Standards im Feld „Signaleigenschaften“.

Tipp: WLAN mit der Fritzbox optimal einrichten

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