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Feste IP-Adresse für Drucker und Netzwerkspeicher

29.03.2019 | 09:05 Uhr |

Es ist ausgesprochen komfortabel, Druckaufträge übers Netzwerk zu senden. Auch bei Dateien wie Filmen, Dokumenten und Musik, die zentral auf dem heimischen Netzwerkspeicher (NAS) lagern, ist es praktisch, wenn sie sich von jedem Gerät im Netzwerk abrufen lassen.

Damit sich Geräte im Netzwerk sehen, weist Ihr Router jedem Mitglied eine IP-Adresse zu. Automatisch übernimmt das Protokoll DHCP (Dynamic Host Configuration Protocol) das Verteilen von IPs. Der Vorgang funktioniert, ohne dass Sie eingreifen müssen. Allerdings werden hier aktuell freie Adressen gewählt, die sich ändern können. Ein Gerät kann deshalb immer wieder unter einer anderen IP im Netzwerk vorhanden sein.

Bei NAS und Druckern wollen Sie jedoch keine wechselnden IP-Adressen. In diesem Fall kommt Ihnen entgegen, dass diese Geräte innerhalb eines Netzwerkes auch nicht als sogenannte Clients gelten, sondern als Ressourcen behandelt werden. Schließlich müssen mehrere Clients wie Handy oder Notebook darauf Zugriff haben. Belassen Sie hier IP-Adressen per DHCP, riskieren Sie, dass Clients den Drucker und das NAS im Netzwerk nicht finden – Aufträge und Anfragen gehen ins Leere. Um das zu vermeiden, benötigen die Geräte eine feste IP. Ist sie einmal vergeben, ändert sie sich nicht mehr.

Bei Netzwerkdruckern und NAS-Geräten im Heimnetz empfiehlt sich die Vergabe einer festen IP-Adresse.
Vergrößern Bei Netzwerkdruckern und NAS-Geräten im Heimnetz empfiehlt sich die Vergabe einer festen IP-Adresse.

So gehen Sie vor: Navigieren Sie zur Browser-Oberfläche Ihres Routers. Im Fall einer Fritzbox von AVM geben Sie „fritz. box“ in die Adresszeile ein und bestätigen mit der Enter-Taste. Von Hersteller zu Hersteller unterscheiden sich die Zugänge. Konsultieren Sie am besten das Router-Handbuch. Tippen Sie den Benutzernamen und das Passwort ein, um auf das Dashboard zu gelangen. In den Netzwerk- respektive LAN- oder WLAN-Einstellungen lassen Sie DHCP aktiviert, legen aber einen Adressbereich fest – zum Beispiel 192.168.1.01 bis 192.168.1.90. So sorgen Sie dafür, dass der Router künftig nur noch Adressen aus diesem Bereich automatisch verteilt.

Wechseln Sie dann in die IP-Einstellungen (oder ähnlich). Dort listet der Router alle Geräte auf, die sich aktuell in Ihr Netzwerk eingewählt haben, und zwar inklusive der Gerätebezeichnung, der zuletzt genutzten IP und der MAC-Adresse. Letztere ist die eindeutige Hardware-Adresse des jeweiligen Geräts. Aktivieren Sie dann bei Ihrem Drucker oder dem NAS die Option, dass diesen Geräten immer die gleiche IP-Adresse zugewiesen wird. Speichern Sie Ihre Eingaben. Von nun an behalten diese Geräte die einmal zugewiesene IP-Adresse bei und sind fortan darunter erreichbar.

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